Kernkraft ist so sauber, wie Sonne, Wind und Wasser




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... oder nicht?

Wenn die Sonne früh Morgens über Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien aufgeht, freuen sich alle und viele Menschen gehen hinaus in die Natur, um sich bei schönem Wetter zu entspannen und zu genießen.

Wenn der Wind durch Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien weht, zieht man sich vielleicht etwas wärmer an, und genießt das Spiel der Wolken, die Bewegungen der Blätter und man weiß, dass es einen Fortbestand vieler Pflanzen und Blumen ohne Wind nicht gäbe (Bestäubung). Aber gerade diese genießen wir sowohl in der Natur, als auch zu Hause.

Wenn an den Küsten von Großbritannien, Frankreich und Polen die Wellen ans Ufer laufen, oder die Kinder im Sommer in den Flüssen von Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien schwimmen, dann schlägt unser Herz höher. Wenn unser Blick weit übers Meer gleitet oder wir die Fische beobachten, dann bedeutet das Entspannung pur. Glücklich sein ... Und in vielen trockenen Ländern der Erde, ist mit dem durch das Land fließende Wasser ein Überleben erst möglich.

Aber damit nicht genug, denn Sonne, Wind und Wasser sind zwei unserer wichtigsten Lieferanten regenerativer Energie die wir in Form von Solar- & Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft nutzen können.

Niemand in Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien käme auf die Idee, Sonne, Wind oder Wasser bei der "Einreise" zu verhaften und als kriminell einzustufen oder gar zu verbieten.

Wenn ich allerdings mit einem Stück radioaktivem Uran, Plutonium ... oder sonstigem radioaktivem Material versuche, nach Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien einzureisen, und sei es auch noch so gut verpackt, dann verstoße ich ganz massiv gegen Gesetze, ich bin quasi kriminell, und werde sofort verhaftet und eingesperrt. Meinen Brocken radioaktiven Materials sehe ich vermutlich nie wieder. Und das hat einen guten Grund: radioaktive Strahlung ist, auch in kleinsten Mengen, u.a. Krebs erregend und hochgefährlich.

Das ist keine Glaskugel-Leserei, sondern das ist wissenschaftlich und medizinisch erwiesene Wahrheit. Und genau wegen dieses enormen Strahlungsrisikos existieren weltweit, auch in Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien, entsprechend strenge Gesetze für den Transport, die Aufbewahrung, den Handel und die Ein- und Ausfuhr radioaktiver Materialien.

Doch jetzt kommen Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien, vermutlich aufgrund kommerzieller Interessen einer mächtigen Atom-Lobby auf die Idee, vor der EU zu beantragen, die Kernenergie und den Verkauf von Atomstrom als emissionsarme Technologie einzustufen und diese ebenso subventionswert wie die Nutzung von Sonnenenergie oder Windkraft einzustufen (siehe Tagesschau und Süddt.Zeitung). Wenn Kernenergie so harmlos und emissionslos ist, dann schlage ich vor, dass wir zukünftig unser Endlagerproblem, das ohne Zweifel existiert (siehe WDR), in Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien lösen. Wir bringen Europas "emissionsarmen" Atommüll bis zur Abschaltung aller europäischen Kernkraftwerke in diese vier Länder, und entsorgen ihn dort. Wenn wir dafür bezahlen, brauchen wir dafür noch nicht mal Subventionen einzusetzen.

Sind Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien mit dieser Vorgehensweise einverstanden, kann man davon ausgehen, dass deren Politiker, deren Wissenschaftler und die Menschen in Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien diesen Quatsch tatsächlich glauben. Niemand wird ein Problem damit haben, dass das europaweite Endlagerproblem so gelöst wird, und alle sind glücklich.

Sind Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien allerdings gegen diese Vorgehensweise, dann kann man davon ausgehen, dass deren Politikern, deren Wissenschaftlern und den Menschen in Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien durchaus bekannt ist, dass es sich bei der Kernenergie keineswegs um emissionsarme Technologie handelt (siehe WDR). Dann ist klar, dass wir von den beantragenden Ländern und Politikern bewusst belogen werden. Ist das allerdings der Fall, darf man sich die Frage stellen, ob man diese weiterhin wohlwollend als ehrenwerte Partner einstuft, oder ob es sich vielleicht doch um korrupte, grenzenlos dem Profit hörige und gewissenlose Kriminelle handelt ...

