Optisch hohe Zinsen beim Prämiensparen




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 Optisch hohe Zinsen beim Prämiensparen
Pixelio.de Lilo Kapp

Das Prämiensparen ist ein besonderes Sparmodell, das die Sparkassen schon lange für ihre Kunden im Portfolio führen. Auffällig beim Prämiensparen der Sparkassen sind die außergewöhnlich hohen Zinsen, die für die jährlichen Einlagen auf dem Sparkonto gutgeschrieben werden. Die Bezeichnungen variieren je nach Geldinstitut und genauen Spar- und Zinsbedingungen. Dem Prämiensparen, dem Zuwachssparen oder dem flexiblen Vorsorgesparen ist allerdings gemein, dass der auf die Einlagen gewährte Zinssatz von Jahr zu Jahr steigt.
 

Flexibles Zinsmodell beim Prämiensparen

Ein Sparplan kann beim Prämiensparen über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren abgeschlossen werden. Für den Anleger ist dabei besonders die Jahr für Jahr steigende Prämie interessant, die auf die jährlichen Einlagen gutgeschrieben werden. Die beginnt bei einem Prozent und steigt auf bis zu 50%, wenn der Sparkassenkunde über mindestens 20 Jahre hinweg seine Sparraten regelmäßig auf sein Sparkonto einzahlt.

Beim Prämiensparen kann der Grundzins variieren

Das angesparte Kapital wird beim Prämiensparen mit einem Grundzins verzinst. Die Prämie bezieht sich grundsätzlich nur auf die Einzahlungen des laufenden Jahres. Die Sparkassen behalten sich vor, den Grundzins im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten je nach Marktsituation zu variieren. Zurzeit liegt der Grundzins beim Prämiensparen je nach Sparkasse und individueller Vertragsausgestaltung zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. Die tatsächliche Rendite der Einlage beim Prämiensparen ist also immer eine Kombination aus Grundzins und Einlagenprämie. Für den Anleger kann die flexible Handhabung der Grundzinses Vorteile haben. Schließt er seinen Vertrag in einer Periode niedriger Zinssätze ab und steigen Jahre später die Zinssätze wieder an, so wird die Sparkasse auch den Zinssatz seines Prämiensparvertrags nach oben anpassen.
 

Prämiensparen steht für eine flexible Laufzeit

Einer der Vorteile beim Prämiensparen gegenüber anderen Anlageformen ist die flexible Laufzeit. Das Prämienmodell kann über bis zu 25 Jahre festgeschrieben werden. Der Kunde hat jedoch jederzeit die Möglichkeit, bei Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist über seine gesamten Einlagen zu verfügen. Somit kann der Vertrag jederzeit vom Kunden gekündigt werden. Je länger er jedoch im Rahmen seines Vertrages an der vereinbarten Sparrate festhält, desto höher fällt die jährliche Prämienzahlung aus.

Kurzfristige Auszahlung beim Prämiensparen möglich


Auch eine kurzfristige Verfügung ist beim Prämiensparen möglich, wobei allerdings Vorschusszinsen für den Sparer anfallen. Je nach Vertrag kann der Anleger auch über einen Teil der angesparten Summe verfügen – allerdings wird dann die Prämienregelung hinfällig. Die langfristig hohen Prämien sollen den Anleger gerade dazu motivieren, an seinem Sparziel auch auf lange Sicht festzuhalten.

Geduld zahlt sich beim Prämiensparen aus

Das Prämiensparen ist als risikoarme Anlageform für den Sparer konzipiert worden. Es dient zum Erreichen eines Sparziels, beim dem der Endbetrag sicher feststeht und außer der Entwicklung der Inflationsrate keinem Risiko ausgesetzt ist. Selbst in einer inflationären Phase kann das Geldinstitut den Grundzins entsprechend anpassen, so dass der angesparte Betrag auch vor diesem Hintergrund sicher bleibt. Die von Jahr zu Jahr steigende Zinsprämie auf die jährlichen Einlagen ist zumindest eine psychologische Motivation für den Anleger, die Anlageform nicht vorzeitig zu wechseln oder frühzeitig über den Anlagebetrag zu verfügen. Im Notfall hat der Sparer jedoch jederzeit die Möglichkeit, auf seine Ersparnisse zuzugreifen, ohne rückwirkend Verluste zu erleiden.
 

Das Prämiensparen erfordert Weitblick

Anleger, die einen Prämiensparvertrag abschließen möchten, um beim Prämiensparen von den Zinsvorteilen zu profitieren, sollten jedoch langfristig denken und ihre Einkommenssituation auch auf lange Sicht einschätzen können. Verschlechtert sich die finanzielle Situation des Sparers, können die regelmäßigen Sparraten jederzeit verringert werden. Die Prämie wird auch auf die fortan kleinere Einlage gezahlt. Eine Erhöhung der monatlichen Einlage ist jedoch im Nachhinein nicht mehr möglich. Deshalb kann eine dynamische Sparrate von Vorteil sein. Beim dynamischen Prämiensparen erhöht sich die Sparrate jedes Jahr um den im Vertrag vorab festgesetzten Prozentsatz. Damit kann der Anleger optimal von der Jahresprämie profitieren.




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