Computer vom iPad fernwarten




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Mein Testbericht zu: Teamviewer

Jeder im Internet hat nun mittlerweile das Programm Teamviewer. Selbst ich. Ich nutze es schon seid Langem, da es besonders dann brauchbar ist, wenn einer meiner Freunde in meiner Community Hilfe zu diversen Computerproblemen braucht. Nun habe ich mal spaßeshalber im iTunesstore von Apple nachgeschlagen, ob es das auch lustigerweise für das iPad gibt. Und tatsächlich, ich bin fündig geworden!

Über Teamviewer

Die App, welche es im iTunes Store von der Firma TeamViewer GmbH kostenlos zum Download gibt, ist für alle kostenlos, welche das Tool im privaten Bereich nutzen wollen.
Man findet einerseits eine App für, welche zur Fernsteuerung dient, allerdings auch eine welche für eine Meetingkonferenz ausgelegt ist.
Für die Jenigen, welche das Programm für berufliche Zwecke nutzen wollen, müssen aber dafür viel Geld zahlen. Nutzen diese dann die kostenlose Version für den beruflichen Bereich, begehen die User damit eine Straftat wegen Lizenzbruch.
Die App gibt es für iPhone und iPad, die pro Version, welche gerade für die berufliche Nutzung gedacht ist, kostet in die iPhone-Version 89,99€ und für das iPad in der HD-Version sogar 119,99€. Die hohen Preise kann ich allerdings auch wirklich nachvollziehen. Immerhin bekommt man hier (unabhängig von der Normalen oder der pro Version) eine Software, womit jeder in der Lage ist, einem anderen einen perfekten Computersupport zu leisten. Daher der hohe Preis, da man mit dieser Software seinen zahlenden Kunden einen idealen Kundensupport bieten kann, ohne dass man komplizierte Einstellungen an einem Computer vornehmen muss, um diesen einer Fernwartun zu unterziehen. Für solche Vorgänge wären ohne Teamviewer sehr komplizierte Einstellungen an einem Computer notwendig, welche bis tief in Netzwerkstruktur führen. Teamviewer verändert nichts an einem Computer aber funktioniert trotz alle dem, einwandfrei.
 
Die Oberfläche der iPad Version ist schon in der ersten Anwendung sehr einfach erklärt. Um auf dem Computer zugreifen zu können welcher gewartet werden muss. Benötigt man hierbei eine ID-Nummer so wie auch ein Passwort, welche von der Version auf dem zu wartenden Computer ausgegeben werden. Die ID-Nummer und das Kennwort werden automatisch generiert, und es wird hierbei keine Übermittlung von IP-Adresse oder gar Ports nötig sein.
Zudem ist ein Zugriff auf einem Computer also nicht möglich, sofern eine Person diese Daten (ID und Kennwort) nicht besitzt.
Die ID bleibt fest, sie verändert sich nicht, wie eine IP-Adresse. Das Kennwort aber verändert sich regelmäßig, um einen Schutz zu gewährleisten.
 
Also nun mal direkt gesagt, ich als Privatperson nutze natürlich die kostenlose Version.
Soll nun von dem iPad aus auf einem Computer zugegriffen werden, benötige ich wie bereits erwähnt die ID-Nummer des anderen Computers, beziehungsweise des Teamviewer welches dort installiert ist. Habe ich diese in die Maske von Teamviewer sowie auch das dazu benötigte Kennwort, habe ich nach einer kurzen Einweisung zur Bedienung sofort das ganze Computerbild auf dem Bildschirm des iPads. Nun kann ich total einfach den Computer auf diese Art fernwarten und als klick reicht ein Tipp mit dem Finger auf die jeweilige Stelle. Hier brauch ich also auch nicht mal zu versuchen, die Maus des jeweiligen Computers fernzusteuern. Habe ich gerade einen Windowsrechner in der Fernwartung, so dient es glatt aus, als würde ich Windows auf dem iPad installiert haben, was logischerweise nicht geht.
Während der Fernwartung wird in der Sitzung das Bild des Computers auf die Auflösung des iPads verkleinert, damit der jenige der das System wartet, auch alles sehen kann.
 
