Die Sinusvenenthrombose, mein Leben und Ich




Platz #2 in Über Mich, #353 insgesamt
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Manchmal beginnt es schleichend, manchmal überrascht sie einen über Nacht, wie bei mir...

Die Sinusvenenthrombose, mein Leben und Ich
Die Nacht der Veränderung

Kurze Einleitung zum besseren Verständnis, was sich genau hinter dieser Definition verbirgt : Eine Sinusvenenthrombose, kurz SVT, ist eine Thrombose im Kopf. In der Regel baut sich so eine Erkrankung innerhalb eines längeren Zeitraumes auf. Bei mir kam sie über Nacht.

Aufgrund meiner Grunderkrankung bekam ich über mehrere Tage eine hoch dosierte Kortisontherapie im Krankenhaus. Normalerweise werde ich zeitgleich, prophylaktisch mit Heparin behandelt, damit das Blut trotz Kortisoneinfluss besser fließt.Diesmal nicht.

Nach ein paar Tagen war ich wieder zu Hause. Alles schien normal. Der Kopf drückte leicht, kann schon mal sein nach dem Kortison. Eine Kopfschmerztablette versprach Besserung. Abends saß ich entspannt am Fenster und genoss einen Baileys on the Rocks. Irgendwann so gegen 22:30 Uhr ging ich schlafen. Entspannt und zufrieden fand ich schnell den Weg in das Land der Träume. Nichts konnte mich aus der Ruhe bringen...
Oder doch???? Was war das....

Plötzlich wurde ich wach. Von Schmerzen durchströmt wusste ich nicht mehr wo vorne und hinten war, mein Kopf war nur noch ein ganzer, dumpfer, pulsierender Schmerz. Ich musste raus aus dem Bett. Ein kurzer Blick auf die Uhr verrät mir: 3:30 Uhr. Im Laufen wurde es nur noch schlimmer, was war das? Gekrümmt lief ich ins Wohnzimmer, ließ mich auf die Couch fallen. Sitzen? Undenkbar, vielleicht liegen? Und schon kam die Übelkeit. Auf dem schnellsten Wege ins Badezimmer und mich übergeben. Irgendetwas stimmte nicht!

Ich merkte, dass ich handeln musste. Ohne drüber nachzudenken, nahm ich meine Tasche öffnete die Wohnungstür und schleppte mich direkt zur gegenüberliegenden Tür. Die Tür meiner Nachbarin. Ich klopfte, nachts um halb vier, ich klingelte. Sie öffnete und ich ging an ihr vorbei mit den Worten : Du musst einen Krankenwagen rufen, oder mich ins Krankenhaus fahren. Sie zögerte nicht lange, schon nach kurzer Zeit saß ich auf dem Beifahrersitz ihres Autos und war auf den Weg ins Krankenhaus.

In der Notfallaufnahme wurde ich von einer Ärztin etwas untersucht. So richtig ernst genommen fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich bekam ein Bett, 2 Zimmernachbarn und um ca halb 6 lag ich im Krankenhaus in '' meinem '' Zimmer. Ich wendete mich von rechts nach links, übergab mich und wendete mich weiter vor Schmerzen. Um ca. 7 Uhr kamen die gut gelaunten Schwestern und die ganze Prozedur von Blutdruckmessen, über Fieber und Puls nahm seinen Lauf. Schnell stellte ich fest, dass eine meiner Bettnachbarinnen sehr kommunikativ war. Ich wollte von all dem nichts wissen, bat die Schwestern bitte nachzuhaken, dass etwas unternommen werden musste. Es wurde was unternommen.Es folgten zahlreiche Untersuchungen, die ich unter Schmerzen und Tränen absolvierte. Immer noch ohne jeglichen Befund kam ich ins MRT.

