Demonoid - Aktuelle Infos zum Tracker




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Demonoid ist eine Webseite und BitTorrent Tracker erstellt von einem anonymen Serbe nur bekannt bei dem Pseudonym "Deimos". Die Webseite Demonoid dient hauptsächlich dem Auflisten und Indizieren von Torrents, die von den eigenen Mitgliedern hochgeladen wurden. Als solche ist Demonoid die mittlerweile zweitgrößte und populärste Webseite für öffentliche Torrent Tracker. Mitte 2009 hatte die Seite weit über 250.000 Torrents gelistet.

  • Funktionsweise und Dienst von Demonoid

Als Hauptdienst verwendet Demonoid den RSS Feed Dienst für jede der Torrent Kategorien und ihre Subkategorien. Der Dienst kontrolliert/verfolgt und zeigt dabei die Downloads/Uploads Verhältnisse, die sogenannten Ratios - Verhältnis zwischen bereitstellen (sharing) und selber laden (leeching/taking), der Mitglieder und Nutzer an, was jedoch kaum eine größere Bedeutung spielt, ob man mehr anbietet oder mehr läd, Nutzer mit niedrigen Share-Raten erfuhren bisher noch kein Nachteil. In der Vergangenheit wurde Nutzer mit niedrigen Share-Raten gesperrt, jedoch wurde diese Regelung in den letzten Jahren zurückgezogen, da sich viele Bewertungen auf Demonoid als fehlerhaft, inbesondere bei Nutzern mit dynamischer IP-Adresse, erwiesen. Erlaubt sind bei Demonoid so gut, wie alle medialen Inhalte, ausgenommen solche mit extremen Gewaltdarstellungen oder pornografischen Inhalten.

  • Rücktritt des ehemaligen Administrators Deimos 2008

Im Apirl 2008 trat der ehemalige Administrator Deimos zurück. Als Gründe nannte er unter anderem "Real Life Issues", Probleme und Beschäftigungen im Leben jenseits von Demonoid, die ihn zeitlich zuviel einnahmen als dass er die Webseite weiter betreiben hätte können, und das Übergeben der Leitung an einen Nachfolger, einem persönlichen Freund von Deimos. Demonoid war infolgedessen 5-6 Tage außer Dienst. Danach wurde eine offizielle Erklärung abgegeben und man entschuldigte sich für die mehrfachen Server-Ausfälle.

  • Fehlfunktionen von Demonoid im Jahr 2009 / 2010

Durch fortwährende Hardware-Ausfälle im gesamten Jahr 2009 fiel die Webseite Demonoid mehrfach aus. Der Torrent Tracker von Demonoid fiel ebenfalls infolge von mehrfachen Stromunterbrechungen im September 2009 aus. Anfang November nahm der Tracker wieder seinen Dienst auf. Die Webseite konnte jedoch erst wieder Mitte Dezember 2009 online gehen. Als Folge wurde eine Erklärung auf der Startseite von Demonoid abgegeben, die besagte, dass man wahrscheinlich den kompletten Dienst offline nehmen müsste, um zukünftige Probleme solcher Art präventiv zu bekämpfen und vorzubeugen, was die lange offline Zeit der Webseite von Wiederaufnahme des BitTorrent Trackers im November und Wiederaufnahme des Dienstes von Demonoid erklärte.

Im April 2010 kamen weitere Probleme ans Licht. Der Dienst war entweder wieder komplett offline oder hatte mit extremen Geschwindigkeitsbelastungen zu kämpfen. Grund für diesen Ausfall war dieses Mal eine DoS-Attacke (Denial-Of-Service Attack), welche erst Mitte des Jahres vollständig überwunden worden war.

  • Rechtsfrage und Sperrung von Demonoid

Aufgrund von mehreren ungeklärten Rechtsfragen und Auflagen seitens des Inhalts und Vertriebs der Seite wurde diese inzwischen in den letzten Jahren in mehreren Staaten verboten / geblockt oder ist nur zeitweise erreichbar und unterliegt häufig einer Zensur. In Deutschland wurde unter anderem seit Januar 2010 (25.01.) von vielen Providern der Zugang zur Seite versperrt, Nutzer bekamen nur eine weiße, leere Seite zu sehen. Clevere nutzen einen Proxy, um die Sperre zu umgehen. Demonoid entfacht, neben anderen File-Sharing / Torrent Seiten immer wieder Debatten und Diskurse um Kopierschutz sowie Zensur seitens der Internet-Provider.

Ähnliche Vorfälle ereignetten sich so auch in Kanada. Hier gingen die Tracker im Herbst 2007 mehfach offline. Gerüchten zufolge bekam die Führung von Demonoid einen Gerichtsbeschluss, aufgrund von Rechtsstreitigkeiten um die Legalität von File-Sharing von Musik in Kanada, von der Canadian Recording Industry Association, woraufhin die Seite den Dienst für Kanada aufgab und blockiert wurde. Nutzer aus Kanada bekommen inzwischen nur noch eine spartanische Seite zugesicht auf der nur eine unzureichende Erklärung des Zustands zu sehen ist. In Japan, China und den Niederlanden ist die Seite schon seit langem nicht mehr (auf normalem Wege) zu erreichen.




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