Haftpflichtversicherung für das Ausland




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Noch Versicherungsfragen zu Sachschäden im Ausland?

Kürzlich saß ich mal wieder gefühlte X-Stunden beim Arzt und las im Wartezimmer einen Artikel über einen Versicherungsfall, der mich zum Nachdenken anregte, da uns allen leicht Ähnliches passieren könnte.

Schaden am Mobiliar in der Ferienwohnung angerichtet

Irgendwo im europäischen Ausland fiel einem deutschen Touristen beim Auspacken der Reisetaschen etwas Schweres auf den im Wohnzimmertisch, einen sehr teuren Designer-Glastisch. Und zwar so unglücklich, dass auf der Tischoberfläche ein hässlicher Sprung zurückblieb. Die Tischplatte musste komplett ausgetauscht werden, daraus entstand eine gemein hohe Geldforderung an den Urlauber.


Da sich das Malheur in einem anderen Urlaubsland ereignet hatte, stellte sich nun auch für mich die Frage, inwieweit der Versicherungsschutz durch eine Privathaftpflichtversicherung für einen wie oben beschrieben entstandenen Schaden sein Versicherungsschutz ausreichen würde. Es gibt, wie ich dann lesen musste, nämlich einige Haken beim Versicherungsschutz im Ausland, über die ich zuvor noch gar nicht so richtig nachgedacht hatte.

Was für eine Versicherungsfrage?

Üblicherweise zahlen Versicherungen im Urlaub nur für Schäden, die am Haus selbst (Wände, Waschbecken etc.) entstehen, nicht aber für Schäden an Möbeln. Der Mann im Zeitungsartikel hatte Glück im Unglück. Da er seine Haftpflichtversicherung mit einem besonderen Tarif abgeschlossen hatte und sein Auslandsaufenthalt zeitlich begrenzt war, sprang der Versicherer anstandslos ein. Anders hätte es ihm ergehen können, wenn über einen längeren Zeitraum im Ausland gewesen wäre, dann hätte das im Leistungsumfang der Police explizit vermerkt sein müssen.


Tiere im Ausland versichern

Ähnlich verhält es sich mit vierbeinigen Freunden, die man mit auf die Reise nimmt. Entstehen im Ausland Sach- oder Personenschäden durch den Hund des Urlaubers, springt der Versicherer nur ein, wenn die Tierhalterhaftpflichtversicherung auch fürs Ausland gilt.


Versicherungsprobleme in Google recherchieren


Ist man also kein Experte auf dem Gebiet, dann ist es sicher besser, sich frühzeitig zu informieren, um den Schutz entsprechend zu erweitern. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten wirklich alle relevanten Fragen von fachmännisch geklärt worden sein. Für den Fall, dass man noch keinen Berater des Vertrauens gefunden hat, bietet sich auch das Internet für Recherchen zu Versicherungsfragen an. Wenn ich in diesem Bereich etwas Spezielles suche, aber die üblichen Vergleichsportale und Schnäppchenanbieter umgehen will, gebe ich gerne zuerst ein Stichwort wie beispielsweise „Versicherungslexikon“ ein, informiere mich dann auf den Webseiten über wichtige Formulierungen aus dem Versicherungsjargon und formuliere erst danach eine konkrete Suche. Das sieht vielleicht kompliziert aus, führt aber häufig viel schneller zur gewünschten Information.