Brautkleider für die Traum Hochzeit
Die Geschichte der Brautkleider

Bis in das 21. Jahrhundert hinein war es für normale Frauen nicht üblich, dass sie weiße Brautkleider trugen. Es war ein Privileg der Reichen, sich weiße Hochzeitskleider für nur einen Tag, den Hochzeitstag, zu zulegen. Diese Mode begann mit Maria de´Medici, die 1600 Heinrich IV heiratete. Sie war die erste Adelige Frau, die sich für helle Brautkleider zur Trauung entschied. Es handelte sich um etwas Neues, bis dahin wurden dunkle Hochzeitskleider getragen, es handelte sich nicht um spezielle "Brautkleider" sondern lediglich um gute Kleider. Diese Mode der hellen Brautkleider weitete sich aber aus, bis schließlich weiße Brautkleider für die Hochzeit gewählt wurden. Weiß steht für Unbeflecktheit und Unschuld, so soll die Frau dem Mann begegnen und in die Ehe gehen. Da sich einfache Frauen keine Hochzeitskleider leisten konnten, haben sie zur Hochzeit bis 1920 immer nur ihre besten Kleider getragen. Erst jetzt kommt der Brauch auf, dass zur Eheschließung spezielle Brautkleider getragen werden, nur für den Tag der Trauung. . Foto: Christoph Droste/pixelio.de
Der Gesellschaftszwang
Brautkleider, der Tag der Trauung
Heute gehört es zur Eheschließung, dass die Braut ein aufwändiges Brautkleid trägt, das nur für die Trauung getragen wird. Diese Hochzeitskleider haben oft eine lange Schleppe und können nicht gut für gewöhnliche Anlässe getragen werden, da diese lange Schleppe einfach schnell schmutzig wird. Wer es genau bedenkt, der muss feststellen, dass Brautkleider äußerst unpraktisch sind. Es geht hier aber nicht um ein Kleidungsstück, das aus Bequemlichkeit getragen wird, Brautkleider sollen einen Tag lang toll aussehen. Nach der Trauung werden die Brautkleider im Schrank verstaut und als Erinnerung verwahrt. Es gibt Frauen, die sich ihre Hochzeitskleider um fertigen lassen, um sie noch anziehen zu können. In den meisten Fällen raubt das Brautkleid dem getrauten Paar aber nur wertvollen Stauraum in der Wohnung. Wer praktisch denkt, der wird sich die Hochzeitskleider im Kostümverleih mieten oder die Brautkleider gebraucht kaufen, um diese Brautkleider online nach der Verwendung wieder zu veräußern. Wozu sollte das Brautkleid nach der Trauung 60 Jahre lang Stauraum beanspruchen? Warum soll das Brautpaar für Brautkleider mehrere hundert Euro ausgeben, für ein Kleidungsstück, das nur zur Trauung getragen wird?
Für den Mann
Finanzielle Verausgabung für die Trauung
Die Hochzeit soll das Ereignis im Leben des Brautpaars sein. Es werden Verwandte und Freunde geladen, die Trauung wird in der Kirche vollzogen und dann wird gefeiert. Die ganze Hochzeitsgesellschaft feiert in einer Gastwirtschaft und lässt es sich gut gehen. Vielen Brautpaaren geht es dabei nicht gut. Brautkleider und Smokings sind bereits teuer aber mit den Brautkleidern und Smokings fängt der Spaß erst an. Es muss ein nobler Wagen gemietet werden, für die Hochzeitsgesellschaft wird eine Gaststädte angemietet. Die ganze Hochzeitsgesellschaft muss versorgt werden. Die gesamte Trauung kostet samt Brautkleider einen vier bis fünfstelligen Betrag. Nach der Trauung muss man auch noch eine Hochzeitsreise antreten und diese kostet wieder einiges, es gehört sich halt so. Für ein junges Brautpaar sind die Brautkleider oft bereits sehr teuer aber wenn dann auch noch über 100 Gäste geladen werden sollen, dann reicht das Ersparte bei weitem nicht. Viele Brautpaare können sich die Trauung aus finanziellen Gründen nicht leisten oder müssen diese in einem ganz kleinen Kreis feiern.
Nicht vergessen
Sind Brautkleider nicht eine Verschwendung?
Brautkleider werden meistens nur einen Tag lang zur Trauung getragen und dann nie wieder. Sie kosten viel Geld, sie sind oft sehr unpraktisch und nach der Trauung rauben die Brautkleider nur Platz. Wer nun ökologisch denkt, der muss bemerken, dass es sich hierbei definitiv um die Verschwendung von Rohstoffen handelt. Es ist eine Sache, für die Brautgesellschaft die Wirtschaft zu zahlen, eine andere Sache ist es, wenn in Brautkleider investiert wird, die nie wieder getragen werden und nach der Trauung nur Ballast sind. Wer rein rational denkt, der wird die Brautkleider günstig leihen oder es nach der Trauung veräußern. Somit wird verhindert, dass allein für den Tag der Trauung ein aufwändiges Kleidungsstück erworben wird, das dann nie wieder einen Zweck hat. Auch das Brautkleid kann so recycelt werden. Wenn die Braut das Brautkleid nicht veräußern möchte, dann soll sie es direkt so schneidern lassen, dass sie es zu einem normalen Kleid ändern kann. Es kann auch die neue Mode aufgegriffen werden, dass in einem knappen weißen Kostüm geheiratet wird, dieses kann wenigstens auch nach der Trauung noch genutzt werden. Brautkleider für nur einen Tag zu nutzen ist ein dekadenter Luxus und sollte vermieden werden.
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