Keine Depressionen durch Cannabis
Cannabis löst definitiv keine Depressionen aus
Es gibt unter anderem die These, dass ein anhaltender Cannabiskonsum depressiv machen würde. Das wäre eigentlich nicht unlogisch, da es sich um eine Droge handelt und Drogen, wie jeder weiß, schlecht sind. Dann bekommt man davon auch keine gute Laune sondern Depressionen. Wer an einen Drogenabhängigen denkt, der hat somit immer einen gescheiterten Menschen vor Augen, dem es richtig schlecht geht. Bei vielen Drogenabhängigen mag das so sein aber nicht jeder, der Drogen nimmt, ist oder wird drogenabhängig. Nicht jeder, der Alkohol trinkt, ist ein Alkoholiker. Es gibt also einen moderaten Gebrauch, der nicht zwingend Probleme auslösen muss. Der Gebrauch von Drogen kann einfach zum Leben mit dazu gehören, ohne die Lebensqualität zu zerstören, das ist bei vielen Drogen der Fall. Warum sollte das also beim Cannabis anders sein? Somit sollte erst einmal erkannt werden, dass die meisten Kiffer keine gescheiterten Persönlichkeiten sind, die in der Gosse liegen. Es handelt sich sehr oft um Familienväter oder um Mütter, die im Berufsleben stehen. Diese Personen verwenden ihr Marihuana meist nach der Arbeit oder sogar nur an Wochenenden. Dafür, dass mehr gekifft wird, wird dann in den allermeisten Fällen gar nicht mehr oder weniger getrunken.
Soviel zu dem, dass Kiffer nicht zwangsläufig ein Drogenproblem haben müssen, bei den meisten ist das nicht so. Dennoch handelt es sich um eine Droge und diese kann natürlich auch negative Auswirkungen haben, unter Umständen sogar Depressionen auslösen. In Kalifornien ging man dieser Frage im Jahr 2005 nach und befragte 4400 Erwachsene und fand heraus, dass diejenigen, die einmal die Woche oder seltener kiffen ein geringeres Risiko für Depressionen haben. Dieses gilt auch für Dauerkiffer, die jeden Tag konsumieren. Diese gelegentlichen oder dauer Kiffer haben eine weniger depressive Stimmung, die Gefühlslage ist positiver und sie leiden weniger an körperlichen Beschwerden. Es handelt sich um eine aussagekräftige Umfrage in einer Situation, in der einfach ganz normale Bürger befragt wurden. Somit kann hiermit ausgeschlossen werden, dass Cannabis bei einem gelegentlichen oder regelmäßigen, sogar täglichen Konsum, Depressionen auslöst.
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Wieso kommt es zu der These, dass Cannabis Depressionen auslöst?
Es gibt einen sehr logischen Grund, weswegen man annimmt, dass Cannabis Depressionen auslöst: Cannabis wirkt gegen schlechte Stimmung und hellt die Stimmung merklich auf. Es wirkt gegen Depressionen. Wer an Depressionen leidet und Cannabis versucht, der bleibt eher als ein gesunder Mensch bei dieser Droge. Das Cannabis wirkt gegen die Depressionen und es geht dem kranken Menschen deutlich besser, nicht nur, dass er ein High empfindet. Wer an Depressionen leidet und unterbewusst oder bewusst merkt, dass das Cannabis eine Linderung verschafft, der wird nun intensiv kiffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein depressiver Mensch zu einem starken Kiffer wird ist definitiv höher als bei einem gesunden Menschen. Es gibt somit viele Menschen, die an Depressionen leiden und richtig viel kiffen, um sich besser zu fühlen.
Die Öffentlichkeit sieht nicht, warum ein depressiver Mensch kifft, sie sieht aber viele depressive Menschen, die richtig viel kiffen. Dieses wird auch den Psychiatrien auffallen. Somit ist es sehr naheliegend, dass gefolgert wird, dass Cannabis bei einem Dauerkonsum starke Depressionen auslösen kann. Der Grund für den starken Konsum liegt aber in dem Punkt, dass die Depression bereits bestand, vielleicht weniger ausgeprägt. Eine Depression fängt meist nicht mit ihrem Maximum an sondern baut sich über Jahre auf. Depressionen begleiten die Patienten oft mehr oder weniger stark über Jahrzehnte. Besonders dann, wenn die Depressionen schlimm sind, wird besonders viel gekifft und wieder sieht es so aus, als ob die Depressionen vom Kiffen kommen.
Bessere Laune bekommen?
Ist Cannabis denn nun ein Antidepressivum?
Dieses kann nun gefolgert werden, Cannabis ist in gewisser Weise ein Antidepressivum. Es muss allerdings der Fährnis halber erklärt werden, dass Cannabis vermutlich ein nicht besser wirkendes Antidepressivum ist, als die auf dem Markt erhältlichen. Es wird aber im Vergleich zu vielen Präparaten die geringeren Nebenwirkungen haben oder den angenehmen Effekt, dass man High wird. Somit würden viele Patienten starke chemische Medikamente ablehnen und Cannabis bevorzugen. All diese Medikamente können wie das Cannabis eine Depression immer nur positiv beeinflussen. Eine Depression ist praktisch gesehen unheilbar und kann nur abgewartet werden. Es gibt nicht das Medikament, durch das eine Depression wie auf Knopfdruck verschwindet, diese wird nur gelindert und das ist mit Cannabis das gleiche. Es liegt aber immer an den Patienten, ob diese lieber die Chemie nehmen oder High werden, diese sollten das dann auch selber entscheiden.
Kritiker werden bei diesem Artikel von einer schändlichen Drogenverherrlichung sprechen und das soll natürlich nicht sein. Deswegen möchte ich nicht zum Kiffen aufrufen, da es sich um eine Droge handelt, die eine Sucht auslösen kann, diese kann Suchtprobleme bedingen. Ein grundlegendes Problem ist der Kostenfaktor. Geld wird einem egal und man gibt alles für die Sucht aus. Dann ist man ständig bedröhnt und kriegt sein Leben nicht mehr auf die Reihe. Der Verlust des Arbeitsplatzes kann die Folge sein, auch dass der Partner einen verlässt oder es einfach nicht mehr funktioniert. Diese Folgeerscheinungen können nun Depressionen auslösen. Dann würde Cannabis indirekt Depressionen über die Folgen einer Sucht auslösen, solche Fälle gibt es. Diesen Personen ist das aber oft egal, da sie auch mit wenig glücklich sind, solange sie weiter kiffen können. Das kann aber nicht ein erfülltes Leben sein, wenn sich nur noch alles und wirklich alles um das Kiffen dreht. Das ist dann kein geregeltes Leben mehr.
Das im vorherigen Abschnitt beschriebene kann passieren, in den meisten Fällen passiert es aber nicht. Aber wie man beim ersten Glas Bier nicht weiß, ob man ein Alkoholiker wird, so weiß man beim ersten Joint auch nicht, ob man durch Cannabis ein Suchtproblem bekommt. Wer es nicht darauf ankommen lässt, der bleibt abstinent.
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