Abstinenz, das hoechste Gut?




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Ist die absolute Nüchternheit wirklich erstrebenswert?

Abstinenz, das hoechste Gut?
Nicht als Abstinenzler

Die internationale Drogenpolitik möchte keine Kompromisse sondern die absolute Abstinenz. Hierbei wird jedoch gerne übersehen, dass es sich bei Alkohol und Tabak auch um Drogen handelt, die sogar sehr schädlich sind, schädlicher als viele verbotene Drogen, die nur einen geringen gesellschaftlichen Schaden bedingen würden, wenn sie legal wären. Sogar Kaffee ist ungesund, da er entwässert. Würde die internationale Drogenpolitik es somit genau nehmen, dann müsste zumindest auch Alkohol verboten werden, da er berauscht. Die absolute Nüchternheit wird angestrebt aber auch die Volksgesundheit muss gewahrt werden. Somit wäre Tabak unbedingt zu verbieten, er bringt noch mehr Menschen um, als Alkohol. Es stellt sich nun aber die Frage, ob es wirklich erstrebenswert ist, dass man rund um die Uhr jeden Tag völlig nüchtern ist. Immerhin gehören gewisse Drogen mit zu unserer Kultur, in Deutschland ist es der Alkohol, in Marokko oder Jamaika ist Cannabis die Kulturdroge und in Asien sogar Opium. Unsere Kultur ist durchaus dazu in der Lage mit Drogen umzugehen und mit diesen zu leben. Es sind nur einzelne, die hier eine Ausnahme bilden und mit den Drogen nicht umgehen können. (Beim Alkohol und Opium sind es sehr viele Einzelne.) Wenn uns diese Drogen so viel bedeuten, warum sollten wir dann von Ihnen ablassen?

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Foto: Magnus Ebert/pixelio.de

Solls das wirklich sein?

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Körpereigene Drogen

Viele wissen es noch nicht und es muss in diesem Bereich noch viel geforscht werden. Es gibt aber ein körpereigenes Opioidsystem und ein eigenes Cannabinoidsystem. Unser Körper hat seine eigenen Drogenstoffe und schüttet diese in gewissen Situationen verstärkt aus, um somit gewisse Wirkungen zu erzielen. Durch sportliche Betätigung werden zum Beispiel Opioide ausgeschüttet. So wurden Ratten beobachtet, die das Laufrad benutzen und die, die es nicht benutzen. Beiden Gruppen von Ratten wurde nun ein starker Opioidblocker gegeben und die sportlichen Ratten erlitten Entzugserscheinungen, da sie von ihrem körpereigenen Opium süchtig waren. Es wird nicht umsonst gesagt, dass Sport süchtig machen kann und dass sportliche Betätigung dem Menschen gut tut. Sportler sind nach ihren körpereigenen Opioiden süchtig, die dem Körper nach der Anstrengung Entspannung bringen sollen. Diese ist wichtig, um neue Kraft zu schöpfen. Aber auch das körpereigene Cannabinoid hat wichtige Funktionen. Es hilft dem Menschen bei der wichtigen Entspannung nach den Anstrengungen des Alltags. Cannabinoide wirken vorbeugend gegen Entzündungen und Krebs. Natürliche Drogen steuern auch unser Lustempfinden. Somit gibt es die sogenannten Adrenalinjunks. Man kann von seinen eigenen Körperausschüttungen regelrecht süchtig werden.

Wenn das alles so ist, dann kann der Mensch sich also auch ohne das Nehmen von Drogen in einen Rauschzustand bringen und wäre nun nicht mehr nüchtern. Wer gerade viel Sport gemacht hat dürfte somit nicht mehr Auto fahren. Wäre es dann nicht zu verbieten sich sportlich zu betätigen, wenn dieses einen irgendwie berauschen kann? Schließlich geht es doch darum, immer und in jeder Situation absolut nüchtern zu bleiben, dieses ist doch das höchste Gut, das wir haben. Nur wenn wir nüchtern sind, sind wir auch klar bei Verstand, nur dann sind wir wirklich wir selber. Somit müsste also auch Hochleistungssport verboten werden und nicht nur Alkohol und Tabak.

Alle Drogen sollen schlecht sein?

