Hanföl als Dieselersatz
Hanföl in Motoren und Heizanlagen einsetzen
Nicht nur Rapsöl sondern auch Hanföl kann als Dieselersatz eingesetzt werden. Es gibt ca. 1000 Ölpflanzen, mit denen sich Biodiesel herstellen lässt, Hanf ist eine der interessantesten Pflanzen überhaupt. Die Erträge sind zwar deutlich geringer als bei Raps, dafür ist der Ölanteil in der Hanfsaat aber auch deutlich höher und gleicht das wieder aus. Zudem können nicht nur die Hanfsaat sondern auch die Faser und die Schäben genutzt werden. Hier müssen vielleicht noch neue Sorten gezüchtet werden, es müssen neue Erntemaschinen produziert werden, dann kann der Hanf Öl, Fasern und Schäben bringen, die in der Wirtschaft sehr gut gebraucht werden können. Sollte der Bedarf an Biomasse übersättigt werden, so gibt es bereits erste Techniken aus beliebiger Biomasse Biodiesel her zu stellen. Der Hanf kann somit als gesamte Pflanze zu Treibstoff verarbeitet werden. Bei der Verbrennung von diesem Biotreibstoff wird immer nur so viel CO² produziert, wie die Pflanze vorher verbraucht hat. Es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf, der die Umwelt nicht belastet. Zudem lässt sich Hanföl Rückstandsfrei und sauber verbrennen, es belastet die Umwelt nicht mit Giftstoffen. Das Hanföl kann aufbereitet werden, um damit Diesel zu verdünnen, es kann allerdings auch pur eingesetzt werden. Henry Ford baute einst ein Hanfmobil, das zu Großteilen aus Hanf gebaut war und auch mit Hanföl betrieben wurde. Es wurde kein Diesel zum vorheizen benötigt, das Hanföl kann direkt eingespeist werden.
Hanf für die Küche
Hanf kann jedes Jahr geerntet werden und verbessert die Böden
Hanf ist eine sehr interessante Nutzpflanze. Sie kann jedes Jahr wieder geerntet werden, diese Pflanze verbraucht die Flächen nicht, sie wertet sie auf. Hanf verbessert die Böden und lockert diese auf. Somit ist Hanf eine ideale Zwischenfrucht für die Monokulturen mit Getreide. Hanf wächst zudem schneller als Unkraut und braucht keine Spritzmittel, auch nicht gegen Insekten. Hanf verbraucht nur sehr wenig Dünger. Hanf ist eine der Pflanzen, die die meiste Biomasse erzeugt. Hanf kann als oberirdische Pflanze komplett verwertet werden. Für die Drogengegner kann ein Hanf angebaut werden, der praktisch keinen Wirkstoff produziert. Für die Ölgewinnung ist allerdings ein Hanf mit Wirkstoff besser geeignet, da dann deutlich mehr Öl gewonnen werden kann. Wenn selbst THC armer Hanf bereits rentabel ist, dann wäre mit THC reichem Hanf richtig gut Geld zu verdienen. Um diesen anbauen zu dürfen muss sich allerdings erst die gesamte europäische Politik ändern.
Es gibt viele willige Bauern, die Hanf anbauen würden. Sie können aber nicht und das hat zwei Gründe: In der unmittelbaren Nähe gibt es keine Abnahmestellen für die Stängel und die Samen. Das noch größere Problem ist, dass man spezielle Erntemaschinen benötigt. Wenn ein vereinzelter Betrieb Hanf anbauen will, dann lohnt es für die ansässigen Lohnunternehmer nicht, diese Maschinen anzuschaffen. Es müssen sich somit Bauern geballt zusammen finden, um Hanf anzubauen, damit diese Maschinen sich rentieren. Dann muss es aber auch eine Verwertung geben. Das alles behindert die Widerentdeckung der Nutzpflanze Hanf.
Hanf zum kochen
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Biodiesel für die ganze Welt
Es gibt Schätzungen, dass „nur“ zwölf Prozent der Fläche von Afrika mit Ölfrüchten bestellt werden müssten, um den weltweiten Bedarf an Treibstoff zu decken. Das wäre wirklich großartig, da dieses nachhaltige Wirtschaften die Umwelt wirklich sehr schonen würde. Die Industrie arbeitet allerdings immer noch mit Erdöl und verdient hier Milliarden. Es scheint an den entscheidenden Stellen nicht die notwendige Motivation zum Umdenken zu geben. Natürlich würde man nicht allein in Afrika Biodiesel produzieren sondern überall, wo Ölfrüchte wachsen. Da Europa sich nicht selber versorgen könnte würde sich für viele Drittweltstaaten ein gewaltiger Markt auftun. Hanf könnt in vielen Ländern die Pflanze werden, die genutzt wird. Somit könnte auch genügend Zellstoff für die Papierindustrie gewonnen werden und der verbleibende Regenwald dürfte vielleicht weiter bestehen bleiben. Hanf ist die interessante Pflanze, da sie sich als gesamtes verarbeiten lässt, es gibt für die Nutzung dieser Pflanze zehntausende Anwendungsbereiche.
Aber auch die Technik, aus Biomasse Treibstoff zu gewinnen, ist sehr interessant. Ob es beim Hanf oder anderswo ist, es gibt Bereiche, in denen Unmengen an Biomasse als Abfall anfällt. Diese Abfälle müssen dann entsorgt werden und das verursacht Kosten. Somit wäre es bereits billiger, diese Abfälle kostenlos an Verwerter zu übertragen, die daraus Treibstoffe gewinnen.
Es ist viel möglich, nicht nur mit der „Wunderpflanze“ Hanf. Die Menschen können das auch verstehen und befürworten. Wenn die richten Stellen allerdings nicht schalten, dann wird es noch Jahrzehnte dauern, bis das alles umgesetzt wird. Dann müssen wir wirklich erst unser Erdöl und Erdgas verbrauchen, bis wir wirklich global nachhaltig wirtschaften können. Dabei könnte die Umstellung bereits begonnen haben und nicht nur als Nische sondern auf dem breiten Markt. Es ist möglich und sollte möglichst schnell Realität werden, um unsere Erde so zu erhalten, wie sie heute noch ist.
Kann man auch rauchen!
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