Hier habe ich nun aber ein Manko. Ich habe es an meinem Rechner (iMac 21 Zoll mit Mac OS X Mointain Lion) getestet und musste leider feststellen dass die Auflösung von Teamviewer nicht zurückgestellt wird. Das sollte wirklich verändert werden. Bevor aber nun die Ersten sagen, dass das am Mac System liegen würde ... muss ich sagen, dass es auch bei einem Windows System so ist. Da ich das bereits mit einem Freund getestet habe, welcher ein Windows 7 PC zuhause stehen hat (nun auch auf Windows 8 mit demselben Problem). Also muss man nach einer Sitzung die Auflösung des Rechners wieder zurückstellen.
Ich finde es nun nicht sonderlich tragisch, aber es ist so ein Punkt, welcher verbesserungswürdig ist.
Ist eine Sitzung fertig, kann man vom iPad auf einfach die Verbindung trennen, und die Sache ist erledigt.
 
Hier noch ein Hinweis für alle welche TeamViewer auf dem PC installieren wollen. Man kann das Programm so einrichten, dass es für die eigene Fernsteuerung vorgesehen ist. Ich gehe davon aus, dass hierbei dann nicht das Kennwort geändert wird, damit man jederzeit vom iPhone oder so von überall aus darauf zugreifen kann. Diese Funktion ist für normale Nutzer vollkommen das Falsche, da es hier dann so passieren kann, dass außenstehende unerlaubt auf dem Rechner zugreifen können.
Das soll nicht sein!

Stabilität

Die App ist superstabil! Ich hatte so schon einigen Freunden bei diversen Problemen geholfen, und hatte noch keine Abstürze der App erlitten.
Was aber zu entschuldigen ist, ist dass die Aktionen, welche man ausführt, unter Umständen etwas dauern können, da es hierbei vom Upload der Leitungen abhängt. Hat ein Rechner welcher gewartet wird nur eine DSL-Leitung mit 2000er Geschwindigkeit, ist der Upload dementsprechend lahm, und es kann zu Verzögerungen kommen.
Aber es bricht nichts ab. Und das ist wohl das Wichtigste.

Die Einbahnstrasse

Was ich sehr schade finde, das Programm ist eine Einbahnstraße. Man kann vom iPad zwar Verbindungen zu anderen Desktop Computern aufbauen, aber keine Verbindung zu einem iPad über einem Desktop Computer aufbauen. Es muss ja nicht gleich einer Wartung dienen, da es an einem iPad nie etwas zu warten gibt, aber vielleicht einfach nur um etwas von dem iPad aus zeigen zu können. Zum Beispiel zum Zweck einer Präsentation.

Aber vielleicht kommt das ja Mal noch irgendwann dazu.

Versionsvielfalt!

Teamviewer stellt eine unglaubliche Fülle von verschiedenen Versionen zur Verfügung. Neben dem eigentlichen Programm, welches es in iTunes zu haben bekommt, gibt es auf der Webseite viele weitere Dinge.

Teamviewer selbst gibt es für Windows, Mac, Linux und mobilen Geräten wie Android, iOS, WIndows 8/RT (für Windows Tabletts) und Samsung-Android.

Zudem bietet die TeamViewer GmbH noch Programme an, wie für für spontanen Support ohne Installation (Kundenmodul), für unbeaufsichtigte Computer (z.B. Server) oder für Präsentationen (Teilnehmer-Modul) an, diese sind aber für Desktopcomputer gedacht.

 

Für Unternehmen, welche das Tool nutzen, um ihren Kunden einen Support zu bieten und die Sitzungen zu protokollieren um den Support dann in Rechnung stellen zu können dient hierzu ein TeamViewer Manager zur Protokollierung und Abrechnung.

 

Klar, die hier genannten Programme haben im Grunde nichts mit der iPad-App zu tun, aber hiermit könnt auch Ihr, liebe Leser, Eure Produktivität unheimlich erweitern!

Mein Fazit

Die iPad-App ist trotz dies eine Einbahnstraße ist, eine extrem gute Lösung zur Fernwartung des Computers von Freunden oder Familienmitglieder oder derer, welche von unterwegs einfach nur ihren PC, Mac oder Linux Computer zuhause fernsteuern wollen, wobei ja viele heutzutage einen kleinen Homeserver für eigene private Zwecke betreiben.
Zudem es auch noch kostenlos ist, ist die App wirklich zu empfehlen! Daher bekommt diese App von mir ganze 5 Sterne!
 
Viel Spaß und ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr 2013!
Euer Silverbit! =)



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