Die Weiterbildung zum Schweißer




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Die Weiterbildung zum Schweißer

Ohne sie würden Treppengeländer nicht halten, Flugzeuge Katastrophen erwarten und Autos auseinanderfallen – Die Rede ist vom Fachmann, der Schweißer oder auch die Schweißerin. Unterschiedliche Metalle miteinander verbinden und das in unterschiedlichen Schweißverfahren: Das kann nicht jeder. Denn es benötigt eine gewisse Art von Ausbildung, dass man ein gutes Materialwissen beherrscht und somit auch weiß, dass verschiedene Stähle auch verschieden geschweißt werden. Darüber hinaus ist bei bestimmten Schweißtechniken eine gewisse Handfertigkeit gefragt. Aber was man noch über den Beruf und die Tätigkeit wissen muss, das erfahren Sie im folgenden Artikel.

Beruf Allgemein

Wie schon erwähnt ist ein Schweißer oder auch eine Schweißerin eine fachkundige Person in Sache Metall und Metallverarbeitung. Sie montieren Anlagen- und Konstruktionsbauteile zusammen und wissen auch mit welchem Schweißverfahren diese Konstrukte am besten halten oder ausgebessert werden. Dementsprechend wird eine gute Materialkenntnis benötigt. Im Allgemeinen ist der Beruf als Schweißer kein Lehrberuf, sondern lediglich ein Lehrgang mit international anerkanntem Diplom. Aber nichts desto trotz sind Schweißer wichtige Fachkräfte, die häufig in der Industrie, im Automobilbau und im Flugzeugbau tätig sind.

  • Geprüfte Schweißer erkennen nämlich, ob Risse in Bauteilen vorhanden sind. Dabei werden die Risse in Spannungsrisse, Ermüdungsrisse und Materialfehler unterschieden. Vor allem Materialfehler müssen erkannt werden, da sie eine häufige Ursache für Flugkatastrophen sind, auch wenn Wartungen durchgeführt wurden. Dafür werden aber weitere Lehrgänge benötigt bis man in diesen Bereichen tätig ist.

Bevor ein Schweißer bei solch wichtigen Wartungen dabei sein kann, benötigt er zunächst eine Erstausbildung als Anlagemechaniker oder Konstruktionsmechaniker mit dem Schwerpunkt der Schweißtechnik.

Hinweis: Als Schweißer ist man unter starken Umständen, wie Hitze und Lärm belastet, sodass eine spezielle Kleidung pflicht ist.

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Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Beruf als Anlagemechaniker und somit später als Schweiße sind zu Beginn nicht hoch. Wer eine Ausbildung bzw. einen Lehrgang in der Schweißtechnik absolvieren möchte, der benötigt lediglich für die Ausbildungsschule einen Hauptschulabschluss. Es ist natürlich auch von Vorteil, wenn ein allgemeines Interesse an handwerklichen Tätigkeiten, organisiertes Vorgehen, und ein gutes mathematische und logischen Denken vorhanden sind. Da ein Schweißer unter starken Einflüssen, wie Lärm, Gerüchen und hohen Temperaturen steht - auch wenn er spezielle Schutzkleidung und Lärmschutzhörer für die Arbeit trägt - wird dieser physisch täglich physisch stark belastet. Dementsprechend ist eine hohe körperliche Belastbarkeit ein wichtiger Punkt für diesen Beruf. Denn als Schweißer zählen Mehrstunden, Flexibilität und allgemeines Interesse einfach dazu.
 

Die Ausbildung

Seit 1996 ist der Beruf als Schweißer kein Lehrberuf mehr, sondern lediglich ein Lehrgang. Dabei ist auch zu erwähnen, dass nicht alle Betriebe einen Lehrgang für eine Schweißer Ausbildung anbieten. Es ist von Betrieb zu Betrieb anders regelt. So bevorzugen die einen Arbeitsgeber, dass ihre Arbeiter eine Schweißer Prüfung machen, andere empfinden dies als eigene (private) Weiterbildung. Dementsprechend werden nicht alle Lehrgänge von den Betrieben finanziert und auch eine Vergütung gibt es bei den Lehrgängen nicht. Es können also Kosten für Schulmaterial und eventuell für die Unterkunft fallen, die aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen

Die Dauer der Ausbildung ist recht unterschiedlich und hängt von der Art der Schweißtechnik ab. Während man beim Lehrgang zum Rohrschweißer zirka 12 Wochen benötigt, benötigt man zum Fallnahtschweißer zirka 20 Wochen. Nach der bestanden Prüfung erhält der Absolvent ein Diplom bzw. ein Zertifikat dafür, dass er sich als Schweißer hat ausbilden lassen. Und das kommt auch in vielen anderen Betrieben gut an, denn es gibt immer weniger Interessenten, die eine freiwillige Ausbildung zum Schweißer machen wollen.
 

Was danach passiert

Nachdem man die Prüfung als Schweißer bestanden hat, stehen im eigenen Betrieb weitere Türen offen. Während man als Anlagemechaniker einzelne Bauteile erstellt und zusammenbaut, gelangt man mit der Schweißer Prüfungen zu größeren Aufgaben, wie Rohrstähle zu bearbeiten, korrigieren und auf Materialfehler zu prüfen. Mit diesem handwerklichen Geschick, mit dem Schweißbrenner und anderen Werkzeugen zu arbeiten, besteht für den Fachmann die Möglichkeit seinen Schweißwerkfachmeister, anschließend seinen Schweißfachmann und letztendlich seinen Schweißgüterprüfer zu machen. Nach der letzten Prüfung zählen Arbeiten in der Überwachung und eventuell auch Meisteraufgaben zum Arbeitsalltag dazu.




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