Einmal Geld zuverschenken




Platz #79 in Religion, #2076 insgesamt
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Einmal Geld zuverschenken

Ein junger Mann trägt ein Tablett um den Hals, davor ein Zettel geklebt. Er wirkt nicht wie ein reicher Mann, so wie er da steht am Stephansplatz in Wien. Jeder rennt eilig vorbei im Treiben der Stadt. Es ist so normal, dass Menschen dort betteln. Doch halt! Wer genauer hinsieht liest das Schild und ist verwundert, denn dort steht: " Geld zuverschenken" .

 

" Reich ist man nicht, durch das was man besitzt, sondern noch mehr durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß. " ( Chinesisches Sprichwort)

Thomas Seiger ist freier Künstler und lebt seit seiner Zeit in Südostasien ohne übermäßigen Reichtum. Irgendwie ist es schon komisch, wenn man seine Lebensweise sieht, liest oder hört.

Seit 2010 macht er das, was er für richtig hält und trägt seine Weise in die ganze Welt. Er verkauft über Internet CDs, Bücher und sogar seinen alten Laptop, den Erlös packt er auf ein Tablett und verschenkt das Geld an Passanten.

Komisch anzusehen, dass viele ihn garnicht ernst  zunehmen scheinen und einen Hacken sehen, wo doch garkeiner ist. Er meint es Ernst. Er will nicht spenden, er will nicht einem Strassenmuiker etwas in den Klingelbeutel werfen. Er will das sich die Menschen, dass nehmen was sie brauchen. Wirklich brauchen.

Die alte Frau, die sich 5 Euro nimmt, um ihren Enkeln davon ein Stück Kuchen zukaufen, was sie sonst nicht könnte. Oder der junge Mann, in seinem Alter, der auf der Strasse leben muß und sich davon einen Kaffee kaufen kann.

Er gibt gerne, weil er hat alles, was er zum Leben braucht. Warum dann nicht teilen? Ein deutscher Tourist, der stehen bleibt, findet es super und leert seine Münzen auf den Tablett, denn auch er hat mehr als er braucht.

Eine wundervolle Idee - eine große Geste - eine große Seele.

Ich hoffe das seinem Beispiel viele folgen, denn wenn wir im Kleinen beginnen, Großes zutun, dann sind wir auf den  besten Weg zur Menschlichkeit!




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