Ist Manuel ein Gott?




Platz #152 in Gesellschaft, #3808 insgesamt
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Diese Geschichte habe ich selbst erdacht, mit Hile der Biebel

Manuel richtete seine Werkstatt ein. Und dafür wurde er nun von allen respektiert.
Manuel wurde immer berühmter und bekannter für seine genialen Erfindungen. Und in seiner Werkstatt entstanden nun die nützlichsten Sachen.
Und so begannen sie, ihn, Manuel, nun auch immer mehr zu verehren. Sie achteten und ehrten seine Taten und all seine nützlichen Erfindungen. Erfindungen, von denen auch alle redlich profitierten. Manuel war davon nun sehr angetan und fühlte sich geschmeichelt.
Sicher, er, Manuel, hatte inzwischen schon so viel Gutes getan, daß sich alle, nur bei der bloßen Erwähnung seines Namens, schon verneigten. Ja sie fielen regelrecht in den Dreck, wenn sie vor einer seiner Erfindungen standen. Und eines Tages begegneten ihm drei Fremde. Als er, so wie immer, unerkannt die Straße entlang ging. Und diese Fremden also konnten auch nicht wissen, daß er Manuel war. Und er, hatte es ihnen auch nicht gesagt. Und trotzdem brachten sie ihm die Ehrerbietung entgegen, die man auch dem großen Erfinder Manuel entgegengebracht hätte.
Aber wie konnte das nun sein? Sicher, alle kannten ihn, den großen Erfinder Manuel. Durch seine Taten und durch seine großartigen Erfindungen kannten sie ihn. Aber sie kannten ihn nicht von seinem Angesicht her. Und Manuel, wollte das auch nicht. Denn was würde wohl mit jemandem passieren, der diesem großen Erfinder gegenüber stünde und gleichzeitig auch wüßte, wer ihm da nun gegenübersteht. Würde dieser jemand nicht vor lauter Ehrfurcht, einen Herzanfall erleiden und vor Schreck tot umfallen? Und genau aus diesem Grund also, wollte Manuel unerkannt bleiben. Er, dieser große Erfinder. Aber warum brachten ihm diese drei Fremden dann Ehrerbietung entgegen?
Nun so sei es drum. Alles blieb so wie es war. Man huldigte weiter hin den Namen Manuels. Und man verehrte seine großartigen nutzbringenden Erfindungen.
Manuel selbst, hatte es sich inzwischen angewöhnt, jedem der im begegnete, einen freundlichen Gruß und Ehrerbietung darzubringen. So, wie er es einst, durch diese drei Fremden erlebt hatte. Nun die Leute interessierte das wenig. Sie amüsierten sich nur über das merkwürdige Getue dieses alten Mannes.
Und eines Tages, blieb einer vor ihm stehen. Ein Landstreicher. Ein Habenichts. Und fragte: „Alter Mann, warum verehrst du mich? Wer bin ich schon, daß du mir Ehrerbietung entgegen bringst? Weist du nicht, daß Ehre nur einem gebührt? Nämlich unserem großen genialen Erfinder Manuel.“ Und man stelle sich das einmal vor, er sagte es, während nun genau dieser geniale Erfinder, direkt vor im stand.
Und weiter sprach dieser Landstreicher: „Unser großer genialer Manuel muß einen sehr sehr klugen Geist besitzen, denn siehe Alter, so ziemlich alles was wir haben, hat er für uns erfunden und gebaut. Nun, sein Name, mag zwar nur ein Name sein, aber allein dieser Name verdient höchste Ehre und Anerkennung. Also höre Alter, benutze deinen Geist und deinen Verstand. Verehre nicht mich. Ich bin nur ein umherziehender Landstreicher. Den Namen Manuels solltest du verehren.“ Und Manuel, der ja nun selbst vor ihm stand, lächelte ein wenig verschmitzt, ließ diesen Landstreicher aber weiter reden.
„Also höre alter Mann! Wir kennen zwar unseren Manuel nur durch seine großartigen Taten und durch seine wunderbaren Erfindungen. Aber muß nun so ein genialer Erfinder, der so viel Gutes für uns tut, nicht auch einen ebenso guten und edlen Charakter haben? Und wäre es nun nicht respektlos, wenn wir ohne jeden Grund, irgend etwas anderes von ihm denken würden? Also Alter, mache nicht den Fehler zu glauben, ich sei Manuel! Ich, der ich nur ein einfacher Landstreicher bin. Denn mein Geist und mein Verstand besitzen mit Sicherheit, nicht seine Genialität.“
Dieser Landstreicher war nun fertig mit seinen Ausführungen. Und er hatte soeben, seinem Manuel selbst, eine regelrechte Standpauke gehalten. Aber zum ersten Mal erfuhr Manuel, dadurch etwas mehr über seine Mittmenschen. Denn dieser Landstreicher hatte es ihm nun unmißverständlich klar gemacht. Ja, aus ihm hatte wohl so eben, der Geist aller gesprochen. Und Manuel, hatte ihm auch sehr aufmerksam dabei zugehört.

