ICQ Chat, die Stasi im Internet




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Die ICQ Chat Vergangenheit

ICQ Chat, die Stasi im Internet
Der ICQ Chat hat die Welt erobert

Es waren vier arbeitslose israelische Studenten, die den ICQ Chat als den ersten Instant Messenger 1996 im Internet entwickelt haben, der mit einer Internetverbindung auskommt. Das Potenzial schnell durch AOL erkannt und dieses kaufte das ganze System 1998 auf und somit hat AOL dieses System bis zum April 2010 betrieben, ab 2007 ist es nicht mehr möglich, dass man seinen Account löscht. Somit kommt es dazu, dass der ICQ Chat inzwischen über 470 Mio. Nutzer hat, das waren im Jahr 2005 gute 56% Marktanteil. Somit ist der ICQ Chat der meist genutzte Instant Messenger auf der gesamten Welt. Das Scheint ein russisches Unternehmen so sehr beeindruckt zu haben, dass es den ICQ Chat im April 2010 von AOL abgekauft hat. Bislang hat das noch nicht viel geändert, es bleibt aber abzuwarten, was genau die neuen Besitzer nun machen werden.

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Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Der ICQ Chat und die Datensicherheit

Wer sich beim ICQchat Germany anmeldet, der verzichtet auf die Rechte an seinen Gesprächen mit den anderen Teilnehmern. Dieses bedeutet, dass man auf dem ICQchat Germany keine vertraulichen Informationen austauschen sollte oder nicht über Straftaten berichtet. Sollte man dieses machen, dann ist der Besitzer vom "ICQ Chat" dazu berechtigt, die Informationen zu nutzen oder auch Strafverfolgungsbehörden einzuschalten. Wer hier berichtet, dass er gerade eine größere Menge Drogen gekauft hat, der muss sich nicht wundern, wenn das SEK die Haustür eintritt und sich mit fünf Beamten auf einen stürzt. Gut, so schlimm ist es nicht, wenn das der Fall wäre, dann wäre der ICQ Chat Germany dafür bekannt. Dieses ändert aber nichts daran, dass das rechtlich möglich wäre. Es gibt somit keine Privatsphäre, wenn die Besitzer vom ICQ Chat es wünschen, dann können sie den gesamten Gesprächsverlauf von Personen verfolgen und die Gespräche beliebig nutzen. Ist das nun das eigentliche Interesse des russischen Investors?

Man sollte den ICQ Chat boykottieren

Wenn bedacht wird, dass den ICQ Chat Nutzern nicht einmal eine Privatsphäre zugestanden wird, wenn bedacht wird, dass praktisch jeder Nutzer gezielt durchleuchtet werden kann, dann verwundert es sehr, dass die Menschen diesen Service immer noch nutzen. Auch wenn der ICQ Chat Germany nicht offensiv durchleuchtet wird, wer diesen Service nutzt, der hat keine Rechte mehr. Praktisch gesehen könnten die Gespräche im ICQ Chat an eine Daily Soap verkauft werden und dort wortgetreu verwendet werden. Es könnte aber auch ein politisches System den ICQ Chat aufkaufen, um nun gezielt die eigene Bevölkerung zu beschatten. Ein gigantischer Konzern könnte den ICQ Chat aufkaufen, um seine Mitarbeiter und Kunden zu beschatten. Unglaublich viele persönliche Informationen können somit ungehindert und ganz legal durch den ICQchat Germany in die falschen Hände geraten und uns Nutzern ist das völlig egal? Eigentlich müssten wir so viel Verantwortung übernehmen, dass wir dieses Phänomen mit dem ICQchat im Internet boykottieren.

Der ICQ Chat ist Marktführer, was nun?

Es ist immer sehr schwer gegen die Masse zu schwimmen. Der ICQ Chat ist Marktführer und wer seine ganzen Freunde nicht dazu bewegen kann, auf einen Konkurrenten umzusteigen, der ist dazu gezwungen, den ICQ Chat zu nutzen. Es ist aber erstaunlich, dass solche Machenschaften nach US Gesetzen gestattet sind, hier haben die Menschen somit nicht die unendliche Freiheit der Privatsphäre, nach deutschem Recht wäre das so insgesamt nicht mehr möglich. Wer dieses System nutzt, der akzeptiert aber das US Recht und verzichtet auf Europäisches Recht. Was kann man nun machen, wenn die ganzen Bekanten den ICQ Chat nutzen? Einer alleine kann in unserer Welt anscheinend gar nichts mehr machen. Der ICQ Chat könnte dazu eingesetzt werden, die privaten Gespräche der Nutzer zu durchleuchten, vielleicht passiert das bereits aus Marketingzwecken, diese Daten werden aber bislang nicht veröffentlicht und auch nicht an Verfolgungsbehörden weiter geleitet. Vielleicht achtet man einfach etwas genauer darauf, was man hier von sich gibt und macht andere Nutzer auf diese Situation aufmerksam.

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