Palliativmedizin und Palliativpflege




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 Palliativmedizin und Palliativpflege
RainerSturm. Pixelio.de

Ab einem gewissen Stadium sind einige Krankheiten aus medizinischer Sicht nicht mehr heilbar. Wenn die Erkrankung auf keine kurative Behandlung mehr anspricht, haben die Patienten häufig nur noch eine begrenzte Lebenserwartung und kämpfen darüber hinaus mit erheblichen Schmerzen. Die Beschwerden können jedoch mit Medikamenten und weiteren Therapien weitestgehend gelindert werden, so dass den Betroffenen für den Rest ihres Lebens wieder geistige und körperliche Aktivitäten ermöglicht werden, die das Leben wertvoller machen. Mit der Zielstellung, den Patienten das Leben mit der Krankheit zu erleichtern, konzentriert sich die Palliativmedizin und die damit verbundene Palliativpflege auf die Linderung von Krankheitssymptomen, um die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.

Was sind die Ziele von Palliativmedizin und Palliativpflege

Die Begriffe der Palliativmedizin und der Palliativpflege lassen sich von dem lateinischen Wort „pallium“ ableiten, welches gleichbedeutend mit „Mantel“ und „mantelartigem Überwurf“ verwendet wird. Entsprechend dieser Wortabstammung zielt die Palliativmedizin darauf ab, Schwerkranken auf ihrem Leidensweg schützend und unterstützend zur Seite zu stehen. Hervorgehoben werden muss jedoch, dass es sich bei der Palliativmedizin keinesfalls um Sterbemedizin handelt, da die entsprechende Versorgung teilweise schon in sehr frühen Stadien der Krankheit erforderlich ist. Kennzeichnend für die Palliativmedizin und das Vorgehen im Rahmen der Palliativpflege ist die Bejahung des Lebens, wobei jedoch weniger die Verlängerung der Lebenszeit im Vordergrund steht als die Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten. Die Palliativmedizin verfolgt den Grundsatz „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben geben!“. Daher werden Therapieversuche mit wenig Aussicht auf Erfolg im Rahmen der Palliativpflege vermieden, wenn diese den Patienten unnötig belasten und ihn in seiner Lebensqualität einschränken.

Palliativmedizin: Literatur

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Das Konzept der Palliativmedizin

Die konkreten Aufgaben und Maßnahmen sowie das Wissen und die Kenntnisse der Pflegekräfte, die im Rahmen der Palliativmedizin eingesetzt werden, um den Patienten das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, werden unter dem Begriff der Palliativpflege zusammengefasst. Die Behandlung der Palliativmedizin orientiert sich dabei insbesondere an den Wünschen und Bedürfnissen der Pflegebedürftigen. So kann der Patient beispielsweise die Umgebung, in welcher die Behandlung erfolgen soll, frei wählen. Aus diesem Grund wird die Palliativpflege sowohl in Pflegestationen und Hospizen als auch ambulant, in Pflegeheimen sowie in Form von häuslicher Betreuung angeboten. Um eine umfassende und individuelle Palliativpflege für den Einzelnen gewährleisten zu können, ist ein multidisziplinäres Team erforderlich, welches sich neben Ärzten und Pflegepersonal aus Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammensetzt. Bei der Palliativpflege steht jedoch nicht nur das physische Wohlbefinden der Patienten im Vordergrund, sondern auch die psychischen und emotionalen Bedürfnisse der Betroffenen. Das Konzept der Palliativmedizin konzentriert sich auf körperlicher Ebene auf die Linderung von Schmerzen und weiteren Krankheitssymptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Atemnot. Neben den medizinischen Maßnahmen wird den Patienten bei der Palliativpflege psychosoziale Unterstützung angeboten. Diese zielt darauf ab, Gefühlen wie Wut, Trauer und Angst zu begegnen, die bei den Betroffenen aufgrund ihrer ausweglosen Situation auftreten. In Gesprächen haben die Patienten die Möglichkeit, ihre Emotionen zur Sprache zu bringen, wodurch der Umgang mit der Krankheit erleichtert werden soll. Die Fachkräfte stehen dem Patienten im Rahmen der psychosozialen Palliativpflege auch bei der Bewältigung des Alltags zur Seite. Ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung des Tagesablaufs ist das aktive Einbeziehen der Angehörigen bei der Patientenbetreuung. Dadurch können die Bedürfnisse der Patienten in ihrer Gesamtheit erfasst und eine darauf aufbauend allumfassende, effektive Palliativpflege gewährleistet werden. Darüber hinaus werden auch die Familienmitglieder bei der Konfliktbewältigung, der Regelung wichtiger Formalien wie der Testamentserstellung und der Integration in soziale Netzwerke begleitet.

Wie Familie und Freunde helfen können

Palliative Care: wahrnehmen - verstehen - schützen. Pflegepraxis

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Heilung in der Familie: Ein Ratgeber für Angehörige von Krebspatienten (sachbuch)

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von: rororo, Stephanie M. Simonton, Dirk van Gunsteren
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Ich brauche euch zum Leben. Krebs - wie Familie und Freunde helfen können

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von: rororo, Annette Rexrodt von Fircks
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Diskussionen - Palliativmedizin und Palliativpflege

Das Konzept der Palliativmedizin und das Vorgehen bei der Palliativpflege löst jedoch auch Diskussionen aus, da die Grenzen zwischen erlaubter indirekter Sterbehilfe und unerlaubter Euthanasie, die von der Palliativmedizin abgelehnt wird, verschwimmen. Des Weiteren ergeben sich Zielkonflikte zwischen den grundlegenden Prinzipien der Palliativmedizin. Der Wunsch und das Recht der Betroffenen, sämtliche Behandlungsmethoden ablehnen zu können, muss akzeptiert werden, weil sich die Palliativpflege an den Bedürfnissen des Patienten orientiert. Da der Tod dadurch unter Umständen schneller herbeigeführt wird als mit Durchführung der Therapie, entsteht ein Konflikt mit dem Grundsatz der Palliativmedizin, keine Beschleunigung des Todes herbeizuführen.

Palliativmedizin und Palliativpflege- Die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten

Tatsache ist jedoch, dass die Palliativmedizin mit der Palliativpflege die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten respektiert und die Lebensqualität der Schwerkranken in den Vordergrund stellt. Auf diese Weise kann den Betroffenen die Last ihrer Krankheit zumindest ansatzweise abgenommen und ihnen mit dem Ansatz von Palliativmedizin und Palliativpflege umfassender Schutz sowie die notwendige Geborgenheit gegeben werden.