Flöhe, stille Blutsauger
Flöhe bei Menschen

Es gibt über 2400 unterschiedliche Flöhe, ca. 70 sind in Europa nachgewiesen. Es gehört auch der Pulex irritansLinnaeus, der Menschenfloh dazu. Aber nicht nur dieser trinkt Menschenblut. Flöhe sind nicht darauf angewiesen, von ihrem Wirt zu trinken, sie weichen gerne auch auf andere Lebewesen wie dem Menschen aus. Der Rattenfloh hat dem Menschen gerne im Mittelalter zugesetzt und somit die Pest übertragen. Zum Glück ist die Pest überwunden und wir Menschen haben uns zudem zu den Ratten distanzieren können. Dennoch gibt es immer wieder Flöhe bei Menschen, vor allem dann, wenn diese verwahrlost oder mit verwahrlosten zusammen Tieren leben. In den meisten Fällen sind die Flohbisse beim Menschen ungefährlich, sie sind aber lästig, da man sich die Bisstellen meistens aufkratzt, diese können sich entzünden und jucken. Wer Flöhe bei sich und seinen Haustieren vermutet, sollte aktiv werden und diese Parasiten mit professionellen Mitteln aus der Apotheke oder bei Tieren vom Tierarzt bekämpfen. Es gibt für Tiere auch Präparate, die beinahe wirkungslos sind aber für die Tiere sehr schädlich sein können und unter Umständen zum Tod führen. Es sollte somit dem Tierarzt Vertrauen geschenkt werden.
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Foto: designritter/pixelio.de
Nur für Tiere
Flöhe bekämpfen
Es gibt Floharten, die an den Schlafstädten der Wirte leben und solche, die auf den Wirten leben. Letztere können gut mit einem Flohkamm ausgekämmt werden. Es muss ein langer Zeitraum gewählt werden, da die Floheier und Flohpuppen nicht auf den Tieren mit ausgekämmt werden, diese befinden sich in der Umgebung der Tiere und werden diese erneut befallen. Wer die Flöhe nicht auf dem Flohkamm zerreiben möchte kann sie in Wasser tauchen und dann ertrinken lassen. Wenn sich die Flöhe an den Schlafstädten aufhalten (Menschenfloh), reagieren sie auf Wärme. Wenn man nun einen großen Teller mit Wasser mit einem Tropfen Spülmittel an der Schlafstelle aufstellt und in den Teller eine Kerze stellt, dann werden die Flöhe angelockt und ertrinken in dem Wasser. Um die "Flöhe" zu bekämpfen gibt es natürlich auch allerlei Mittel und Gifte. Viele der Anbieter der Flohmittel für Tiere bieten eine sehr schlechte aber schädliche Qualität. Wenn die Tiere mit Giften gegen die Blutsauger behandelt werden, dann soll ein Tierarzt diese Mittel verschreiben oder empfehlen. Menschen finden entsprechende Flohmittel in der Apotheke. Oftmals wirkt ein kombinierter Angriff mit alten Hausmitteln und moderner Chemie Wunder aber auch Hygiene in dem gesamten befallenen Raum ist wichtig.
Einfach auskämmen
Flöhe haben Hunger
Ob der Floh auf dem Wirt oder in seinem Schlafplatz lebt, er braucht regelmäßig Blut. Wenn er dieses nicht bekommt, dann stirbt er. Viele Floharten können aber bis zu zwei Monate ohne Nahrung auskommen, somit verhungern auch die Nestflöhe nicht sofort, wenn der Wirt mal einige Tage fort bleibt. Flöhe bleiben aber wegen der Nahrungsabhängigkeit bei ihren Wirten oder deren Nester. Somit verbreiten sie sich von Tier zu Tier oder von Nest zu Tier zu Nest. Flöhe stechen bei ihrer Nahrungsaufnahme oft mehrfach zu und gerade Menschen kratzen diese Einstiche auf. Flöhe stellen die Paarung ab weniger als zehn Grad merklich ein und ab fünf Grad komplett. Wenn die Flöhe aber in menschlichen Behausungen leben, dann paaren sie sich, solange sie es warm haben. Die Entwicklung der Flohlarven ist Temperaturabhängig und kann acht bis über 100 Tage dauern. Flöhe haben normalerweise ein bevorzugtes Wirtstier.
Das Tiernest gut säubern
Flöhe bei Katzen und Hunden
Es gibt Katzen und Hunde Besitzer, die praktisch gegen einen Flohbefall machtlos sind, da ihre Tiere immer mit anderen Tieren in Kontakt kommen, die dann die Flöhe übertragen. In dieser Situation sollte versucht werden, auch die befallenen Kontakttiere zu behandeln. Oft ist das nicht möglich und es ist sehr ärgerlich, wenn man bereits selber durch die Flöhe bei Katzen und Hunde befallen wird. Dieses kann vorkommen, ist aber nicht die Regel, da die Flöhe bei Katzen und Hunden auf den Wirten leben und diese nutzen. Es sollte aber etwas gegen solch einen Befall unternommen werden, meistens hilft es wenigstens für eine gewisse Zeit, die Flohbestände zu vernichten. Tiere, die wenig Kontakt zu fremden Tieren haben, werden praktisch gar nicht erneut befallen. Katzen und Hunde stören sich nicht sonderlich an Flohbissen, es können aber Krankheiten übertragen werden. Öfter werden durch die Flöhe Bandwürmer übertragen, die sehr lästig für die Wirte sind, diese Bandwürmer können auch den Menschen befallen. Deswegen sollte immer eine Flohvernichtung angestrebt werden.
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