Energiekosten senken: Geräte im Keller




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Hohe Energiekosten durch Geräte im Keller möglich

Energiekosten senken: Geräte im Keller
Drücken Sie bevor es zu spät ist

Sie sind alles andere als nebensächlich: Die sogenannten Nebenkosten haben das Wohnen in den vergangenen Jahren drastisch verteuert. Viele Besitzer älterer Gebäude wünschen sich daher einen Neubau mit aktueller Energiespartechnik – und verkennen dabei, dass sich auch im Bestandsbau mit intelligenten Maßnahmen einiges gegen steigende Kosten für Heizung und Warmwasser sowie gegen allzu hohen Stromverbrauch machen lässt.
Zumal auf diesem Wege nicht nur die Haushaltskasse entlastet wird: Schon mit einfachen Maßnahmen kann jeder seine persönliche CO2-Bilanz verbessern und so einen eigenen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.
Energiefresser im Heizungskeller
Den alten Kühlschrank gegen einen neuen mit besserer Energieeffizienzklasse tauschen, auf den Stand-by-Betrieb bei elektronischen Geräten wie Fernseher und Computer verzichten: Diese Maßnahmen sind nicht nur wirksam, sondern auch hinlänglich bekannt. Viele Hausbesitzer ahnen jedoch nicht, dass einer der größten Energiefresser bei ihnen im Keller lauert. Ungeregelte Heizungspumpen sind immer noch die meistverkaufte Variante, um das warme Wasser aus dem Kessel in die Heizkörper zu befördern. Doch die vermeintlich preisgünstige Lösung erweist sich aufgrund des hohen Strombedarfs auf Dauer als teure Entscheidung.
Dabei ist heute eine sparsame Alternative verfügbar – in Form moderner Hocheffizienzpumpen. Modelle der neuesten Bauart wie beispielsweise die Wilo-Stratos Pico verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Der Austausch lohnt sich somit bereits nach rund drei Jahren und addiert sich zu einem Einspareffekt von rund 1.000 Euro in zehn Jahren. Die Empfehlung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Stiftung Warentest lautet daher: Nicht nur im Neubau die hocheffizienten Heizungspumpen einsetzen, sondern auch im Bestand die älteren Modelle ersetzen. Die KfW-Förderbank erleichtert die Umrüstung mit einem Zuschuss von mindestens 100 Euro. Dazu gibt es unter www.pumpenpraemie.de alle Details.
Zu hohe Heizkosten verbergen sich indes nicht nur im Keller. Viele Haus- und Wohnungseigentümer steuern die Heizung, für jeden Raum separat, nach wie vor mit den altbekannten Reglern am Heizkörper. Dabei geht es längst komfortabler und vor allem sparsamer: Zentrale Regelsysteme ermöglichen es heute, von einer Steuereinheit aus alle Räume einzeln und nach individuellen Vorgaben zu beheizen. Die Nachrüstung ist denkbar einfach. Da die Steuerung mittels Funk erfolgt, brauchen keine Leitungen verlegt zu werden. Dank der exakten Temperaturregelung und der Zeitsteuerung ist eine Energieeinsparung um bis zu 30 Prozent möglich, hat etwa Honeywell für sein System “evohome” berechnet. Dazu gibt es unter www.honeywell.de/haustechnik mehr Informationen.
Ressourcen der Natur nutzen
Der Einsatz moderner Gerätetechnik ist die eine Seite – der zumindest teilweise Verzicht auf fossile Energieträger die andere. Ob die Kraft der Sonnenstrahlen oder Wärme aus dem Erdinneren, der Mensch ist umgeben von natürlichen Energiequellen, die schier unerschöpflich zur Verfügung stehen und ebenfalls die Heizkosten nachhaltig senken können. So steht bei der Heizungsmodernisierung das Thema Solarthermie ganz oben auf der Prioritätenliste. Moderne Kollektoren dienen der Warmwasserbereitung und können zusätzlich die Heizung unterstützen. Auch hier bietet der Staat attraktive Fördermöglichkeiten (Informationen und Fördermitteldatenbank unter www.intelligent-heizen.info). Wichtig ist dabei eine bedarfsgerechte Analyse und Planung. Fachbetriebe für Sanitär-Heizung-Klima bieten einen Heizungs-Check an und zeigen die individuellen Einsparmöglichkeiten auf.
Nicht nur die Sonne spendet nutzbare Wärme, auch das Erdinnere hat es buchstäblich in sich. Fachleute sind sich einig: Die Nutzung der Erdwärme zählt zu den regenerativen Energien mit großem Potenzial und die Technik lässt sich auch im Bestandsbau nachrüsten. Wenn der liebevoll angelegte Garten nicht gerodet werden soll, empfehlen sich relativ preiswerte Luft-Wärmepumpen oder die aufwendigere, aber langfristig effizientere Lösung mit Erdwärmesonden. Eine Tiefenbohrung hat gegenüber Flächenkollektoren nur einen geringen Platzbedarf und macht es möglich, die Energiequelle Erde anzuzapfen und zugleich den Garten intakt zu belassen.
Einfluss auf die Energieeffizienz dieser Heiztechnik hat die Verfüllung der Bohrlöcher rund um die Erdsonden. Spezialbaustoffe wie beispielsweise ThermoCem sind aufgrund ihrer hohen Leitfähigkeit gut geeignet. Die Wärmeübertragung nach oben geschieht somit besonders effizient. Das Resultat: kuschelig warme Innenräume bei niedrigen Heizkosten.