Hundeerziehung




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Konsequenz ist keine Schikane

Hundeerziehung

Viele Hundebesitzer möchten nicht streng sein. Sie wollen Ihren besten Freund und Kameraden nicht „abrichten“ und lassen ihm viel lieber seinen freien Willen. Gut gemeint – aber leider tut das der Beziehung zum Hund nicht gut.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie schicken Ihren Hund auf seinen Platz (Korbtraining ist eines der grundlegenden Elemente der Hundeerziehung). Ihr Hund gehorcht auch... aber er legt sich so in den Korb, dass der halbe Hund noch raushängt. Und steht nach einer Minute sowieso wieder auf. Und jetzt? Alles prima, macht doch nichts? Ist doch egal, wie der Hund sich hinlegt. Nein, ist es nicht. Sie haben gesagt: „In den Korb!“ Ihr Hund hat gesagt: „Aber nur ein bisschen!“ Und wer hatte den längeren Atem?

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Ein anderes Beispiel: Sie befehlen „Sitz!“ Ihr Hund setzt sich für einen Moment. Steht dann wieder auf und zischt ab. Macht auch nichts? Er hat ja Sitz gemacht? Ja, aber für wie lange?
Wie oft haben Sie schon gedacht: Ach, macht doch nichts.... Man möchte seinen Hund doch nicht sinnlos schikanieren und mit überflüssiger Kleinlichkeit ärgern.

Eine andere Situation: Besuch kommt. Der Besuch hat Angst vor Ihrem Hund, aber der lässt sich partout nicht wegschicken. Er bleibt nicht in seinem Korb, will immer wieder den Besucher begrüßen. Jetzt gibt es aber Ärger! Und dann wird der Hund in die Küche gesperrt und versteht die Welt nicht mehr....


 

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Sie bleiben am Straßenrand stehen. Der Verkehr ist stark, Sie müssen warten und befehlen dem Hund „Sitz!“ Der Hund setzt sich und springt zehn Sekunden später wieder auf, zappelt herum, zieht an der Leine. Jetzt werden Sie sauer, Sie haben doch „Sitz!“ gesagt! Der Hund wird angemeckert, es wird an der Leine gezerrt, Sie werden böse – schließlich geht das so nicht, an der Straße! Und der Hund? Der versteht die Welt nicht mehr.
Ja, und dann gehen Sie in die Hundeschule und erfahren dort vielleicht, dass Ihr Hund „dominant“ sei. Sie sollen sich durchsetzen! Ihrem Hund mal zeigen, wer der Herr ist! Und Ihr Hund? Der würde doch durchaus machen, was Sie wollen – aber was um Himmels willen wollen Sie überhaupt? Erst wischi-waschi sein und dann auch noch sauer werden: das ist einfach nur unfair.

Sie haben Ihrem Hund schließlich ganz klar beigebracht, dass Ihr Kommando „in den Korb“ bedeutet: „Leg dich irgendwie in den Korb und komm wieder raus, wenn dir langweilig ist.“ Und „Sitz!“ bedeutet: „Setz dich, bis du wieder aufstehen möchtest... Ach, und wenn du dich gar nicht setzen möchtest, dann lass es einfach, ist okay!“ Alles, was Ihr Hund dadurch lernt, ist, dass Ihre Kommandos eigentlich völlig überflüssig und bedeutungslos sind. Es ist nicht „dominant“, solche Kommandos nicht zu befolgen. Ihr Hund ist vollkommen im Recht, wenn er sagt: Da mache ich doch besser gleich, was ich selbst für richtig halte.

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Statt Ihren Hund mit Inkonsequenz zu verwirren, zeigen Sie ihm lieber im alltäglichen Miteinander, dass Sie wirklich meinen, was Sie sagen. Es ist keine sinnlose Schikane, darauf zu bestehen, dass der Hund Kommandos wirklich korrekt ausführt und auch abwartet, bis das Kommando wieder aufgehoben wird. Wenn Sie immer klar und konsequent sind, dann erledigen sich ganz viele Probleme von alleine. Dazu müssen Sie nicht laut und böse werden, und auch nicht hart durchgreifen. Konsequenz hat schließlich nichts mit Härte zu tun.

Mehr Erziehungstipp vom Profi gibt es hier: www.aufsechspfoten.de und im Welpenblog


 




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