Die Erfindung der Fotografie




Platz #28 in Kunst, Kultur & Foto, #1872 insgesamt
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Die Erfindung der Fotografie
Kodak erfand die erste Kamera mit Rollenfilm

Fokus, klick und fertig – so einfach funktioniert ein Foto heutzutage. Allerdings war es ein langer Weg, der von dem etwas holprigen Anfängen der Fotografie bis zum heutigen Fotoapparat geführt hat. Die Fotobuchhelden haben dafür einen kurzen Überblick erstellt.

Zuerst geknipst

Der Vorreiter eines Fotos war die sogenannte Camera Obscura. Dabei handelt es sich um einen altertümlichen Projektor, der ein gut ausgeleuchtetes Objekt auf eine helle Oberfläche abbilden konnte.

Eigentlich war die Camera Obscura ein Hilfsmittel zum Anschauen oder Abzeichnen der dargestellten Objekte. Allerdings kam der Franzose Joseph Nicephore Niepce auf die Idee, die Projektionsfläche gegen eine lichtempfindliche Scheibe auszutauschen. Auf diese Weise gelang es ihm zum ersten Mal, ein Foto zu erzeugen. Allerdings verblasste es aufgrund der geringen Lichteinstrahlung schnell wieder.

Weit mehr Erfolg hatte er dagegen, als Niepce 1826 den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers mit der Camera Obscura abfotografierte. Allerdings dauerte es zwischen 6 und 8 Stunden für die passende Belichtung, damit das Bild dauerhaft blieb.

Verbesserte Verfahren

Zusammen mit seinem Kollegen, dem Maler Louis Jaques Mandé Daguerre entwickelte Niepce ein Verfahren, bei dem die abzulichtenden Objekte auf eine Jodsilber-Platte projiziert wurde, welche anschließend mit Quecksilber-Dampf behandelt wurde.

Dadurch verkürzte sich die Belichtungszeit der Bilder auf 5 bis 15 Minuten. Dennoch war das Verfahren unpraktisch, weil die Objekte in der Zeit stillstehen mussten und die Bilder lediglich auf Platten abgebildet werden konnten. Das änderte sich erst 1889, als der Amerikaner George Eastman die sogenannte Kodak 1 entwickelte.

Diese Kamera arbeitete statt mit einzelnen Platten mit einem sogenannten Rollfilm, bei sich eine chemisch behandelte Fotorolle abfotografieren und dann bequem um ein Bild weiterdrehen ließ. War die Rolle voll, konnte man die gesamte Kamera an Kodak schicken und erhielt in wenigen Wochen dann die fertigen Bilder und die Kamera mit einem neuen Film zurück.

Der Weg zur Farbe

Bis 1936 konnten Fotos lediglich in Schwarz-Weiß geschossen werden. Das war allerdings während des Zweiten Weltkrieges nicht mehr genug, da die Alliierten Luftaufnahmen benutzen wollten, um deutsche Stellungen und Truppenverläufe besser erkennen zu können. Darum wurde die Firma Agfa damit beauftragt, das bisherige Foto-Verfahren zu verbessern.

Das Unternehmen aus Belgien entwickelte daraufhin die erste Fotorolle mit mehreren, farbigen Schichten, welche beim Betätigen des Auslösers binner weniger Sekunden unterschiedlich stark belichtet wurden und sich im positiv dann auch entsprechend farbig darstellten. Ab diesem Zeitpunkt war der Farbfilm auf dem Vormarsch und wurde zum etablierten Medium für Fotos, bevor im 20. Jahrhundert die Digital-Fotografie entstand.

 

Bildquelle: © sprisi - pixelio.de




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