Den Luchs im deutschsprachigen Raum ansiedeln




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Der Luchs war hier ausgestorben

Den Luchs im deutschsprachigen Raum ansiedeln
Wieder heimisch, der Luchs

Der Mensch sieht natürlich zuerst seine eigenen Interessen, Braunbären, Wölfe, der Luchs oder auch Füchse sind Konkurrenten, die auch das Nutzvieh schlagen. Somit müssen diese Tiere gejagt und ausgerottet werden, so die Devise um den Anfang des 19. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt waren Luchse im deutschsprachigen Raum bereits weitgehend ausgerottet, es kam nur noch selten zu Abschüssen, die letzten fanden um 1918 in Österreich statt. In Deutschland waren die Luchse bereits vor dem 19. Jahrhundert ausgerottet worden. Die Ausrottung der großen Jäger führte dazu, dass das Rotwild rapide zunehmen konnte. Dieses begann schon bald für junge Waldschonungen zu einer Plage zu werden. Junge Waldschonungen werden deswegen häufig durch Zäune gesichert, das Wild wird intensiver gejagt. Dieses ist aber nicht mehr der natürliche Zustand der Natur und mit der Zeit begannen die Menschen, ein Bewusstsein für die Natur zu finden. Somit wurden viele Gesetze im deutschsprachigen Raum beschlossen, die den Luchs unter Schutz stellen.

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Foto: Helga Schmadel/pixelio.de

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Was genau ist der Luchs?

Der "Luchs" ist eine an kalte Regionen perfekt angepasste Großkatze. Dieses Raubtier hat eines der dichtesten Felle. Die Pfoten und Läufe sind so beschaffen, dass Luchse noch bei bis zu 50 cm Schnee jagen können. Diese Raubkatze jagt wie unsere Hauskatze. Sie lauert der Beute auf, sie schleicht sich an, sie springt oder setzt zu einem kurzen Sprint an. In diesem Sprint beschleunigt der Luchs auf bis zu 70 km/h. Wenn die Beute aber entkommt, sieht der Luchs von einer Verfolgung ab und sucht sich ein neues Opfer. Diese Raubkatze hat ein sehr feines Gehör und kann ein Reh noch in 500 Metern Entfernung ausmachen. Die typischen Pinsel an den Ohren unterstützen dieses exzellente Gehör. Zudem sieht der Luchs hervorragend, auch bei Nacht. Aus diesem Grunde und weil er sehr scheu ist, wird in der Dämmerung und bei Nacht gejagt. Luchse jagen am liebsten Rehe, es werden aber auch Hasen, Wildschweine, Vögel und sogar Füchse erlegt. Die Nahrung von einem Luchs kann bis zu 10% aus Füchsen bestehen. Bei dem Luchs handelt es sich um die am nördlichsten lebende Raubkatze. Besonders in Russland und in Sibirien gibt es viele dieser Raubkatzen. In Europa gibt es nach Schätzungen nur 7.000 Luchse, auf der Welt gibt es noch bis zu 50.000 Exemplare. Somit ist diese Spezies nicht vom Aussterben bedroht, auch wenn sie in weiten Regionen ausgestorben ist oder es war.

Die Verwandschaft

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Den Luchs wieder ansiedeln

Ab 1950 scheint es Luchsen gelungen zu sein, sich wieder im deutschsprachigen Raum von alleine anzusiedeln. Dieses ist durchaus nachvollziehbar. Der Luchs kann Reviere von über 100 km² für sich beanspruchen. Wenn somit die Jungtiere ein Revier suchen, dann legen sie weite Strecken zurück und breiten sich gerne immer weiter aus. Dabei schafft es in der Regel nur jedes vierte Jungtier, ein eigenes Revier zu finden. Aber der Mensch hilft der Natur auch ein wenig auf die Sprünge. Somit wurde der Luchs in vielen Regionen im deutschsprachigen Raum wieder ausgewildert. Er kann in diesen Regionen gut überleben, ob es aber reicht, um neue Populationen zu gründen, wird sich noch zeigen.

Der Luchs hat gewisse Ansprüche an seinen Lebensraum, die Regionen, die der Mensch mit Monokulturen bewirtschaftet nutzt der Luchs nur als Randgebiete seines Reviers. Luchse bevorzugen Wald- und Geröllregionen. Sie leben noch in Höhen von bis zu 2500 Metern. Sie mögen eine unwirkliche Landschaft, die ihnen viel Deckung bietet. Luchse sind scheu und wollen dem Menschen nicht begegnen. Dennoch siedeln sich auch in Regionen, die für den Tourismus genutzt werden. Die Touristen werden die Luchse aber nur selten zu Gesicht bekommen.

Luchse beanspruchen ein sehr großes Revier. Sie setzen auf unvorsichtige Beutetiere. Wenn sie ein Gebiet intensiv bejagen, dann wird die Beute vorsichtiger. Somit jagt der Luchs immer an verschiedenen Stellen.

Der Luchs gehört zur Natur und hat ein Recht

Die Auswilderung von dem Luchs in dafür geeigneten Regionen stieß bei sehr vielen Menschen nicht auf Anklang. Der Luchs ist natürlich ein Raubtier und wenn er bedrängt wird, dann kann er auch für den Menschen gefährlich werden. Zudem kann der Luchs auch Farmtiere jagen, die sich in seinem Einzugsgebiet befinden. Es entsteht ein Konkurrenzdenken, der Mensch will sich in Sicherheit wiegen. Dennoch wurden die Luchse ausgewildert und sollen wieder im deutschsprachigen Raum heimisch werden. Die Luchse gehören zur Natur und haben ein Recht zum Leben. Sie sollen die Wildbestände wieder regulieren, sie jagen viele Füchse und auch das ist gut, da Füchse eine ausgedünnte Population haben sollen, um nicht krank zu werden. Der Luchs ist ein wichtiger Bestandteil der Natur, nur dann, wenn es in der Natur auch Räuber gibt, ist diese vollständig.

Einige Texte:
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Das Zwergkaninchen richtig halten
Leoparden, die viert größten Raubkatzen

Zur Unterhaltung:
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