Java Tutorial




Platz #122 in Computer & Elektronik, #4413 insgesamt
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Intro

Hallo Leser/in,

diese Seite der Programmiersprache Java verschrieben. In den folgenen Beiträgen werde ich versuchen, dir dem Umgang mit dieser Programmiersprache beizubringen.

Das soll dich nicht nur in deinem (vielleicht gar nicht mal so freiwilligen) Unternehmen, diese Sprache zu erlernen, unterstützen sonden vor allem Spaß machen. Deswegen versuche ich auch, meine Texte möglichst humorvoll und nicht so trocken-langweilig wie andere Tutorials zu halten.

Aus eigener Erfahrung kann ich nämlich sagen: Sobald man Spaß daran hat, sich seine eigenen Programme zusammenzuschustern und vielleicht mal ein kleines Spiel zu basteln, dass man dann seinen Freunden schicken kann, dann lernt man besser als wenn versucht, sich einzelne Befehle wie tote Vokabeln zu merken.

 

Soweit das, im nächsten Text fangen wir mit ein bisschen Grundlagen über Java an (du kannst es bestimmt kaum erwarten!)

 

Viel Spaß!

 

P.S: Bei Fragen einfach eine kurze Mail an javatut@gmx.de schicken.

Java - Funktionsweise

Was ist Java eigentlich?

Java ist eine Programmiersprache (doh!), mit der man sehr endgeräte-unabhängig Programmieren kann. Ein Programm, das auf einem Windows-PC laufen soll, sieht gleich aus wie eins, das eine Kaffee-Maschine steuert. Das ist ziemlich nützlich und macht Java zu einer vielseitig verwendbaren Sprache.

 

Wie funktioniert Java?

Jedes Gerät, auf dem man Java verwenden möchte, brauch die Java Runtime Environment. Das JRE übersetzt einen Java-Code in die jeweilige Sprache des Gerätes (Kaffeemaschienen sprechen nämlich eine andere Sprache als Computer oder Industrieroboter).

 

Was brauch ich zum Programmieren?

Als erstes die JRE, falls du die noch nicht hast.

Dann brauchen wir eine Entwicklungsumgebung, also das Programm in dem wir programmieren. Für dieses Tutorial nehmen wir Eclipse.

Einfach die beiden Links anklicken, aktuellste Version herunterladen (keine Angst, natütlich total Gratis!) und dann erst die JRE und dann Eclipse installieren. Fertig!

 

Im nächsten Post lernen wir Eclispe kennen und schreiben unser erstes kleines Programm.

Aller Anfang ist leicht

JRE und Eclipse sind installiert? Worauf wartest du dann noch. Öffne Eclipse und du müsstest ein Fenster haben, das in etwas so aussieht:

 

Tut es das nicht, auch egal. Oben links gehen wir auf File -> New -> Java Project. Dann poppt  ein neues Fenster auf, in dem gnz viel Zeugs steht das wir total ignorieren. Das einzige was wir machen müssen, ist unserem Projekt einen Namen zu geben. Ich nenne es mal "Tutorial". Ein Klick auf Finish und schon haben wir unser erstes Projekt erstellt.

 

Als nächstes erstellst du eine neue Klasse in deinem Projekt. Im "Package Explorer", der jetzt an der linken Seite angezeigt wird, rechtsklickst du auf Tutorial, wählst dann über "New" den Punkt "Class" aus. Was eine Klasse ist und kann erkläre ich später noch genau. Für jetzt ist eine Klasse erstmal ein magischer Ort, auf dem du programmieren kannst.

 

Als Name wähle ich mal "Testklasse" weil wir in der Klasse eine Menge rumprobieren und testen werden. Mach noch einen Haken bei "public static void main (String[] args) und drück dann auf Finish.

 

Danach hast du so etwas:

 

"public class Testklasse" bedeutet dass du eine Klasse mit dem Namen "Testklasse" ist und sie öffentlich ist. Öffentlich heißt, dass andere Klassen auf die Testklasse zugreifen können. Das wird später wichtig, wenn wir große Programme schreiben die aus mehreren Klassen bestehen. Danach steht eine geschweifte Klammer. "{" Die gibt an, dass der "Body" der Klasse anfängt. Alles, was zwischen der "{"-Klammer und der letzten "}"-Klammer steht gehört zur Testklasse.

Im Körper der Klasse steht die sogenannte main-Methode (das ist das public static void main(String[] args), das uns Eclipse reingeschrieben hat). In der main-Methode steht drin, was unser Programm später alles machen soll. Wichtig ist, dass jedes Programm, egal wie groß es ist, nur eine main-Methode haben darf.
Den grünen Text darunter können wir löschen. Das ist übrigens ein Kommentar. Kommentare werden vom Programm ignoriert, da können wir irgendwas hinschreiben ohne dass es später umgesetzt wird. Ein Kommentar beginnt auf jeden Fall mit den Zeichen "//".

 

Zwischen die geschweiften Klammern der main-Methode schreiben wir also unsere erste Anweisung an das Programm. Was einfaches für den Anfang, eine einfache Textausgabe:

System.out.println("Hier steht Text!");

System.out.println ist der Befehl, in die Standartausgabe zu schreiben. In den Klammern dahinter schreiben wir, was wir denn ausgeben wollen. Das Semikolon sagt dem Programm, dass dieser Befehl zu Ende ist.

