Praktische Tipps und Tricks um die Spritkosten zu senken




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Hilfen um Kraftstoff zu sparen

Praktische Tipps und Tricks um die Spritkosten zu senken
Tipps um die Spritkosten zu senken. Copyright Roadrunner/pixabay

Laut ADAC sind die Spritpreise seit 2001 um 21 Prozent in die Höhe geschnellt. Wer gerne, viel und schnell fährt, selten das Fahrrad nimmt und grundsätzlich viel Gepäck mit sich führt, hat einen unnötig hohen Kraftstoffverbrauch.
Spritkosten senken kann der Verbraucher/die Verbraucherin letztendlich nur durch Ändern des eigenen Fahrverhaltens.
 

Das Auto ist mitsamt Insassen schon schwer genug

Ungenutzte Dachboxen und unnötige Utensilien sind ebenso unnötige Spritverbraucher. Laut ADAC können durch Gewichtsverlust bis zu 2 Litern auf einer 100 Kilometer langen Strecke bei 130 Stundenkilometern eingespart werden. Ist viel Gepäck notwendig, beispielsweise während der Fahrt in den Urlaub, so empfiehlt es sich, den Reifendruck um 0,1 bis 0,2 bar zu erhöhen.

Das richtige Fahrverhalten ist die halbe Miete beim Spirtsparen

Vorausschauendes Fahren ermöglicht früh- und rechtzeitige Reaktionen auf Veränderungen im Verkehrsfluss. Durch gleichmäßiges Fahren mit einer Drehzahl im Bereich 2500 und 3000 Umdrehungen kann ebenfalls Kraftstoff eingespart werden. Diese wird durch Fahren in möglichst hohem Gang ermöglicht, so können durch das Fahren im dritten Gang bei 30 Stundenkilometern rund 25 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Manche (zumeist neuere) Automodelle lassen sich auch problemlos im fünften Gang durch die Stadt fahren.
Auch beim Anfahren ist auf möglichst schnelles Hochschalten zu achten und durch Abstellen des Motors an Bahnübergängen wird weiterer Kraftstoff eingespart.
 

Günstig Tanken zum Wochenanfang

Da die Spritpreise freitags (laut ADAC) am höchsten sind und beispielsweise der Dieselpreis am Wochenanfang durchschnittlich fünf Cent günstiger ist, sollte wenn möglich zu Wochenanfang getankt werden. Am besten ist hier das vergleichen von Preisen der umliegenden Tankstellen: Heutzutage ist dies auch mit leicht zu bedienenden Apps für das Smartphone möglich, welche die günstigsten Tankstellen in der Umgebung anzeigen. So wird unnützer Kraftstoffverbrauch durch die Tankstellensuche vermieden.
Viele Tankstellen sind jedoch in der Regel dauerhaft günstiger oder teuer als ihre Konkurrenz, was die Suche im Wohnort vereinfacht.
 

Die richtigen Reifen und der Reifendruck können den Kraftstoffverbrauch reduzieren

Zu geringer Luftdruck der Reifen und die während der Fahrt stattfindende Verformung der Reifen, die die Reibungsfläche erhöhen, führen zu einem hohen Kraftstoffverbrauch - bis zu 30 Prozent des Verbrauches können auf den Rollwiderstand zurückgeführt werden. So empfiehlt es sich, gerade bei längeren Fahrten, die Reifen um bis zu 3 bar stärker aufzupumpen, als es der Hersteller empfiehlt. Wichtig ist auch ein rechtzeitiger Reifenwechsel, da je nach Sommerreifen oder Winterreifen ein anderes Gummigemisch eingesetzt wird.
Auch sogenannte Ökoreifen können den Kraftstoffverbrauch mindern, da sie aus einem steiferen, sich weniger verformenden Material bestehen. Laut Auto-Bild können mit solchen Reifen etwa 0,3 bis 0,6 Liter Sprit pro 100 Kilometer Autobahn (mit einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern) eingespart werden, was einer Ersparnis von 300 Euro innerhalb der Lebensdauer der Reifen entspricht. Ein Reifenpreisvergleich wie reifen 2 go kann beim Neukauf Geld sparen. Mehr Infos über Ökoreifen gibt es hier.
 

