Der Monat Nissan




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Der Monat Nissan gilt nach der Anweisung im 2. Buch Mose als erster der Monate. Dennoch beginnt die Zählung der Jahre des jüdischen Kalenders nicht mit diesem, sondern im siebten Monat mit Namen Tischri.
Der Monat Nissan trägt in der Bibel überwiegend seinen alten Namen Aviv, was übersetzt Frühlingsmonat bedeutet. Aber auch der heutige Begriff Nissan erinnert an den Frühling, denn er stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem babylonischen Wort für Knospe.

Pessach

Im Monat Aviv liegt das Pessachfest, welches uns den Auszug aus Mizraijim (Ägypten) nacherleben lässt. Wie alle traditionellen Pilgerfeste enthält auch dieses Fest eine landwirtschaftliche Komponente, es feierte zugleich den Beginn der Gerstenernte.

Da mit dem Pessachfest zwingend der Genuss von Mazzot verbunden ist und wir uns auf diese Speise freuen sollen, wurde der Genuss von Mazzen ab dem 1.Nissan verboten. Ansonsten können die zum Fest nicht verbrauchten Mazzot beliebig während des gesamten Jahres verzehrt werden. Das Pessachfest findet am 15. Nissan und somit am Vollmondtag des Monats statt. Wie alle jüdischen Feste, beginnt es am Abend bei Eintritt der Dunkelheit. Für diesen Abend ist die Teilnahme an einem Seder geboten, traditionell ist die Veranstaltung des Sederabends innerhalb der Familie und mit Gästen. Heute ist weitgehend der Besuch des Gemeindeseders üblich geworden. Zu Pessach werden keine gesäuerten Speisen gegessen, dabei handelt es sich um mehr als achtzehn Minuten verarbeitete Nahrungsmitteln aus den biblischen Getreidesorten; zudem wird einheitlich auf Hefe verzichtet, da diese den Teig explizit zum Aufgehen bringt und in den meisten Backstuben den traditionelleren Sauerteig ersetzt hat. Die biblischen Getreidesorten sind Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel; statt Dinkel übersetzen einige Buchweizen. Wer Buchweizen übersetzt, sieht Dinkel als eine Abart des Weizens an und verzichtet auch auf diesen. Wer Dinkel übersetzt, betrachtet zumeist Buchweizen als historisch als Abart des Weizens angesehen und lässt diesen weg; einige erklären jedoch, dass Buchweizen botanisch kein Getreide und deshalb auch zu Pessach erlaubt sei. Im modernen Hebräisch sind die Begriffe für Buchweizen und Dinkel nur durch das Genus des Wortes unterschieden. Üblich ist zudem der grundsätzliche Verzicht auf jedes Getreide, eine traditionelle Ausnahme bildet sephardisch und liberal der Reis. Hirse und Quinoa waren in vergangenen Jahrhunderten wenig bekannt, heute gibt es unterschiedliche Auffassungen über ihre Zulässigkeit.

Am zweiten Tag des Pessachfestes ändert sich ein Bestandteil des Achtzehnbittengebetes, der Amida. Viele Gebetbücher sehen im Wechsel des Betens um Regen zum Beten um Tau zugleich den Unterschied zwischen dem Winter- und dem Sommerhalbjahr, so dass der zweite Pessachtag als liturgischer Frühliungsbeginn bezeichnet werden kann.

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