Phoenix Nähmaschine - Richtig Anwenden und Pflegen




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Die ­Phoenix Nähmaschine und ihre Anwendung

Phoenix Nähmaschine - Richtig Anwenden und Pflegen

Eine einfache Phoenix Nähmaschine beschränkt sich auf eine Auswahl von ca. 5 Nutzstichen und man kann, je nach Materialbeschaffenheit, die Stichlänge und Stichbreite variabel einstellen. Hochwertigere Modelle verfügen über die üblichen Grundprogramme und beinhalten das Vor- und Rückwärtsnähen, den Gradstich, den Blindstich, eine Saum- und Stopfunktion, einen Zickzackstich sowie in der Regel ein variables Knopflochprogramm. Die Verarbeitungsmöglichkeiten mit einer Phoenix Nähmaschine nahmen eine enorme Entwicklung. Über die Jahre hin wurden Block- und Freiarmnähmaschinen sowie Sockel- und Freiarmmaschinen entwickelt, die neben der traditionellen Flachbettnähmaschine für eine enorme Entlastung bei den unterschiedlichsten Arbeitsgängen sorgen. So kann man heute Stoffteile zusammenheften, Säume mit der Zickzack-Stichart Einsäumen und anschließend mit Blindstichtechnik, von außen unsichtbar, befestigen. Des Weiteren sind die sogenannten Doppelnähte mit zwei nebeneinander arbeitenden Nadeln in nur einem Arbeitsgang zu bewältigen und Knopflöcher werden incl. des Einschneideprozesses mit automatisch arbeitenden Messern ebenfalls in nur einem Arbeitsgang hergestellt. Natürlich ist auch die Sticktechnik ein breites und umfassendes Arbeitsgebiet, wobei unterschiedlich schöne Muster, ja sogar Buchstaben und Namenszüge mit einer Nähmaschine erstellt und somit tolle Ergebnisse erzielt werden können. Der Möglichkeiten und Fertigkeiten sind heute kaum noch Grenzen gesetzt. International wurde inzwischen eine DIN-Typisierung nach 6 Stichtypenklassen festgelegt.

Die Phoenix Nähmaschine - richtig Pflegen

Die Phoenix Nähmaschine, als auch die folgenden Weiterentwicklungen, bedurften, und bedürfen einer regelmäßigen Pflege und Wartung. So musste früher wie heute eine Phoenix Nähmaschine, egal ob privat genutzt oder in der Produktion eingesetzt, nach jedem Arbeitstag sorgfältig gewartet werden. Die Phoenix Nähmaschine wird mit einem feinen Pinsel vor allem von Faser- und Ölresten sorgfältig befreit. Anschließend werden alle beweglichen Metallteile und -gelenke der Phoenix Nähmaschine mit einer Öl-Spezialanfertigung und einer zarten Pipette, innerhalb der Phoenix Nähmaschine, tropfenweise mit diesem Spezialöl geschmiert und gefettet. Nachlässigkeiten wirken sich hierbei dramatisch aus, denn wenn sich die Phoenix Nähmaschine erst einmal festgefahren hat, ist meist eine teure Reparatur unumgänglich. Oftmals ist eine schlechte Pflege und Wartung auch der Grund für den Kauf eines neuen Gerätes. Das Gehäuse kann mit einem weichen Lappen poliert werden. Schwierige bzw. schmierige Flecken auf der Arbeitsfläche bzw. auf dem Gehäuse können mit einem angefeuchteten Tuch, bei Bedarf zusätzlich mit etwas Spülmittel, gereinigt werden. Natürlich muss vorher die Nähmaschine ausgeschaltet werden, denn eine eingeschaltete, mit dem Stromnetz verbundene Nähmaschine, bedeutet beim Reinigen mit feuchten Tüchern Gefahr für Leib und Leben.

