1996 Freudenfeuer für Stasiakten forderte Friedenspreisträger Schorlemmer




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1996 Freudenfeuer für Stasiakten forderte Friedenspreisträger Schorlemmer

Goebbels Bücherverbrennungen ein Vorbild für Friedenspreisträger Schorlemmer

Damals fühlten sich fast alle Stasiopfer von Schormellers Schlagenzeilen vor den Kopf geschlagen. Das wäre ein Freudensfest für berüchtigte Stasitäter geworden, alle Beweise vernichtet!

Im Jahre 2013 fielen mir diese Schlagzeile samt Kurzartikel wieder vor die Augen, da platzten mir vor Wut, als verbotener Schriftsteller zur DDR-Zeit, meine seelischen Narben wieder auf. Alleine meine vielen Rehabilitationsanträge wurden 11 Jahre lang abgelehnt. Obwohl mir Jürgen Fuchs mitteilte, bei der Einsicht meiner Stasiakte brauchte ich Nerven wie Drahtseile. In der Einsichtsstelle von Gera wurde meine neuer BRD-Personalausweis wie Müll behandelt und war sozusagen ungültig. Ebenso wurde mir die Auskunft verweigert, ob mein Antrag auf die Einsicht meiner Stasiakte per Einschreiben in Gera angekommen ist. Ich befürchtete, angesichts weiterer Stasiposträubertätigkeit bei mir in mehren Fällen, dass mein Fragebogen nicht in Gera angekommen ist. Die Stasi ist ja aufgelöst worden, hiess es. Wer es glaubte, ist selig. In Gera verlangte man von mir ein Dokument, das es viele Jahre später erst gab, das ich bei der Poizei beantragten sollte. Als ich um die Identitätsbescheigung bat, knallte mir ein Polizist die Tür vor der Nase zu: „Du hast ja eine Meise!“
Ein Rechtsberater Herr Dr. Z. riet mir damals dringend aufzugeben, ich würde mir bei dieser Rechtsbüroktratie die Nerven aufreiben. „Auch wenn Sie hundertmal Recht haben, bekommen Sie es in diesem Rechststaat noch lange nicht.“

Ein Freudensfeuer zur Freude der Stasitäter

Wenn Schorlemmer seine Forderung vom grossen Freudenfeuer der Stasiakten durchgesetzt hätte, wäre meine Rehabilitation wie bei Goebbels Bücherverbrennungen in Flammen aufgangen, samt meiner Akten, natürlich auch die aller DDR- Stasiopfer. Das wäre eine grosse Freude für die Stasitäter geworden.
Wie sagte Jesus einst: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“
Da bilden Theologen, Bürgerrechtler und Friedenspreisträger wie Friedrich Schorlemmer keine Ausnahmen.
 

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Text 1996

Nur den ersten Teil meiner Akte gab es noch

So sass ich als Stasiopfer und Opfer der demokratischen Bürokratieideologie jahrelang wegen meine Akteneinsicht auf der Wartebank, bis ich endlich wissen durfte, dass ein General der Stasi in Berlin befohlen hatte: „JEDES ÖFFENTLICHWERDEN VON J.K. IST ZU UNTERBINDEN!“ In erster Linie betraf das meine schritstellerische Tätigkeit.
Viele Jahre stellte ich immer wieder neue Rehabilitatationsanträge, die abgelehnt wurden. Bei allen erhob ich Widerspruch. Ich hatte schon die Flinte ins Korn geworfen, musste mich nervenärztlich behandeln lassen. Eines Tage kam ganz unerwartet per Post meine Rehabilitation.
Von meiner Hauptakte fehlt jede Spur z. B. den Falschgutachtern meiner Manuskripte, die als Stasigutachter bekannnt wurden.