 

Drücken wir auf den grünen Kreis mit dem weißen Dreieck in der Symbolleiste startet unser Programm und unter dem Programmierfeld hat sich ein kleines Console-Fenster geöffnet, in dem unser Text steht.

 

Ist das nicht klasse? Ich weiß, bisher noch nicht so wirklich spannend und auch ein bischen umständig, so viel zu schreiben um einen blöden Text auszugeben, aber das wird schon noch.

Im nächsten Schritt schreiben wir mehr Text in die Konsole und finden raus, was denn genau eine Methode ist.

Methoden und Strings

Sachen sind dumm

Da wir mittlerweile den Befehl kennen, mit dem wir einen Text ausgeben können, werden wir an diesem Beispiel lernen, was eine Methode ist und was man damit machen kann.

 

Eine Methode besteht aus zwei Teilen: Der Signatur und dem Methodenrumpf. Die Signatur ist das was vor den geschweiften Klammern steht und der Rumpf steht in der Methode.

Die Signatur ist wichtig um zu bestimmen, wie das Programm mit der Methode umgeht. Sie ist nach einer festen Struktur aufgebaut:

Sichtbarkeit hatten wir letzten Schritt schonmal erwähnt. Eine öffentliche Methode (public) kann auch von anderen Klassen gerufen werden. Vorerst machen wir alle unsere Methoden public.

Das static nehmen wir einfach mal so hin, das wird erst später wichtig.

Der Rückgabetyp zeigt an, wie das Programm die Methode behandelt. Eine Methode vom Typ "void" hat keinen Rückgabewert. Ein Beispiel für eine Methode mit Rückgabetyp kommt gleich.

Der Name der Methode sollte wiederspiegeln, was die Methode eigentlich macht. Hab ich eine Methode die eine Zahl verdoppelt sollte die Methode also zahlVerdoppeln oder so heißen. Methoden und Variaben schreibt man i.d.R. mit einem kleinen Buchstaben am Anfang. Leerzeichen sind nicht erlaubt, neue Wörter schreibt man dann einfach groß (z.B. zahlAusgeben oder neuesFensterErstellenUndAltesFensterLoeschen).

In den Klammern nach dem Namen stehen die Parameter der Methode. Parameter geben wir unserer Methode, damit sie mit denen arbeiten kann. Eine Methode kann mehrere Parameter haben oder gar keinen. In letzerem Fall lassen wir die Klammern nicht weg sondern leer ().

Ein Parameter besteht aus der Typbezeichnung (in unserem Fall "String") und einem Namen (in unserem Fall "t").

 

Der Rumpf der Methode enthält das, was die Methode ausführen soll, wenn sie gerufen wird. Er steht zwischen den geschweiften Klammern.

Wir schreiben als Beispiel eine schlechtgelaunte Methode. Der Methode geben wir einen Text als Parameter und die Methode soll dann sagen, dass der Text dumm ist. Das würde, wäre es eine Unterhaltung, in etwa so aussehen:

Programm: "Methode, was hältst du von Kaffee?"
Methode: "Kaffee ist dumm!"

"Kaffee" ist in dem Fall der Text, den wir der Methode geben. Die Methode nimmt den Text und fügt " ist dumm!" dazu und gibt das dann aus.

Das ist gar nicht so schwer, wir müssen nur 2 neue Sachen kennenlernen.

1) Der Parameter, den unsere Funktion hat, können wir innerhalb verwenden. Er ist vom Typ String, also ein Text, und hat den Namen "t". Der Befehl

System.out.println(t);

gibt jetzt nicht einen festen Text aus wie im letzten Schritt sondern immer den Text, der in t gespeichert ist.

 

2) mit dem Operator + können wir Strings aneinanderreihen. Wollen wir also an den String t noch dranhängen " ist dumm!" dann sieht das so aus:

t + " ist dumm!"

 

Jetzt müssen wir nur noch die zwei Schritte kombinieren und das war es auch schon.

System.out.println(t + " ist dumm!");

Diese Anweisung kommt in den Rumpf der Methode, also zwischen die geschweiften Klammern. Alles zusammen sieht dann so aus:

 

Die Methode ist fertig, jetzt müssen wir sie nur noch aufrufen. Das machen wir in der main-Methode. Das funktioniert, indem wir den Namen der Methode schreiben und in Klammern dahinter, was wir der Methode für einen Text als Parameter geben. Ich hab gleich mal ein paar Beispiele gemacht.

 

Drücken wir den Run-Button so gibt die Konsole folgendes aus:

 

Die dummeSachen-Methode wird 4 mal mit einem jeweils anderem Text als Parameter aufgerufen. Jedes Mal springt das Programm aus der main-Methode kurz in die dummeSachen-Methode, führt die Anweisungen darin aus und springt dann wieder zurück.

 

Methoden sind vor allem für Aufgaben nützlich, die man mehr als nur einmal durchführen will.

 

Im nächsten Schritt schaun wir uns nochmal eine andere Art von Methoden an und rechnen ein bisschen rum. Mathe, yay! Es wird immer besser!!




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