Babyschlaf sicher und gesund




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Babyschlaf sicher und gesund
© Susy - pixelio.de

Frischgebackene Eltern sorgen sich um das Wohl ihres Kindes. Das gilt auch für die Erholungs- und Schlafphasen des Neugeborenen. Schließlich sammeln nicht nur die Babys in diesen Phasen ihre Kräfte - auch für die Eltern sind diese Erholungspausen wahre Energiespender. Aber gesunder Babyschlaf ist keine Selbstverständlichkeit. Eltern sollten auf einige Punkte besonders achten, damit das Baby ruhig, sicher und gesund schlafen kann.

SIDS - Schutz vor dem plötzlichen Kindstod

Vor allem die Angst vor dem plötzlichen Kindstod (SIDS) treibt viele Eltern um. SIDS bezeichnet den unerwarteten Tod eines Säuglings, der zuvor völlig normal und gesund entwickelt war. Er tritt im ersten Lebensjahr auf, während das Baby schläft. Ganz scheint das Rätsel um den plötzlichen Tod noch nicht gelöst. Studien zeigen aber, dass durch einfache Präventionsmaßnahmen das Risiko extrem gemindert werden kann.

Schlafposition ist wichtig

Die wichtigste Maßnahme ist die Schlafposition des Kindes. Am sichersten schlafen Babys vom ersten Tag an in der Rückenlage. Das gilt bei kleinen Nickerchen am Tag genauso wie für lange Schlafphasen in der Nacht. Liegt das Baby auf dem Bauch, können Mund und Nase durch die Matratze verschlossen werden. Das Baby atmet dann die gerade ausgeatmete Luft wieder ein. Das führt zu Sauerstoffmangel und Atemstillstand.

Auch die Seitenlage kann deshalb gefährlich sein, denn schnell kann der Säugling einfach auf den Bauch rollen. Es stimmt übrigens nicht, dass Babys in der Rückenlage an Nahrung oder Erbrochenem ersticken können. Die richtige Schlafposition senkt das Risiko von SIDS schon um 50%.

Vor Überwärmung schützen

Weil Babys noch keine richtige Temperaturregulierung haben, fürchten Eltern immer, das Baby könnte frieren. Tatsächlich hat ein Baby viel mehr Probleme, wenn es zu warm ist. Überhitzung im Schlaf ist deshalb gefährlich. Nicht die Hände oder Füße des Babys verraten die Wohlfühltemperatur, sondern der Nacken.  Die Haut sollte warm sein, aber nicht schwitzen.

Da die Temperaturregulierung im Wesentlichen über Gesicht und Kopfhaut erfolgt, braucht das Baby kein Mützchen beim Schlafen. Frischluft tut dem Baby gut! Kurzes Lüften ist also erlaubt. 16-18 Grad sind im Schlafzimmer ideal, dann trocknen auch die Schleimhäute nicht aus.

In der Wohnung braucht auch ein Neugeborenes keine unnötige Kleidung. Zum Schlafen genügen Windel, Body und Kinder Pyjama. Ein Babyschlafsack schützt den Säugling vor Überhitzung und ist besser als eine Decke, denn wenn das Köpfchen unter die Decke gerät, droht Erstickungsgefahr. Auch Kuscheltiere, Nestchen und Kopfkissen haben im Babybett nichts zu suchen.

Auf die Schlafumgebung achten

Babys schlafen im ersten Jahr am besten im Zimmer der Eltern - aber im eigenen Bettchen. Die Kinder werden durch die Atemgeräusche der Eltern in der eigenen Atmung angeregt. Im Elternbett selber lauern aber Gefahrenquellen wie zu weiche Matratzen, Kissen und Decken - dem Kind kann schnell wieder zu warm werden. Lieber in das eigene Bett legen, da schläft es sich am besten. Die Matratze sollte nicht zu weich und atmungsaktiv sein.

Rauchen schadet - Stillen ist gesund!

Rauchen schadet dem Kind sowohl in der Schwangerschaft als auch danach. Nicht nur die Gefahr für SIDS steigt, auch andere Erkrankungen der Atemwege sind die Folge. Dem Kind und der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man darauf verzichten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Stillen viele positive Effekte für das Baby hat. Es beugt Allergien und Infektionen vor und stärkt Organismus und Immunsystem des Kindes. Nach einer leckeren Mahlzeit schläft es sich bekanntlich auch besonders gut.

Kleine Tipps und Tricks für guten Babyschlaf

Schlafen ist ein Dauerthema weltweit - Omas, Tanten, Mütter und Freundinnen tauschen sich über Tricks und Kniffe aus, die für guten Babyschlaf sorgen sollen. Welche man zur Anwendung bringen will, sollte man nach Situation und Gefühl entscheiden. Ob ruhig halten, wiegen, schaukeln oder herumtragen - das Kind wird sich bemerkbar machen, wenn es ihm gefällt. Nicht jeder Tipp eignet sich für jedes Kind und die Eltern wachsen in Ihre Aufgabe hinein und lernen schnell, wie ihr Kind am besten schläft. Nur keine Panik - bis zum Schuleintritt schaffen es alle Kinder, durchzuschlafen.

Beim Pucken wird das Kind von den Schenkeln bis zum Hals eng eingewickelt. Das Baby wird so in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und hektisches Armfuchteln wird vermieden. So schläft der Säugling wesentlich ruhiger. Der mütterliche Herzschlag ist das, was ein Baby im Bauch die ganze Zeit hört. Es schlägt auf einer Frequenz von 60 Hz. Dieser Takt beruhigt Ungeborene und frisch Geborene gleichermaßen. Ein Metronom neben dem Babybett hilft deshalb oft wahre Wunder. Aber auch Babphones mit Einschlaffunktion, die kleine Schlafmelodien abspielen, können beim Einschlafen helfen. Auch Meeresrauschen und andere beruhigende Klänge sind eine Möglichkeit. Was akustisch funktioniert, bewährt sich auch beim Geruchssinn: Liegt ein Schnuffeltuch mit im Bett, das nach Mama riecht, schläft das Baby oft besser.

Werden Babys nachts wach, ist ihnen manchmal langweilig und sie sind voller Energie. Gehen die Eltern mit Spielen darauf ein, wird die nächtliche Spielstunde schnell zur Gewohnheit. Deshalb auf Vollbeleuchtung und Spielrunden verzichten und bei dezenter Beleuchtung mit ruhiger Stimme signalisieren, dass jetzt wieder geschlafen wird.




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