Unscheinbare Kraftstoffverbraucher: Klimaanlage, Sitzheizung und Licht

Eine angenehme Temperatur im Auto erfordert im Winter keine Sitzheizung und im Sommer keine Klimaanlage.
Im Sommer können auch offene Fenster durch den Fahrtwind die Temperatur im Auto niedrig und angenehm halten, eine Sitzheizung im Winter ist lediglich Luxus und auch eine Scheibenheizung muss nicht auf Hochtouren laufen, vor allem nicht im Stand: Mit wenig Gas und geringer Drehzahl sollte das Auto warm gefahren werden. Auch das allmorgendliche Kratzen der Scheiben im Winter kann umgangen werden, indem abends Frontscheibenplanen auf die Scheibe angebracht werden.

Auch Scheinwerfer und Innenbeleuchtung sind unnötige Kraftstoffverbraucher, sofern man sie noch nicht benötigt. Somit empfiehlt es sich, jegliches Licht bei guter Sicht am Tage auszuschalten.

Tipps um die eigenen stillen Verbraucher zu finden gibt es auf dieser Seite.

Fahrgemeinschaften gründen spart allen Geld

Fahrgemeinschaften zu bilden, um zur Arbeit oder Uni zu gelangen, oder sich in Mitfahrzentralen als Fahrer oder Mitfahrer einzutragen, spart viel Kraftstoff. So werden aus zwei, drei oder vier Fahrzeugen, die die gleiche Strecke hinter sich bringen, eins. Das schont Portemonnaie und Umwelt erheblich.

Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen ist bei Kurzstrecken eine mögliche Alternative

Der Kraftstoffverbrauch auf Kurzstrecken ist durch häufiges Anfahren deutlich höher, als bei längerer Fahrt. Kurze Strecke erfordern nicht zwingend ein Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß braucht man bei durchschnittlicher Ausdauer lediglich fünf bis zehn Minuten länger für eine fünf Kilometer lange Strecke als mit dem Auto und bei mehrmaliger körperlicher Betätigung steigert sich die Ausdauer allgemein sehr rasch.

Schon beim Autokauf auf den Spritverbrauch und Details achten

Beim Kauf eines neuen Autos hat man die Möglichkeit, auf Spritverbrauch und unnütze Funktionen, wie elektrische Fensterheber, Sitzheizung oder Klimaanlage, die alle zusammen einen nicht zu unterschätzenden erhöhten Kraftstoffverbrauch aufweisen, zu achten. Auch große Sportwägen sind für den Stadtverkehr nicht vonnöten - hier reicht ein Kleinwagen aus.

Neue Technik spart Kraftstoff: Gas- und Elektroautos

Elektroautos werden derzeit von der Mittelschicht und Unternehmen abgelehnt, da die Infrastruktur der Ladesäulen noch viele Lücken aufweist und die Anschaffung sehr teuer ist.
Gasautos hingegen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sie laut ADAC die Kosten für Kraftstoff um bis zu 55 Prozent, was 2000 Euro im Jahr für einen Vielfahrer bedeutet, senken. Auch ist der CO2-Ausstoß erheblich geringer.
Wie die weitere Entwicklung in den nächsten Jahren geplant ist, hat Auto, Motor und Sport zusammengefasst.

Fazit zum Spritsparen

Nicht nur schnelles Fahren und teures Tanken kann die eigenen Spritkosten in die Höhe schnellen lassen, auch unbedachte Kleinigkeiten, wie der elektrische Fensterheber oder etwa ungenutzte Gegenstände im Auto können viel zum erhöhten Kraftstoffverbrauch beitragen. Nur wer bedacht fährt und sich an kleine "Regeln" hält, hat die Möglichkeit, den Kraftstoffverbrauch dauerhaft zu senken und somit auch den eigenen Geldbeutel zu schonen und die Umwelt zu schonen.