Danach ging alles ganz schnell. Sie dürfen sich nicht mehr bewegen, nicht mehr laufen, strengste Bettruhe.Was war los? Immer noch von stärksten Schmerzen geplagt, wurde ich auf eine Zwischenintensivstation verlegt. Im Handumdrehen war ich verkabelt mit Maschinen, die ich vorher nur im TV gesehen hatte. Alles wurde überwacht. Habe ich mich nur etwas zu viel bewegt, sprang ein Wert in die Höhe und die Schwestern stürzten herein. Was war denn überhaupt los? Die Ärzte brachten Klarheit und die Diagnose: Sie haben eine Sinusvenenthrombose! Eine was? '' Eine Thrombose im Kopf. Das Blut fließt nicht mehr ab auf ihrer linken Gehirnhälfte. Die Venen sind zu. Durch den Hirndruck haben sie diese Schmerzen ''. Eine Thrombose....schoss es mir durch den Kopf...eine Thrombose im Kopf...

Ich wurde heparinisiert. Ein Apparat, der mir ständig intravenös Heparin abgab, wurde angeschlossen. Gefühlte jede Stunde ( es waren glaub ich nur alle 3-4 Stunden) wurde mir Blut abgenommen und der Quickwert ( der Wert der vorgibt, wie dick oder dünn dein Blut ist ) wurde bestimmt. Nach 2 Tagen schienen die Ärzte zufrieden und verlegten mich auf eine normale Station. Der Heparin-Apparat wurde mein treuer Begleiter. Ich durfte, nein ich musste mit ihm schlafen, gehen, sitzen , eigentlich alles. Die Schmerzen waren mittlerweile erträglich. Hin und wieder bekam ich einen Novalgintropf. Nach 14 Tagen bekam ich einen neuen Freund.

Heparin Ade, Marcumar willkommen. Marcumar...Ich ? Das bekommen doch nur ältere Menschen... ''Ja richtig und junge Kranke mit dieser Diagnosstellung ''. Die Einstellung gestaltete sich schwierig. Mal war mein Blut zu dünn, mal zu dick. Nach ca. einer Woche war es in Ordnung und ich durfte nach Hause. Während meines Krankenhausaufenthaltes wurden diverse Tests gemacht, um herauszufinden, wie dieser thrombotische Verschluss entstanden ist. Genetisch vorbelastet war ich wohl nicht. Schon mal etwas. Was war es dann? Die Pille? Ja , die hatte ich bis zu dem Zeitpunkt genommen. Wahrscheinlich auch nicht, diese verursacht eher Beinthrombosen. Trotzdem schon mal keine Hormone mehr. Das stand fest. Es war die hoch dosierte Kortisontherapie. Eine seltene, aber doch vorkommende Nebenwirkung.

Zu Hause angekommen stand eine 6-monatige Marcumartherapie vor meiner Tür. Wöchentlich mehrfach zum Arzt , Blutkontrolle, Einstellung. All das bestimmte jetzt mein Leben. Verschiedene Lebensmittel ( Vitamin K ) beeinflussten das Marcumar. Nach einer Zeit kam ich auch damit zurecht. Kopfschmerzen hatte ich immer noch, aber in Grenzen. Vor allem unter Lärm- und Stresseinwirkung machten sie sich bemerkbar. Meine Venen waren mittlerweile vernarbt, aber man kann sich gar nicht vorstellen, aus welchen die Ärzte überall Blut herbekommen.

Und jetzt geht mein Leben weiter, genau wie vor dieser Diagnose? Definitiv nein, schnell merkte ich: Nichts ist mehr, wie es vorher war! Wie war noch mal die Pin? Wie war das Passwort? Solche und andere Fragen beschäftigten mich Tag für Tag aufs Neue. Das einige Hirnareale eine Zeit lang nicht ausreichend oder gar nicht durchblutet wurden, machte sich selbstverständlich bemerkbar. Es sollte noch ein ganzes Jahr dauern, bis sich dieses wieder regeneriert. Davon ahnte ich in diesem Moment noch nichts.

Nach 6 Monaten wurde ein Verlaufs MRT angeordnet. Mit gemischten Gefühlen ging ich zu diesem Termin. Was wird man sehen bzw. nicht sehen? Sie hatte sich aufgelöst. Meine Thrombose galt der Vergangenheit an. Ich war wieder gesund? War ich das wirklich? Die Angst bleibt. Man muss lernen mit ihr zu leben. Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen und jede Nacht werde ich daran erinnert.


 

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