Fünf Schritte zu einer erfolgreichen Präsentation




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Fünf Schritte zu einer erfolgreichen Präsentation

Präsentationen gibt es in unterschiedlichsten Formen. Dabei handelt es sich lediglich um einen Vortrag über ein bestimmtes Thema, welches mit Hilfe von Medien unterstützt wird. Jedoch ertönt meistens ein seufzen, sobald der Begriff „Präsentation“ in den Raum geworfen wird. Ein langandauerndes, monotones Ablesen ist der erste Gedanke, wenn einer Präsentation zugehört werden soll. Aber dies soll der Vergangenheit angehören, denn eine Präsentation kann vielseitig gestaltet werden. Mit den folgenden fünf Schritten gestalten Sie den Vortrag individuell und gewinnen somit die Aufmerksamkeit der Zuschauer und Zuhörer.

Die Vorbereitung – Mit W-Fragen arbeiten

Die Vorbereitung ist fast das Wichtigste, was in einer Präsentation stattfinden muss. Ohne Vorbereitungen finden auch keine Präsentationen statt. Daher sollten Sie sich in Ruhe diese W-Fragen beantworten:

  • Was - "Was will man überhaupt berichten?“. Heutzutage ist das Themenfeld sehr groß und variierbar. Sollte ein Thema vorgegeben sein, wäre das „Was“ fast geklärt. Ein weiterer Aspekt wäre: „Was hebe ich in der Präsentation hervor?“. Ein vieles Drumherum reden eignet sich nicht für eine erfolgreiche Präsentation. Daher sollte abgeklärt werden, was die Hauptrolle in der Präsentation ist.

Tipp: Ein Mind-Map hilft dabei, beim Thema zu bleiben und nicht abzuschweifen. 

  • Wie – "Wie vermittle ich das Thema am besten?". Dafür gibt es zahlreiche Methoden und einige kennen wir schon aus der Schulzeit: Folien, Power-Point, Flipp-Charts, Tafel und per Computer. Das Entscheidende dabei ist, dass die Medien den Redner unterstützen.
  • Wer – "Wer trägt die Präsentation vor?". Sind es zwei Personen, eine oder mehrere? Je nachdem wie viele es sind, sollte auch abgesprochen werden wer was vorträgt. Da die meisten Präsentationen konzentrieren sich auf eine Person.

Sind nun die W-Fragen beantwortet, sollte das Thema mindestens eine Woche geschärft wahrgenommen werden. Das heißt: Es werden unterschiedliche Punkte, die mit dem Thema in Zusammenhang stehen recherchiert.
 

Text und Schrift – Weniger ist mehr

Für viele war es in der Schulzeit ein großes Vergnügen mit den zahlreichen Schriftarten zu arbeiten, was sich im Endeffekt als Chaos entpuppte. Denn werden in einer Präsentation verschiedene, schwer lesbare Schriftarten verwendet, so wird die Präsentation undeutlich und längt die Zuschauer ab. Das zeigt vor allem dieses Beispiel, an denen Sie selber aussuchen können welche Schriftart gut lesbar ist:

Es ist eindeutig zu erkennen, dass die „normalen“ Schriftarten, wie Arial, Calibri, Times New Roman gut lesbar und erkennbar sind. Natürlich ist auch „Comic Sans MS“ deutlich lesbar, jedoch sollte man diese Schriftart vermeiden, aufgrund des Stils im künstlerischen Aspekt. Für seriöse Unternehmen sind „Arial“ und „Times New Roman“ immer noch am beliebtesten. Andere, unleserliche Schriftarten sollten unbedingt vermieden werden. Auch die Farbe der Schriftart ist neutral zu gestalten - Am besten in Schwarz.

 

Ein weiterer Aspekt ist das Volumen des Textes. Diese sollte sich eher Stichpunktartig auf einer Power-Point Folie wiedergeben. Lange Texte bringen den Zuschauer in Versuchung den Text komplett zu lesen, sodass Sie kaum Aufmerksamkeit für sich erlangen können. „Weniger ist mehr“ ist in diesem Fall ein non plus Ultra. Bis zu vier Stichpunkten sind gut für eine Folie geeignet. Auch das Einblenden von einzelnen Stichpunkten hat sich als nicht geeignet bewiesen, da dieser Multi-Media Effekt ebenso den Zuschauer ablenk, wie komplette Texte. So schwankt ein Auge immer auf den einblendenden Stichpunkten und das andere versucht Sie anzuschauen – schwierig,schwierig.

Multi-Media Effekte – Alles andere als unterstützend

Die Gestaltung der Präsentation mit Multi-Media Effekten beweist sich oft als „Flopp“. Der Grund ist ein ganz einfacher, nämlich die unseriösen Medienaspekte. Zahlreiche Programme bieten Hintergrund oder Klicktöne an, die das Präsentieren amüsanter machen sollen. Für ein seriöses Unternehmen wäre diese Art unangebracht, da es kindlich und unprofessionell wirkt. Auch die Wahl des Designs spielt eine sehr wesentliche Rolle. So sollte man auf die vorgegeben Hintergründe eher verzichten, da es den Anschein vermittelt kein großes Interesse an de Präsentation zu haben. Lieber sollte man ein eigenes Design entwerfen: Die Farben eines Themas oder des Unternehmens kommen oftmals sehr gut an. Oder ein ganz individuelles Design – hier ist die künstlerische Ader gefragt.

