Die Evolution der Strumpfhose




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Die Evolution der Strumpfhose

Fast jede Frau trägt sie oder hat sie mal getragen - die Strumpfhose. In vielen verschiedenen Farben, Mustern und Materialien werden heutzutage Strumpfhosen massenhaft produziert. Es zählt schon zu Selbstverständlichkeit, als Frau mindestens eine Strumpfhose im Kleiderschrank zu haben. Aber nicht immer galt die Strumpfhose als Massenprodukt. Hunderter Jahre zuvor galt de Strumpfhose als Luxusgut, welche nicht mal von der Frau, sondern vom Mann getragen wurden. Die Strumpfhose geht also einen sehr langen Weg zurück. Woher die Strumpfhose kommt, warum gerade Männer Strumpfhosen trugen und wie sich die Strumpfhose zum Massenprodukt wandelte, das betrachten wir uns genauer an.

Strumpfhosen waren nicht nur für Frauen gedacht

Die Neuzeit – Sie ist die Zeit der neuen Seewege, des Wirtschaftsbooms durch den Kolonialismus und der Reformation der katholischen Kirche. Aber die Neuzeit bringt auch die erste Strumpfhose mit sich. Jedoch wurden die sogenannten „Beinlinge“ nicht von Frauen getragen, wie vermutet. Es waren adelige Männer, die sich diese Art von Beinbekleidung anzogen. Dadurch regelte sich auch die damalige Rangordnung in der Gesellschaft. Denn es waren Männer aus adeligem Haus, die Beinlinge trugen. Unter den Beinlingen kann man sich Folgendes vorstellen: Sie waren aus einem festen Stoff gewebt und kommen der heutigen Leggings sehr nahe. Jedoch war es eine zweiteilige Beinbekleidung mit Schnüren, die am Gürtel zusammengeknotet wurde. Somit waren nur die Beine verdeckt und die Unterwäsche des Mannes frei. Von Zeit zu Zeit änderte sich diese Art der Beinbekleidung, bis sie nur noch als Unterkleidung des hauptsächlichen Gewands getragen wurden. Nach dem 16. Jahrhundert geriet die Strumpfhose in Vergessenheit.
 

  • Schon gewusst? Beinlinge werden sogar heute noch im Radsport oder als Arbeitsschutz getragen.
     

Massenanfertigungen - Ab den 60er ging es so richtig los

Die 60er sind zurück und mit den wilden Zeiten auch die Strumpfhose. Die Vermutung liegt nah das Frankreich das Land der Strumpfhosen ist, jedoch war es die USA, in der die ersten Nylonstrumpfhosen auf den Markt bringen. Näher betrachtet war es der amerikanische Chemiker Wallaca Hume Carothers, der die erste Nylonfaser entwickelt und dadurch die erste Nylonstrumpfhose herstellt. Aber auch Perlon, oder wie in der DDR verwendet, das Dederon zählen zu den Materialien aus denen Strumpfhosen hergestellt werden. Dennoch war es Frankreich, die die Nylonstrumpfhose revolutionierte. Mit der Verbesserung der Textilmaschinen wurden Nylonstrumpfhosen zum Massenprodukt und am liebsten von Frauen getragen. Denn durch die damalige Mode der Miniröcke und Hotpants wurden die Strümpfe beliebter denn je. Jedoch galten auch in den 60er die Nylonstrümpfe als Luxusprodukt, was sich bis heute geändert hat. Aber auch in den 60er bis 70er begeistern sich immer mehr Männer für die Strickstrumpfhose mit und ohne Eingriff. Ende der 80er rückt die Leggings immer näher schubst die Strumpfhose vom Podest hinunter. Denn durch die Modeikone Madonna und den Pop-Sänger Prince werden Leggings immer mehr beliebter als Strumpfhosen. Zehn Jahre später werden Strumpfhosen in farbenfrohen Farben und Muster angeboten, die wieder an Popularität gewinnen. Bis heute ist die Anzahl der Strumpfhosen Modelle unbegrenzt und sie wächst stetig.

Mehr zu den Strumpfhosenmodellen findet ihr auf dieser Seite.
 

Nylonstrumpfhosen sind nicht nur zur Bekleidung gut

Nylon ist ein sehr vielseitiger Stoff, weswegen auch kaputte oder alte Strumpfhosen super verwertet werden können. Und dabei kann Folgendes entstehen:

  • Siebdruck mit Nylon – dadurch, dass Nylonstrümpfe eine porige, aber sehr feine Oberfläche haben, lässt sich Farbe super durchdrücken. Am besten ein Motiv auf das Nylon stechen, dann auf einem Rahmen spannen, das Shirt oder Handtuch, je nach dem was bedruckt werden, darunterlegen und die Farbe durchdrücken – fertig ist der eigene Siebdruck! 
  • Moderne Haarbänder – mit bunten Nylonstrümpfen lassen sich in Hand um Drehen moderne Haarbänder zaubern. Das benötigt jedoch viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Denn das Haarband lässt sich nicht sofort zu einem perfekten Meisterwerk zaubern, aber dennoch ist es machbar.
  • Dekorblumen aus Nylon - fast jeder hat Kunstblumen im Haus und fragt sich sicherlich, wie die Meisten entstehen. Ganz einfach: aus Kunststoff oder wie in diesem Fall aus Nylon. Dabei schneidest du mittelgroße Kreise aus der Strumpfhose und haltest die Ränder der kreise über eine Kerze. Vorsichtig: Bitte nur unter strenger Aufsicht und Sorgfalt, denn wenn Nylon schmilzt, verhält es sich genau wie Kunststoff – es verklebt sich an die Haut und führt zu Verbrennungen. Also nur mit Vorsicht an die Sache rangehen. Danach müssen die Kreise nur noch zu einer Blume zusammengenährt werden und machen sich anschließend hervorragend als Dekorationsartikel.

Nylon dient also nicht nur gut als Strumpfhose, sondern ist vielfältiger denn je.