Für mich ganz besonders interessant wird jetzt, in welche Ecke sich die deutschen und europäischen Politiker und Handlungsbevollmächtigte stellen. Ob sie sich für die Natur, für Mensch und Tier, für die Welt und die Zukunft einsetzen, oder ob sie sich in einer Ecke mit diesen zweifelhaften Subjekten zusammen rotten. Halten wir die Augen auf und sagen unseren Politikern, dass wir diese Art von Lobbyismus nicht wollen: Stimme gegen Atom-Subventionen!

Atommüll - Endlager verzweifelt gesucht (1/3)

Die Atom-Mafia liebt die halbe Wahrheit ...

Dass Atomstrom günstig ist, ist nur die halbe Wahrheit, denn im Strompreis sind nur die reinen Produktionskosten enthalten.

Die Kosten für Wiederaufbereitung, Transporte (Castor), Überwachung, Lagerung, Entsorgung, vermeintliche Entsorgung und Endlagerung zahlt der Steuerzahler, also wir alle. Würden wir diese Kosten auf den Strompreis umrechnen, bekämen wir einen ehrlichen Strompreis. Dieser ehrliche Strompreis ist viel höher, als der Preis für sauberen Ökostrom (siehe Ökostrom-Preis A und/oder Ökostrom-Preis B).

Die Geschichte vom günstigen Atomstrom ist eine Lüge!

Atommüll - Endlager verzweifelt gesucht (2/3)

... und verschweigt gern die andere Hälfte der Wahrheit

Wenn nun behauptet wird, dass es sich bei der Kernkraft um eine emissionsarme Technologie handelt, dann handelt es sich ebenfalls nur um einen kleinen Teil der Wahrheit (und noch nicht mal der ist wirklich wahr). Gliedern wir auf:

  1. Abbau des radioaktiven Materials: siehe "Uranerz-Abbau"
  2. Stromproduktion: Solange es nicht zu einem Störfall kommt, was leider häufiger der Fall ist, als es der Laie erfährt (siehe Reaktorstörfälle), ist also nur 2. Stromproduktion als "relativ" emissionsarm zu betrachten. Wenn man bedenkt, dass ca. 50% der deutschen Bevölkerung im Umkreis von 80km um ein AKW lebt, dann bekommen allerdings die größeren Störfälle einen etwas anderen Wert: Tschernobyl & Fukoshima zeigen uns, dass selbst 2. Stromproduktion immer ein unkalkulierbares Risiko birgt.
  3. Transporte, Wiederaufbereitung, Entsorgung: siehe "Die Lüge von der sauberen Energie"

Selbst bei wohlwollender Betrachtung ist also maximal 1/3 der gesamten Kernkraftnutzung als relativ "emissionsarm" zu betrachten. Die restlichen 2/3, die alles andere als emissionsarm bezeichnet werden müssen, werden der Welt ganz bewußt verschwiegen. Aus rein gewinnorientierten Gründen. Doch die Verantwortlichen wissen Bescheid, sowohl in der Atomwirtschaft, als auch in der Politik.

Auch das Verschweigen der Wahrheit, zugunsten eines einseitigen (finanziellen) Vorteiles und zum Schaden von Menschen, Tieren und der Natur ist eine Lüge!

 

Weitere Artikel:

Atommüll - Endlager verzweifelt gesucht (3/3)

Die pure Wahrheit - schwarz auf weiß

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Weiter führende Literatur:

Findet man bei "Atomkraft kritisch betrachtet"

"Wenn die eine Hälfte der Wahrheit gelogen ist, und man uns die Wahrheit über die andere Hälfte verschweigt, dann ist im Zusammenhang mit der Nutzung der Kernkraft nur eines sicher: Das Risiko!"