Ratten - Was man über diese putzigen Freunde wissen sollte




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Rattenarten

Ratten - Was man über diese putzigen Freunde wissen sollte
(c) siepmannH pixelio.de

Hausratten

Die Fellfärbung der Hausratte ist meist dunkelbraun oder schwarz, die Bauchseite dagegen ist etwas heller. Sie ist ein wenig kleiner als die Wanderratte und ihr Körper ist zierlicher. Die Hausratte ist daher eher mit einer großen Hausmaus vergleichbar. Ihr Schwanz ist länger als ihr Körper, die Schnauze läuft spitz zu und ihre Ohren sind groß und dünn.

Wanderratten

Die Wanderratte ist der Vorfahre der uns heute bekannten Laborratte. Ihr Fell ist rötlich-graubraun, die Unterwolle ist heller. Der Bauch ist weißgrau und hebt sich somit deutlich von der Fellfarbe ab. Oftmals zeichnet sich auch entlang der Wirbelsäule ein dunkler Streifen ab. Bei der Wanderratte ist der Körper länger als der Schwanz und sehr robust und kompakt. Ihre Schnauze läuft rundlich zu und ihre Ohren sind kleiner als die der Hausratte. Wohnhaft ist die Wanderratte in Menschennähe in Kellern, Tunneln und Kanalisationen.

Der Käfig

Ratten benötigen einen großen und geräumigen Käfig, da diese Tiere sehr aktiv und bewegungsfreudig sind. Eine Grundfläche von 80 x 50 cm sollte gegeben sein damit die Ratten sich wohl fühlen. Nach Oben hin heißt es, je höher desto besser. Vogelvolieren eignen sich am Besten. Da Ratten Rudeltiere sind, ist die Haltung eines Einzeltieres nicht empfehlenswert. Ein Rattenkäfig sollte immer gut durchlüftet sein und vor allem ausbruchsicher, da die Tierchen alles zernagen was ihnen in die Quere kommt. Raue oder scharfkantige Materialien können zu Verletzungen führen. Da Ratten auch schnell lernen Verschlüsse zu öffnen, sollten zur Vorsicht kleine Schlösser an den Käfigtüren angebracht werden, damit die Tiere nicht entwischen können. Der Standplatz des Käfigs sollte nicht in direkten Sonnenstrahlung oder Zugluft sein.

Wohlfühlmomente

Ratten brauchen ein Häuschen, in das sie sich zurück ziehen und in Ruhe schlafen können. Es sollte schön geräumig sein. Das Einstreumaterial sollte bestenfalls aus Stroh- oder Holzpellet bestehen, da diese Materialien nicht stauben. Staub verursacht bei Ratten Augen- und Bindehautentzündungen, Allergien und Reizungen der Atemwege.

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Ernährung

Die Nahrung von Ratten sollte stets abwechslungsreich aber auch artgerecht sein. Für das Futter sind schwere Schalen beziehungsweise Schüsseln mit hohem Rand empfehlenswert, die diese nicht so schnell umgeworfen werden können. Für das Trinkwasser sind Nippeltränken empfehlenswert.

Gesundheit

Ratten sind sehr saubere Tiere die sich oft putzen. Jedoch eine vernachlässigte Säuberung des Käfigs kann zu Krankheiten führen. Der Einstreu des Käfigs sollte ein- bis zweimal die Woche gewechselt werden, die Fress- und Trinkgefäße werden täglich gesäubert. Einmal im Monat ist es auch empfehlenswert den Käfig zu desinfizieren.

Krankheiten

Trotz dass Ratten so robuste und widerstandsfähige Tiere sind, können auch sie einmal erkranken. Die meisten Menschen erkennen oft nicht ob es sich nur um eine harmlose oder vielleicht doch eine ernsthafte Erkrankung handelt. Man sollte in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen. Bei Krankheit ist es auch nicht ratsam zu viel Grün-oder Saftfutter zu füttern, da dadurch Durchfall entstehen kann. Es ist ratsam die kranke Ratte hauptsächlich mit Trockenfutter zu versorgen bis diese wieder gesund ist.

Die richtige Temperatur

Hatten die Wärme lieben ist eine Raumtemperatur von 22-25 °C ideal. Hohe Temperaturschwankungen können zu Unterkühlung, Erkältung (laufende Nase, tränende Augen, Atembeschwerden) führen. Auch in diesem Fall sollte man einen Tierarzt hinzuziehen. Junge Ratten die bei zu niedriger Raumtemperatur gehalten werden bekommen einen geschwollenen, stark geröteten Schwanz. Dies ist ein Anzeichen dafür dass der Käfig schnellstmöglich an einen wärmeren Platz gestellt werden muss.

Ein sauberer Käfig

bei Erkrankung ist eine besonders gründliche Reinigung des Käfigs, der Fress- und Trinkgefäße sowie auch der Klettergeräte zwingend erforderlich. Nach der Reinigung wird ein Desinfektionsmittel aufgesprüht um die Krankheitserreger abzutöten, welches nach einer gewissen Einwirkzeit mit klarem Wasser wieder abgewaschen wird.

Überlegungen vor dem Kauf

Für Kinder sind Ratten erst ab dem sechsten oder siebten Lebensjahr geeignet, da sie vorsichtig behandelt werden müssen. Werden sie grob angefasst oder stark gedrückt, so kann eine Ratte mit Kratzen oder gar mit beißen reagieren. Ratten sollten nicht unbedingt als Einzeltiere gehalten werden. Sie fühlen sich erst mit einem Artgenossen so wirklich richtig wohl. Nagetiere können bei Menschenallergien auslösen, deshalb ist es vor der Anschaffung wichtig ob einer der Familienangehörigen an einer Tierhaarallergie leidet.




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