Festbrennstoffkessel – Holzvergaserkessel




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2 Systeme im Vergleich: Festbrennstoffkessel – Holzvergaserkessel

Jetzt, wo die Temperaturen wieder in den Keller gehen, ist es für viele interessant, sich gerade um den Keller mal Gedanken zu machen. Und zwar geht es um den Heizungskeller und um die Kosten, die sich dort evtl. einsparen lassen. Die Rede ist von Festbrennstoffkesseln und den Holzvergaserkesseln. Was hat es mit diesen beiden Alternativen zu Öl und Gas und für viele fremd klingende Heizsysteme, denn nun wirklich auf sich?

Grob gesagt verbrennt ein Festbrennstoffkessel feste Brennstoffe, das sind in der Regel Braunkohle und Holz. Aber auch Koks, Briketts und Pellets gehören zu den Festbrennstoffen.
Holzvergaserkessel hingegen verbrennen das Gas, welches in dem Holz gespeichert ist, wie das genau funktioniert, dazu später mehr. Wer sich schon mal schnell einen Überblick über Holzvergaser und Festbrennstoffkessel machen möchte, der kann das unter anderem auf der Seite http://www.ibc-heiztechnik.de tun. Hier werden mehrere Model vorgestellt, die je nach Typ zwischen 15-37 KW Leistung bringen und man kann schon mal schauen, wie so ein Kessel überhaupt aussieht.

Der Festbrennstoffkessel

In einem modernen Festbrennstoffkessel werden auf eine sehr effektive Weise Holzscheite bis 50 cm Länge, Koks und Kohle verbrannt. Wenn die Brennkammern dieser Kessel ausreichend tief sind, dann können auch noch längere Scheite verwendet werden.

Diese Festbrennstoffkessel sind heute entweder aus Gusseisen oder aus Stahl gefertigt, wobei die Brennkammer meistens mit Schamottsteinen bzw. Schamottmörtel ausgekleidet ist. Schamott hat die Eigenschaft, die entstandene Wärme längere Zeit zu speichern und wird deswegen seit Langem in der Heiztechnik eingesetzt.

Es gibt für Festbrennstoffkessel, die mit der Hand beschickt werden, auch noch interessante Vorgaben. So müssen diese Kessel nach dem Anheizen mindestens 3 Stunden brennen, die dann noch vorhandene Restglut muss ¬ausreichen den Kessel nach einer neuen Beschickung wieder voll anzufeuern. Dadurch ist gewährleistet, dass der Kessel nicht ständig ausgeht. Sicherlich muss man sich erst mal an so einen Kessel gewöhnen, aber die Kostenersparnis ist enorm und da lohnt es sich immer, alle paar Stunden in den Heizkeller zu gehen und Holz oder Kohle nachzulegen. In Berlin zum Beispiel gibt es noch den guten alten Kohlehändler, der die Briketts in die Etagen bringt. Hier heizen noch viele Menschen mit Kohle, das ist eine gemütliche Wärme, die auch noch am preisgünstigsten ist.

Der Holzvergaserkessel

Der Holzvergaserkessel ist nur für das Verheizen von Holzscheiten geeignet. Hier wird das Holz in einem bestimmten Verfahren in der oberen Brennkammer erst durch Hitze vergast. Das kann man sich wie einen Reaktor vorstellen. Dieses Gas strömt dann durch eine Düse nach unten in die zweite Brennkammer und verbrennt dann restlos unter einer großen Energieentwicklung. Die Verbrennung dieser Gasflamme ist im Gegensatz anderer Systeme sehr gleichmäßig. Die Wärmeleistung steigt schnell an und bleibt für lange Zeit kontinuierlich auf einem Wert stehen, ohne dass die Umweltbelastung enorm ansteigt. Überhaupt haben Holzvergaserkessel enorm gute CO 2 Bilanzen, da nur so viel CO2 an die Umwelt abgegeben wird, wie vorher von dem Holz absorbiert wurde. Moderne Holzvergaserkessel haben ein Gebläse integriert, dadurch ist eine stetige Sauerstoffzufuhr gesichert und man braucht nicht zu befürchten, dass bei einem evtl. kalten Kamin kein Zug entsteht. Eine interessante Seite im Internet ist http://www.ibc-heiztechnik.de/produkte/gussheizkessel/holzvergaser-gk-1k-oeko, wo man etliche Modelle modernster Holzvergaserkessel findet. Es lohnt sich in jedem Falle, sich vor dem Kauf einer neuen Heizung umfassend über die gängigsten Systeme zu informieren. Das Internet ist, wie so oft, eine hervorragende Möglichkeit das zu tun. Das diese Heizsysteme den gesetzlichen Anforderungen, was Emissionswerte und Schutzfunktionen entsprechen, ist selbstredend und sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Wissenswertes über Brennholz

Im Winter nimmt man zum Heizen am besten Buchenholz, da es mit den höchsten Heizwert hat. Eiche und Birke sind hier auch zu empfehlen. Wenn die Temperaturen nicht so niedrig sind, ist auch Kiefernholz geeignet. Dieses Nadelholz ist wesentlich günstiger in der Anschaffung als das übliche Kaminholz. Holz kann man auch beim Förster kaufen, muss es aber dann in der Regel noch lagern, bis es trocken ist. Es gibt aber viele Anbieter von Kaminholz, gerade in ländlichen Gegenden sieht an immer wieder diese Schilder, wo Bauern Kaminholz anpreisen.
Hier sind die Preise in Raummetern und manchmal auch in Schüttmetern angegeben. Darauf ist wirklich zu achten, damit man nicht übers Ohr gehauen wird. Ein Kubikmeter ist ein Würfel von 1 Meter Kantenlänge. Bei Holzscheiten ist es nicht möglich genau so einen Kubikmeter zu legen, deswegen gibt es hier den Begriff Raummeter. Man nimmt eine Gitterbox, die einen Kubikmeter fasst, und schichtet das Holz drinnen auf. Ein Schüttmeter ist fast dasselbe, nur dass das Holz einfach in die Gitterbox rein geschüttet wird. Hier sind die Zwischenräume am größten, dadurch hat ein Schüttmeter am wenigsten Holz. Das muss beachtet werden, sonst kann es teurer werden als gedacht.

Auch in vielen Sägewerken kann man oft recht günstig Holzabschnitte unterschiedlichster Länge kaufen. Aber auch diese müssen meistens noch gelagert werden, um die Restfeuchte zu minimieren. Es ist noch daran zu denken, dass man genügend Anmachholz im Hause hat. Das sind dünne Scheite oder Häcksel die zum Anheizen des Grundfeuers gebraucht werden. Besonders günstig und ideal dafür sind alte Einwegpaletten oder Obst- und Gemüsekisten.

Und jetzt kann der Winter gerne kommen, mit diesen Informationen läuft man nicht Gefahr, kalte Füße zu bekommen.
 




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