  • Vorsicht: Zu viel künstlerischer Übermut verursacht oftmals ein kunterbuntes Durcheinander. Deswegen immer sanfte und leichte Farben und Akzente wählen.

 

Beispiel für ein Hintergrunddesign. Es ist leicht, fliesend und lenkt nicht vom Thema ab. Außerdem wirkt es wesentlich professioneller, als ein einziger Farbklecks.

Grafiken und Diagramme

Bilder und Diagramme haben oft dasselbe Leiden wie die Schriftart, sie sind schnell unverständlich. Deswegen sollte schon bei der Wahl des Bildes folgende Aspekte beachtet werden:

  1. Vermeiden Sie die Auswahl der Bilder des Power-Point Programms
  2. Verwenden Sie lieber eigene geschossene Bilder
  3. Oder Bilder von anerkannten Seiten, die auch die freie Nutzung der Bilder erlauben

Darüber hinaus sollten die Bilder gut erkennbar sein und auch auf das Thema eingreifen. Lassen Sie die bildliche Gestaltung weg, wenn sie die Präsentation nicht unterstützen.
Bei der Herstellung von Diagrammen kommt es auch oft zu einem großen Übermut. Oft eignen sich einfache Balken- oder Kreisdiagramme mit aussagekräftigen Punkten. Sollten die Punkte für ein Diagramm zu wenig sein, so lassen Sie das Diagramm einfach weg und ersetzen diese durch simple Stichpunkte oder einer Infografik.

Der Redner – Mit der Präsentation im Einklang

Der wichtigste Punkt ist und bleibt natürlich die Position des Redners. Denn auf ihn wird geachtet und sorgfältig zugehört. Für viele Persönlichkeiten wirkt das genaue Hinhören zu einer inneren Unruhe, besser bekannt als „Lampenfieber“. Um Lampenfieber zu vermeiden sind diese Tipps zu beachten:

  • Mehrmals das Freisprechen üben - Sobald die Präsentation fertig gestaltet ist, besitzen Sie selbst schon einen groben Überblick über das Thema. Dennoch sollten Sie mehrere Male den Verlauf der Präsentation und natürlich auch den Inhalt üben. Aber achten Sie darauf, dass Sie nicht ablesen, sondern frei sprechen. Einem frei sprechenden Redner hört man viel lieber zu, als jemanden der alles abliest.

Tipp: Für eine lockere Sprechweise sollten Sie erstmal vor dem Spiegel oder dem familiären Publikum üben. Außerdem können Sie zwischendurch eine kleine Geschichte, welches natürlich zum Thema passt, mit einbauen.

  • Das Auftreten – Bei der Präsentation sollten Sie sich selbstbewusst und „Siegessicher“ sein. Eine krumme Haltung vermittelt eine große Unwissenheit, die sowohl in der Schulzeit, als auch in einem Unternehmen nicht gut ankommen wird. Bleiben Sie nicht auf einer Stelle stehen, sondern bewegen Sie sich frei im Raum. Mimik und Gestik spielen eine entscheidende Rolle zur Verständlichkeit der Zuschauer, denn so können Sie ein Produkt oder ein Thema besser verdeutlichen.
  • Technische Störung Vermeiden – Wissen Sie schon von vornerein, dass ihre Power Point ein Problem werden könnte? Dann steigen Sie auf andere Methoden der Präsentation um. Sollten sich unerwartet Probleme erweisen, dann seien Sie kreativ und nutzen Sie andere Mittel. Beispielsweise könnte eine Tafel im Raum oder eine Flipp-Chart ihre Präsentation retten.
  • Fassen Sie kurz zusammen – Eine Präsentation dauert meistens 20 bis 30 Minuten. In dieser Zeit haben die Zuschauer die Information bekommen, für die Sie Wochen recherchiert haben. Deswegen ist es immer von Vorteil am Ende alles zusammengefasst zu wiederholen. Hier spielen die wichtigsten Faktoren des Themas eine bedeutende Rolle.

Tipp: Erstellen Sie eine eigen konzipierte Broschüren mit allen Daten und Fakten, die für das Thema relevant sind.

Zusammengefasst

  1. Thema finden
  2. Thema recherhieren
  3. Übersichtliche Gestaltung der Präsentation
  4. Stichpunkte und keine Fremdwörter verwenden
  5.  Freies Sprechen üben und somit Lampenfieber vermeiden
  6.  Alles auf den Punkt gebracht als Broschüre oder Mappe gestalten

 

Viel Erfolg!




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