Die Phoenix Nähmaschine

Entwicklung und Herstellung

Die Phoenix Nähmaschine ist eine von mehreren Nähmaschinenmarken, die im Laufe der Jahre hergestellt und entwickelt wurden. Die geschichtliche Entwicklung der Nähmaschinen geht bis ins Jahr 1817 zurück, damals wurde eine Apparatur vorgestellt, die Stoffe unter Zuhilfenahme einer Nadel, eines Greifers und eines Schlingenfängers, per Nähtechnik miteinander verband. Danach wurde die Phoenix Nähmaschine A im Jahre 1880 zunächst für den Privathaushalt hergestellt. Später folgten weitere Modelle der Phoenix Nähmaschine und wurden auch in Produktionsbetrieben, zur industriellen und maschinellen Fertigung für das Zusammenfügen von mehreren Stoffteilen zu einem Kleidungsstück, eingesetzt. Im Jahre 1968 wurde, nach den vorliegenden Informationen, die Herstellung der Phoenix Nähmaschine für Privathaushalte gänzlich eingestellt. Eine Original Phoenix Nähmaschine ist heute mehr oder weniger ein historisches Erinnerungsstück und wird in Museen als auch in Privathaushalten, bis zum heutigen Tage gewürdigt. Die historische Phoenix Nähmaschine besitzt heutzutage mehr einen ideellen Wert. Sie ist jedoch noch online bzw. in Antiquariaten käuflich zu erwerben. In manchen Haushalten wird eine Phoenix Nähmaschine noch als Schmuckstück bzw. für kleine Reparaturarbeiten an Kleidungsstücken benutzt. Die Phoenix Nähmaschine bestand in den Anfangsjahren aus Eisen- bzw. anderen Metallmaterialien und -teilen. Auf einem Eisengestell befand sich obenauf eine massive Holzplatte, in welche die Phoenix Nähmaschine professionell eingelassen wurde. Zunächst betrieb man die Phoenix Nähmaschinen mechanisch per Fußpedal, indem ­die Schneiderin mit beiden Füßen die Trittfläche am unteren Nähmaschinengestell durch ein nach vorn und hinten ­bewegen, betätigte. Erst viele Jahre später erhielt die Phoenix Nähmaschine einen mit Strom betriebenen Motorantrieb, der wiederum per Fußpedal mit dem rechten Fuß in Bewegung gesetzt wurde. Inzwischen gibt es seit vielen Jahren für die Produktion Industrienähvoll- bzw. Halbautomaten, die ebenfalls elektrisch funktionieren und mit oder auch ohne menschliche Bedienung programmgesteuert arbeiten.

Die Phoenix Nähmaschine - unterschiedliche Nähmaschinenformen

Die rechtsständige Flachbett Phoenix Nähmaschine zählte zu Grundformen der Nähmaschinenindustrie. Auch linksständige Nähmaschinen werden hergestellt. Die Armmaschinen wurden als Armaufwärts- sowie ­Armabwärtsnähend produziert. Säulenmaschinen werden in ganz unterschiedlichen Säulenkonstruktionen und -höhen sowie mit einer drehbaren Kurbelsäule angeboten. Zu den Weiterentwicklungen zählten u. a. auch die Sockel- und Freiarmmaschinen sowie die Block- und Freiarmnähmaschinen.

Die Phoenix Nähmaschine als Nähautomat

Inzwischen gibt es hochmoderne Nähautomaten, die bei besonderen Arbeitsgängen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Knöpfe annähen und Knopflöchern herstellen, dabei kommen auch unterschiedlichste Messer zum automatischen Einsatz, die mit anderen Arbeitsgängen, wie das bereits beschriebene Knopfloch einschneiden, sinnvoll verbunden werden. Inzwischen gibt es sogar voll automatisierte Industrienähmaschinen, die ohne jegliches Personal arbeiten.

Die Phoenix Nähmaschine heute

Inzwischen werden durch die Dürkopp Adler AG weltweit Problemlösungen in der Näh- und Fördertechnik angeboten, zu der im weitesten Sinne die Phoenix Nähmaschinen AG aufgrund mehrerer Übernahmen ihrer Aktienmehrheit, gehören. Die Dürkopp Adler AG ist inzwischen mit 12 Tochtergesellschaften und 80 Vertragshändlern sowie einer Vertriebs- und Serviceorganisation in der ganzen Welt vertreten.




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