Natürlich, Manuel liebte seine Mitmenschen schon immer. Nicht umsonst, erfand er all die nützlichen Dinge für sie. Aber jetzt, liebte er sie noch mehr denn je. Denn ihm wurde klar, daß sie ihn nicht nur wegen seiner Erfindungen, sondern auch wegen seiner selbst, liebten und verehrten. Und fort an wollte auch er, sie weiterhin lieben und ihnen noch nützlichere Erfindungen an die Hand geben.
Und seine Erfindungen wurden wahrlich immer genialer. So tauchten eines Tages, plötzlich drei oder vier riesengroße Vögel am Himmel auf. Vögel oder was immer das auch sonst gewesen sein mochte. All die Leute jedenfalls, staunten sehr darüber. Und ihre Augen wollten gar nicht glauben, was sie da jetzt am Himmel sahen. Und immer mehr Leute blieben stehen und schauten zum Himmel hinauf. Und immer mehr Augenpaare sahen und staunten. Und schließlich riefen alle: „Heilig, heilig, heilig sei unser großer genialer Erfinder Manuel.“ Und immer wieder und immer wieder riefen sie es nun.
Manuel, war selbst auch dabei. Natürlich unerkannt wie immer. Und er fragte sich nun zwei Dinge: „Wo und wann, hab ich denn jemals Vögel erfunden? Und dann auch noch so große, wie diese hier. Ich habe ja schon so ziemlich alles erfunden. Aber so etwas?“
Genau das war es, was er in diesem Augenblick dachte. Er, der große von allen ach so angebetete Erfinder. Und wehrend also alle, immer noch am staunen und am huldigen waren, bemerkten nur sehr wenige, daß ein großes Unheil bevor stand. Denn diese großen gewaltigen Vögel nämlich, kamen auf den Boden herab und gewaltige Staubmassen verfinsterten selbst die Sonne. Alles wurde nun von ihnen verwüsteten. Tonnen von Geröll stürzten auf den Boden herab und die Flüsse stauten sich dadurch und traten über die Ufer.
Die Leute nun, waren enttäuscht von ihrem ach so genialen Erfinder. Denn so meinten sie: Er habe diesmal nichts gutes vom Himmel zu uns herunter geschickt. Im Gegenteil, seine fliegenden Monster haben nur Verwüstung Hochwasser und Elend über uns gebracht. Ja, Manuel und kein anderer, sei nun dafür verantwortlich zu machen. Verantwortlich für all das Leid, das uns widerfahren ist. Denn ihr alle habt doch gesehen, wie seine riesigen Monsterkreaturen dort oben am Himmel kreisten. Glaubt mir, er selbst hat sie erschaffen und ihnen Kraft gegeben. Zerstörerische Kraft. Und nur er ist dafür verantwortlich, daß wir hier langsam aber sicher in den Fluten absaufen.
Manuel selbst dachte sich, laß sie doch reden. Etwas anderes ist jetzt viel wichtiger. Nämlich, gibt es einen Ausweg aus dieser hoffnungslosen Lage? Ja, es gab einen Ausweg. Einen ganz einfachen sogar. Er selbst nämlich, Manuel, nahm nun die Dinge in die Hand. Und er selbst, leitete die Aufräumarbeiten. Und er selbst war es, der die Leute nun zu Höchstleistungen antrieb, auf das es mit dem zerstörten Land nun wieder aufwärts gehe. Und zum Glück erkannten sie ihn nicht, denn auf den Namen Manuel, war inzwischen niemand mehr gut zu sprechen.
Aber das war ihm egal. Er, war mit wichtigerem beschäftigt. So verschaffte er sich erst ein mal, einen genauen Überblick über das tatsächlich Ausmaß der Zerstörungen im Land. Und Manuel stellte fest, daß einige Landstriche kaum oder nur sehr wenig verwüstet wurden. Während andere nun total in Schutt und Asche lagen.
Außerdem erkannte Manuel sofort, daß dort unten in den Flußtählern, die drohende Gefahr durch das Hochwasser wohl am schlimmsten war. Und wenn die gewaltigen Fluten nur noch einen Tag länger steigen würden, dann wären all die Menschen dort, auf einen Schlag verloren.

