Gedanken zur Jahreslosung 2013




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Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hebräer 13,14 (Unrevidierte Elberfelder Übersetzung)

Gedanken zur Jahreslosung 2013
Sascha Jundt. Internettexter, ebook Autor und freier Theologe.

Das Hauptthema des Briefes an die Hebräer ist das Priestertum Christi. Schon im Alten Testament gab es Priester, deren Aufgabe es war, Gott Opfer darzubringen. Auch Christus brachte durch seinen Tod am Kreuz ein Opfer dar, um die Menschheit mit Gott zu versöhnen. Aus diesem Grund hat Gott ihn zum Hohenpriester des Neuen Testaments erhoben (Philipper 2, 9-11).

Auf den ersten Blick wirkt die Jahreslosung duster, denn sie erinnert uns daran, dass alles auf dieser Erde vergänglich ist. Tatsächlich ist unser Leben nur eine Durchgangsstation. Nichts von dem, was wir hier erreicht oder erworben haben, können wir mitnehmen. Erfolg, Ruhm und Anerkennung sind erstrebenswert, wenn wir uns aber unser Bibelwort vor Augen halten und es so nehmen, wie es dasteht, müssen wir diese Maßstäbe mal überdenken.

Ich setzte mich gerne mit dem Wort Gottes auseinander, weil es mein Denken in eine andere Richtung lenkt. Da werden die Werte, welche uns die Gesellschaft vorgibt, hinterfragt, ja komplett über den Haufen geworfen. In Römer 12,2 fordert Paulus uns auf, dass wir uns nicht dieser Welt anpassen. Christen sollten also gesellschaftliche Trends kennen und kritisch hinterfragen.

Welche Konsequenzen hat die Aussage, dass wir hier auf Erden keine bleibende Stadt haben für unser Leben? Um diese Frage zu beantworten, musste ich mich erneut der Tatsache stellen, dass mein Leben lediglich eine Durchgangsstation ist. Mir fiel ein Liedvers von Paul Gerhard ein:„Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand. Der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reiß ich aus und habe, dort, in der ew‘gen Ruh, ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.“ Wenn wir hier auf der Erde keine bleibende Stadt haben, sind wir hier lediglich Gast.

Wenn meine Frau und ich Gäste erwarten, machen wir uns im Vorfeld viele Gedanken. Was Essen diese Personen gerne? Was können wir ihnen bieten? Plötzlich kam ich auf einen Gedanken, der mich begeisterte. Wenn ich Gast bin, wer ist dann mein Gastgeber?Die Antwort lautet: Gott. Spontan fiel mir ein Vers aus Psalm 23 ein: „Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens“ (Psalm 23,6). Als mein Gastgeber sorgt Gott dafür, dass seine Güte mir mein Leben lang folgt und wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, erkenne ich immer mehr Gottes Güte, die mich immer wieder begleitet.

Eine weitere Konsequenz von der Aussage, dass wir hier keine bleibende Stadt haben ist, dass wir immer wieder herausgefordert werden, Dinge loszulassen. Über vierzig Jahre lang hatten meine Eltern eine Ferienwohnung an der Ostsee. Irgendwann wurde dies auf mich überschrieben, doch vor einigen Jahren trafen meine Frau und ich dann die

Entscheidung, diese Wohnung zu verkaufen. Das war vor allen Dingen für mich ein harter Schritt. Doch wir müssen immer wieder neu lernen, Dinge loszulassen, weil wir hier auf Erden nur ein Gast sind.

Loslassen kann aber auch eine positive Wirkung haben. Manschmal tut es gut, Ziele oder Träume loszulassen, weil diese neuen Zielen im Wege stehen. Dieser Gedanke führt zu einer provokativen Frage: „Welche alten Ziele wollen Sie 2013 loslassen und durch neue Ziele, die den Alten im Wege stehen, ersetzen?“ Die Aussage, dass wir hier auf Erden keine bleibende Stadt haben, hat für mich also zwei Konsequenzen. Erstens bin ich auf dieser Erde nur ein Gast und zweitens muss ich immer wieder meine Ziele und Wünsche überprüfen, hinterfragen und gegebenenfalls loslassen.  

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Unser Text hat aber noch einen zweiten Teil. „... sondern die Zukünftige suchen wir.“ Dieser Teil schenkt uns einen Einblick über unser irdisches Dasein hinaus. Was meint die Bibel, wenn sie von einer zukünftigen Stadt spricht? In Offenbarung 21, dem vorletzten Kapitel der Bibel, wird diese neue Stadt beschrieben. „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herniederkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offenbarung 21, 1-4). Was für ein Unterschied zu dem was wir hier auf dieser Welt erleben!.

Zukunftsforscher stellen immer wieder neue Prognosen auf, wie sich diese Welt entwickeln wird. Hier ist die Antwort! Aber wir sind noch nicht am Ende. In Offenbarung 21, 21 lesen wir, dass die Straßen dieser Stadt aus purem Gold gebaut werden. Das Material, welches heutzutage an den Börsen gehandelt wird, ist das Baumaterial für das neue Jerusalem.

Während einer Lobpreiszeit im Sommer 2011 sah ich alle diese Dinge bereits vor meinen geistlichen Augen. Ich war so überwältigt, dass ich unfähig war, die Lieder weiter zu singen. Ich stand einfach nur da, und genoss die Anbetung und die Gemeinschaft mit Jesus.

Leider fällt uns dies alles nicht ohne Anstrengung in den Schoß. Gott möchte, dass wir ihn suchen. Viele Menschen in unserer Gesellschaft haben Gott verloren, darum müssen sie sich wieder auf die Suche begeben. Die Bibel berichtet immer wieder von Menschen, die Gott suchen : Und auf dich werden vertrauen die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen die dich suchen, HERR. (Psalm 9,10), Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen (Psalm 24,6), Lass fröhlich sein und sich freuen in dir alle, die dich suchen; die deine Rettung lieben lass stets sagen: Erhoben sei der HERR! (Psalm 40,16). All die hier angeführte Stellen stammen von David. Laut

Apostelgeschichte 13,22 war David ein Mann nach Gottes Herzen. Ist dies nicht eine wunderbare Umschreibung? Ein Aspekt, warum diese Bezeichnung auf David zu traf, war die Tatsache, dass er Gott suchte. Wollen auch Sie eine Person nach Gottes Herzen werden? Dann fangen Sie an, Gott zu suchen. Ich fordere Sie heraus, Ihre Ziele für 2013 um diesen einen Punkt zu erweitern!

Es gibt eine wunderbare Zusage Jesu, die am Anfang dieser Suche stehen könnte. „...suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan werden“ (Matthäus 7,7). Beginnen Sie Ihre Suche nach der zukünftigen Stadt mit dieser Zusage. Lesen und hören Sie Gottes Wort, Verbringen Sie Zeit in Lobpreis und Gebet und natürlich können Sie diese Liste erweitern.

Ich habe in dieser Andacht geschrieben, dass ich die zukünftige Stadt, von der der Hebräerbrief schreibt, schon einmal vor meinen geistlichen Augen sah. Das habe ich nicht geschrieben, um mit einer solchen Erfahrung zu prahlen, vielmehr möchte ich Sie herausfordern und Ihnen aufzeigen, dass es hier schon möglich ist, in die Gegenwart Gottes zu kommen und die zukünftige Stadt zu suchen und zu finden.

 

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