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Eine Drogenabhängigkeit ist immer zu vermeiden

Wenn ich mich nun gegen die internationale Drogenpolitik ausspreche und sage, dass die absolute "Abstinenz" nicht erstrebenswert ist, dann meine ich damit aber auf gar keinen Fall, dass die Menschen von Drogen abhängig werden sollen. Ein abhängiger Mensch entscheidet nicht mehr selber, die Droge übernimmt das denken. Ein Abhängiger Mensch ist somit nicht mehr frei und auch die Mündigkeit ist eingeschränkt, da ein zwanghaftes, auf die Sucht aufbauendes, Verhalten einsetzen kann. Man beobachte z.B. einen Raucher, der keine Zigaretten mehr hat. Dieser Mensch wird nun geradezu zwanghaft versuchen diesen Zustand direkt zu ändern. Der Raucher wird alles Erdenkliche dafür machen, um wieder rauchen zu können, er würde dafür sogar kriminell werden und Geld für die Zigaretten stehlen. Ein normaler mündiger Mensch würde ganz bestimmt nicht so handeln. Dieses bedeutet, dass der Raucher über seine Sucht gesteuert wird. Somit ist eine wirkliche körperliche oder psychische Drogenabhängigkeit zu vermeiden. Die Drogen sollen aber deswegen nicht für alle anderen, die mit ihnen umgehen können, verboten werden. Warum sollten alle dafür leiden, dass es auch noch die Minderheit gibt? Sollte man nicht individuell auf die Minderheit zugehen, um zu helfen? Somit wird ein Drogenverbot von Cannabis unsinnig, da die meisten Menschen auch mit verbotenen Drogen wie Cannabis sehr gut umgehen können. Der mündige Mensch soll nach eigenem Ermessen Drogen benutzen dürfen, um sich in einem Wechsel von nüchtern und berauscht zu befinden. Diese mündigen Menschen sollten sich nicht jeden Tag berauschen müssen, sie sollten sich zumindest nicht jeden Tag stark berauschen müssen. Für einen mündigen Menschen ist es wichtig, dass es immer die Phasen gibt, in denen er nüchtern ist und völlig klar und logisch denken kann. Diese Gedanken sollten sich nun nicht darauf ausrichten, wie man am schnellsten wieder Suchtstoffe beschaffen kann. Wenn Menschen sich gelegentlich oder auch regelmäßig berauschen, dann gehört dieses zu ihrer Kultur, es gehört zu ihrem Lebenswandel, es gehört zu ihrer Freiheit und ist somit ein Menschenrecht. Wer einem nicht abhängigen Menschen die Drogen verbieten will, greift empfindlich in dessen Menschenrecht ein und macht sich somit strafbar, so sollte es zumindest sein.

Moderater Konsum ist doch vertretbar

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Drogen machen dich nicht zum besseren Menschen

Abschließend muss natürlich noch erklärt werden, dass Drogen mit diesem Artikel nicht verherrlicht werden sollen. Drogen machen einen nicht zum besseren Menschen, sie helfen einem nicht generell und sie sind auch nicht gesund. Drogen sind immer gefährlich, da sie missbraucht werden können. Menschen, die kontinuierlich Drogen nehmen, missbrauchen diese, um dem Alltag gänzlich zu entfliehen. Es ist aber wichtig, dass man einen Teil seiner Zeit nüchtern erlebt und nicht berauscht ist. Jeder, bei dem das nicht mehr der Fall ist, hat ein Suchtproblem. Es stellt sich natürlich die Frage, wie schlimm dieses Suchtproblem für die Außenstehenden ist. In vielen Fällen wollen diese Süchtigen nämlich keine Hilfe und dann muss auch nicht unbedingt geholfen werden. Wozu sollte eine teure Zwangstherapie finanziert werden, wenn der Süchtige als erstes wieder zu seiner Droge greift, da er diese konsumieren möchte? Diese vergeudete Mühe sollte man sich sparen, selbst wenn süchtige sich durch ihre Drogen wie Alkohol und Tabak selber töten. Es handelt sich immerhin um freie Menschen, die sich auch schaden dürfen. Das alles ist aber nicht erstrebenswert und sollte vermieden werden. Wer mit seinen Drogen umgehen kann, der nimmt sie auch über mehrere Tage nicht.

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