In der Masse all derer die überlebt hatten, entdeckte Manuel nun diesen Landstreicher wieder. Und er packte ihn beim Schopfe und sagte.
„Du Landstreicher, wir müssen jetzt einen kühlen Kopf bewahren! Sage zu all denen, die noch halbwegs bei Kräften sind, dort unten, dort unten in den Flußtälern, dort müssen wir zuerst helfen. Sage ihnen: Kommt Leute! Bedauert nicht den Verlust eurer Behausung! Den Leuten dort unten, geht es noch viel viel schlechter. Und dort sollten wir zuerst helfen. Sage ihnen das! Hast du gehört!“
Und die Leute verstanden, was der Landstreicher ihnen vermittelte. Und sie begriffen es und machten bereitwillig mit.
Und Manuel selbst, ging nun daran, zwei Begriffe einzuführen. Den Wiederaufbau des Landes, nannte er „Alltag“. Die Zerstörung und die Verwüstung, nannte er „Katastrophe“. Bereits am nächsten Tag schon, begannen die Leute nun ihren Alltag und machten sich an den Wiederaufbau des Landes.
Doch Manuel, beschlich eine gewisse Angst. So träumte ihm eines nachts, daß das gleiche mit diesem Land, ja jeder Zeit wieder passieren könnte. Alltag und Katastrophen, liegen wohl sehr nah beieinander.
Aber das, konnte man den Leuten doch unmöglich sagen. Jetzt, wo es gerade wieder aufwärts ging im Land. Die Leute, sie würden doch sofort alle Arbeiten einstellen und verängstigt in alle Himmelsrichtungen davonlaufen. Es wäre vorbei, mit dem Wiederaufbau. Und alles ginge den Bach herunter. Alles bisherige, wäre dann für die Katz gewesen. Nein, sagen durfte man ihnen das nicht.
Statt dessen, ließ er durch den Landstreicher verkünden: Kommt Leute, fruchtbares Land brauchen wir. Das ist wohl war. Aber dieses Land, sollte auch wirklich trockenes Land sein. Also, warum siedeln wir in Zukunft nicht weiter weg von den Flüssen? Nur zur reinen Vorsicht. Und keine Angst! Verdursten, werden wir nicht. Wozu gibt es denn den Regen?
Wasser ist Wasser. Ob nun mit Eimern aus den Flüssen geschöpft oder ob es als Regen vom Himmel fällt. Wasser, egal woher es auch kommt, es macht den Boden fruchtbar.
Und, wir sollten Aussichtstürme errichten. Türme so hoch, daß ein Mensch quasi mit den Augen eines Adlers, von dort herab, den Himmel und das umliegende Land beobachten kann. Nur zur reinen Vorsicht natürlich.
Außerdem glaubten einige gehört zu haben, man müsse Staudämme bauen, um die Kraft des Wassers besser kontrollieren und für sich nutzen zu können.
Doch das nun, hatte Manuel nicht veranlaßt. Und auch der Landstreicher wußte nichts von einer solchen Entscheidung. Nein. Beide staunten nur ein wenig über diesen übereifrigen Tatendrang der Leute.
Und beide waren inzwischen auch voll und ganz mit anderen Dingen beschäftigt. Nämlich, mit der Erschließung neuen trocknen Landes, weiter oben in den Bergen. Und es ging auch sehr gut voran.
Im 601. Jahr, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, brach einer der größten Staudämme des Landes zusammen. Die Schleusen waren geöffnet. Milliarden Kubikmeter angestautes Wasser, bahnten sich nun ihren Weg.
Kurz darauf, fand sich ein Mann. Und er behauptete nun überall: Dieser Landstreicher, er hätte keine Schuld an diesem Übel. Nein! Er habe das niemals veranlaßt. Ihr selbst Leute, ihr selbst habt eigenmächtig diesen Staudamm gebaut. Und nun ist er zerbrochen.

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