Die Bedeutung des Wortes "liiert"




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Der Begriff liiert ist jedem bekannt, doch ist nur die wenigsten wissen, woher dieser Begriff eigentlich stammt und was er wirklich bedeutet. Dabei ist die Frage nach dem "Woher" leicht zu klären, nur verschwimmen die Grenzen der Bezeichnung bei der Anwendung, denn da sind sich Experten nicht einmal sicher. Deshalb werden wir in diesem Artikel die Bedeutung und Verwendung des Wortes, zum Beispiel mit Hilfe der historischen Entwicklung erläutern und uns näher mit dieser Thematik beschäftigen.

Woher kommt das Wort?

Das Wörtchen liiert bedeutet übersetzt "verbinden" oder "sich einlassen" auf etwas. Damit ist aber nur eine Person möglich. Abgeleitet wurde liiert von der französischen "Liaison" und wird etwas schwammig mit "Liebesbeziehung" übersetzt. Dabei wird aber nicht genau definiert, welche Form der Liebesbeziehung gemeint ist. Selbst die Übersetzung ins Englische hilft bei dieser Definition nicht weiter, da der Begriff "affair" auf jede mögliche Liebesbeziehung angewandt wird.

Eine "Affäre" kann dabei eine kurzweilige Affäre oder eine langjährige Beziehung sein. Dabei ist nur sicher, dass die "Liaison" nur einen bestimmten Zeitabschnitt beschreibt, der mit diesem Partner gegangen wird. Der Begriff grenzt sich nicht von der typischen Partnerschaft ab, denn bei einer "Liaison" kann Liebe oder der erotische Kontakt im Vordergrund stehen. Eine kurzweilige "Liaison" wird meistens als Techtelmechtel oder Liebschaft bezeichnet. Somit sind die Partner auch bei einer sexuellen Affäre liiert. 

Die Verwendung des Worts liiert

Wie oben beschrieben, wird liiert für jede Form von Beziehung genutzt. Sobald zwei oder mehr Menschen eine Verbindung auf gegenseitigem Interesse, egal ob aus Liebe oder Erotik, eingehen, sind sie liiert. Dazu zählen Paare, Ehepaare, Affären, Liebschaften und polyamore Beziehungen. Polyamory bezeichnet Paare, die untereinander mehr als einen Partner haben und das auch so gewollt ist. Eifersucht spielt bei solchen Paaren keine Rolle.

Das Liieren passiert auch auf rechtlicher Ebene durch eine Heirat oder eingetragene Partnerschaft. Eine interessante Form der Beziehung stellt dabei die Muse dar, die zur heutigen Zeit meist eine Beziehung mit dem Künstler eingeht. Diese Form zählt auch zum liiert sein.

Entstehung der Liebesbeziehungen

Liebe gab es schon immer, nur wurde der Begriff einer Beziehung nur für die Liebe nie in Betracht gezogen. Die Liaison als eigenständiger Begriff tauchte spät in der Geschichte auf und wurde damals nur als sexuelle Verbindung abseits des Ehelebens bezeichnet. In der Romantik um 1800 wurde der Begriff der Heirat aus Liebe immer wichtiger für die Menschen. Davor waren Ehen nur zum Zweck bestimmt und Liebesheiraten wurden von den Eltern und der Gesellschaft nicht akzeptiert, auch wenn das Verlangen nach Liebe in den Urtrieben des Menschen steckt.

Das höfische Leben hat dies jedoch unterbunden. Bestes Beispiel war Marie Antoinette, die schon in jungen Jahren mit Ludwig XVI. verheiratet wurde. Aufgrund der Impotenz ihres Gatten suchte sie sich andere Möglichkeiten ein Gefühl der Liebe zu entdecken. Die Zeit für richtige Liebe im Herzen war aber nicht gegeben und wäre auch nicht toleriert worden.

Durch die Romantik jedoch verbreitet sich die romantische Idee nach einer "Ehe, die im Himmel geschlossen wird". Danach entwickelte sich immer mehr der Gedanke zur typischen Kleinfamilie, bei der die Eltern aus Liebe geheiratet haben. Seit den 60er Jahren gibt es aber immer mehr Formen von Beziehungen und das liiert wird heute genutzt, doch ist der Ursprung und die Bedeutung meist vergessen worden.