Rechtsschutzversicherung Test: Stiftung Warentest Testergebnisse 12/2014




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Rechtsschutzversicherung Test: Stiftung Warentest Testergebnisse 12/2014
Lupo / pixelio.de

Heutzutage leben wir in unbeständigen Zeiten und schneller als man denkt sieht man sich vor Gericht wieder. In vielen Fällen ist unklar, wie genau ein Prozess ausgehen wird und selbst, wenn man es nicht darauf anlegt, kann man schnell von einem Gerichtsverfahren betroffen sein und muss sich mit dem Rechtsstreit auseinander setzen. Am besten ist man in so einer Situation mit einer Rechtsschutzversicherung abgesichert, doch gibt es gerade in diesem Bereich viele verschiedene Modelle. Stiftung Warentest hat in einem neuen Test 6 Angebote in 218 Angebotsvarianten überprüft und auf Herz und Nieren getestet.

Verbraucherfreundlichkeit im Rechtsschutzversicherung Test

Getestet wurden von dem unabhängigen Unternehmen Stiftung Warentest Rechtsschutzversicherungen, die Schutz in den Bereichen Miet-, Privat-, Verkehrs- und Arbeitsrecht bieten sollten. Die wichtigste Erkenntnis aus dem Rechtsschutz Test: Einen wirklichen Rundumschutz wird durch keine der getesteten Versicherungen geboten und mitunter gab es unglaublich große Lücken im Rechtsschutz. Aus diesem Grund konnte die Note "Gut" auch lediglich acht Mal vergeben werden, alle anderen hingegen wurden lediglich mit einem "Befriedigend" ausgezeichnet. Drei der getesteten Policen bekamen sogar lediglich ein "Ausreichend".

Klarer Gewinner war der Tarif "T07 erweiterte Leistung" der Rechtschutz Union, denn dieses Angebot konnte von allen anderen Angeboten die wenigsten Lücken aufweisen. Das lässt sich der Anbieter allerdings auch gut bezahlen, denn 311 Euro im Jahr darf man als Nutzer hinlegen. Dort enthalten sind jedoch lediglich Privat-, Verkehrs- und Berufsrecht. Wer darüber hinaus noch Mietschutz haben möchte, muss noch weitere 55 Euro draufzahlen. Der preiswerteste Anbieter mit 142 Euro für das Paket ist die WGV Schwäbische Allgemeine - hier werden für den zusätzlichen Mietschutz auch nur 37 Euro fällig. Weitere Informationen gibt es direkt kostenpflichtig bei Stiftung Warentest.

Rechtsschutz lohnt vor allem für Familien

Ein weiterer Punkt, der im Test aufgefallen ist, liegt in den Preisen: In den letzten drei Jahren haben die Jahresbeiträge für Rechtsschutzversicherungen stark zugenommen, allerdings wurden dafür auch die maximalen Deckungssummen, für die die Versicherungen zahlen, angehoben. Dafür hat sich einiges beim Rechtsschutz für Familien getan - vor allem, wenn ältere Kinder im Haus sind. Sogar volljährige Kinder sind jetzt so lange ohne Altersgrenze mitversichert, bis sie einen vollwertigen Job haben und selbst einen Verdienst bekommen. Das ist sogar unabhängig davon, wo sie wohnen. Das gilt zusätzlich auch für Kinder, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind.

Kaum Unterschiede beim Arbeitsrechtschutz

Im Rechtsschutzversicherung Test wurde auch der Bereich des Arbeitsrecht überprüft und dabei ist aufgefallen, dass es nur sehr geringe Qualitätsunterschiede bei den Angeboten gibt. Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Bundesgerichtshof sorgte bereits vor einiger Zeit für einheitliche Regeln. Außerdem entschied er darüber hinaus, dass Versicherte bereits dann Anrecht auf Rechtsschutz haben, wenn der Chef einen Aufhebungsvertrag anbieten möchte. Vorher wollten viele Versicherungen erst zahlen, sobald die Kündigung selbst vorliegt. Dafür gibt es sehr große Unterschiede im Privatrechtsschutz. Besonders beim Streit von Kapitalanlagen, wenn man falsch von der Bank berraten wurde, unterscheiden sich die verschiedenen Angebote sehr stark von einander.
 




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