Globalisierung und aktive Handelsbilanz – warum?




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Warum wir mehr exportieren müssen als wir importieren

Globalisierung ist ein Schlagwort, mit dem die Politik und Wirtschaft praktisch jede Grausamkeit gegenüber den einfachen Leuten durchsetzen zu können meinen. Dass die Globalisierung dem Normalbürger etwas bringt, glaubt schon lange niemand mehr. Doch was für einen Sinn hat sie?

Sieht man einmal von den „richtig reichen Leuten“ ab, die Nutznießer des derzeitigen Wirtschaftssystems sind, merkt in den letzten Jahren so ziemlich jeder, dass er mehr arbeiten muss und sich weniger leisten kann. Dieser Effekt wird der Globalisierung zugeschrieben, die jedoch weniger dessen Ursache als vielmehr ein anderer Effekt des gleichen Sachverhaltes ist.

Hinter allem steckt der Umstand, das man Geld gegen Zins verleihen – also anlegen – kann. Der Zins, denn die Leute bezahlen, die sich das angelegte Geld ausleihen, um damit zu wirtschaften, bewirkt, dass immer mehr Geld zu wenigen, immer größeren Geldansammlungen bei Banken und Geldanlegern fließt. Dieses Geld fehlt im Wirtschaftskreislauf, so das immer mehr Leute immer mehr Geld aufnehmen müssen, was durch den Zins wiederum bewirkt, dass noch mehr Geld aus dem Kreislauf in die großen Vermögen abgesaugt wird. So steht immer weniger Geld zur Verfügung, mit dem Menschen das kaufen können, was andere produzieren.

Da durch diesen Effekt des Zinses das Geld in der Wirtschaft immer knapper wird, kam man als Gegenmittel auf die Globalisierung: Durch den hemmungslosen Verkauf unserer Produkte in Ausland kommt Geld herein, dass dasjenige ersetzen soll, welches durch die Zinsbelastungen abgesaugt wird, die in allen Produkten und nicht zuletzt auch in den unverschämt hohen Steuer stecken.

Da ein Großteil des so hereingekommene Geld jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder bei den großen Geldvermögen gelandet ist, kann es nicht mehr für Importe verwendet werden, was eigentlich der Fall sein sollte. Deswegen spielen wir Deutschen auch in der oberen Liga der Exportnationen mit und haben trotzdem nichts von unserer ständig wachsenden Wirtschaftsleistung. Oder konkret gesagt: Auch Leute mit eigentlich gut bezahlten Jobs, müssen es sich überlegen, wenn sie sich eine neue Hose kaufen oder auch nur ihren Kindern ein Eis spendieren wollen.
Wie das Ganze genau funktioniert und vor allem, wie man selbst die Folgen für sich ein wenig abmildern kann, erfährt man auf Fokkos Selbstversorger-Blog:
http://selbstversorger-blog.over-blog.de/

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