Eine Leidenschaft - Scootertuning




Platz #330 in Auto, Motorrad & Energie, #10961 insgesamt
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Im Folgenden wird ein kurzer Überblick darüber gegeben, was Tuning überhaupt bedeutet, welche Möglichkeiten sich für Scooter anbieten und auch, welche rechtlichen Probleme durch die Veränderung und Leistungsverbesserung eventuell entstehen können.


Tuning im Allgemeinen ist das individuelle Verändern eines Fahrzeugs. Dieses Verändern dient dazu, die Leistung und / oder die Fahreigenschaften zu verbessern sowie das Design zu optimieren oder zu individualisieren.


Welche Möglichkeiten des Scootertuning gibt es?


Als erstes denken die meisten dabei wohl an das Entdrosseln des Scooters. Je nach Modell und Baujahr gibt es verschiedene Arten, die Einschränkung der Höchstgeschwindigkeit aufzuheben. Dies lässt sich beispielsweise durch Austausch der Zündung, Ausbau des Distanzringes, Vergrößerung des Krümmerquerschnitts bei Auspuffen, Auffräsen oder Ersetzen des Ansaugstutzens, Austausch des Luftfilters oder Einsetzen eines größeren Vergasers erreichen.


Andere Möglichkeiten, die Leistung des Scooters zu steigern, sind einmal der Einbau eines Zylinders mit mehr Hubraum. Hier müssen aber einige andere Teile wie Kurbelwelle, Vergaser und die Variomatikgewichte ebenfalls umgebaut werden, um ein perfektes Zusammenspiel aller Fahrzeugteile bei diesen höheren Geschwindigkeiten zu garantieren. Ebenso lassen sich noch weitere Variatoren für eine bessere Beschleunigung und höhere Endgeschwindigkeit einsetzen, die das Schaltverhalten beeinflussen.


Wie bei Autos auch ist der Einbau eines Sportauspuffes etwas, was sowohl optisch als auch akustisch für viel Aufsehen sorgt. Diesen gibt es auch für Scooter von verschiedenen Herstellern wie zum Beispiel von Doppler, Kundo, Malossi oder TNT.

Nicht nur technisch, sondern auch optisch lässt sich beim Scootertuning viel machen, wie etwa Umbauten am Auspuff und Veränderungen am Rahmen. Auch Effektlacke, andere Felgen, Unterbodenbeleuchtung, Aufkleber, der sog. „Böse Blick“, Fräsungen, Spachtelarbeiten, Sporthecks, andere Bremsscheiben, Blinkergläser, Spiegel, Griffe, Spoiler und Tachometer sind Möglichkeiten, die man auch vom Auto kennt. Manche Tuner bringen auch Renngitter an, lackieren liebevoll die Bremssättel neu oder fertigen neue Sitzbezüge an. Dem Erfindungsreichtum sind beim Scootertuning keine Grenzen gesetzt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Je nach Talent und Phantasie kann man seinem Roller einen ganz persönlichen Anstrich verleihen und richtige Kunstwerke schaffen.


Was man aber bei aller Begeisterung für das Scootertuning nicht außer Acht lassen sollte, ist die rechtliche Problematik. Einerseits können Leistungsoptimierungen dazu führen, dass man eine andere Führerscheinklasse benötigt, um das Fahrzeug überhaupt noch fahren zu dürfen, andererseits braucht man für viele Umbauten auch die Abnahme durch den TÜV. Ignoriert man diese beiden Punkte und kommt in eine Polizeikontrolle, kann das nicht nur teuer werden, sondern auch Konsequenzen wie Fahrverbot, Stilllegung des Fahrzeugs oder auch Nachschulung sowie Verlängerung der Probezeit nach sich ziehen. Dies sollte man bei aller Begeisterung für Scootertuning nicht vergessen und bei allen Umbauten und Veränderungen beachten.