Rost von der Autotür entfernen




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Lösungen für das häufige Problem bei alten Autos

Viele Autobesitzer kennen das Problem: Da hat man den Wagen gerade einmal ein oder zwei Jahre, es läuft ohne Probleme und schon macht sich der erste Rost an der Autotür breit. Diese kleinen, feinen Kratzer sind zwar zunächst recht unscheinbar, können aber mit der Zeit zu einem echten Problem werden. Denn breitet sich Rost richtig aus, kann nicht nur der Lack, sondern auch die gesamte Karosserie der Tür Schaden davon nehmen - und schneller als man denkt ist man auf dem Weg dorthin. In diesem Fall muss man nicht gleich eine teure Autowerkstatt aufsuchen, häufig reicht es schon, selbst mit den richtigen Mitteln vorzugehen, um den Rost vollständig loszuwerden.

Die Entstehung von Rost am Auto ist eigentlich relativ simpel: Rost kann ausschließlich bei Eisenmetallen, wie beispielsweise bei Stahlblech, auftreten. Stahl korrosiert in Verbindung mit Wasser, so wird die Oberfläche nach und nach zersetzt. Nun entsteht Rost, der immer mehr Feuchtigkeit durchlässt. Rostbefallene Materialien werden hier relativ schnell zersetzt. Es gilt als Autobesitzer, die Verbindung von Sauerstoff, Wasser und Eisen so gut es geht zu vermeiden - dies ist der beste Schutz gegen Rost. Eine regelmäßige Autopflege ist die beste Prävention gegen dieses Problem.

Wer Rost vorbeugen möchte, sollte das Auto nach jedem kalten Winter gut waschen. Das funktioniert am besten mit einem Hochdruck-Wasserschlauch. Sind bereits Roststellen vorhanden, werden diese am besten mit einem Schleifpapier abgeschliffen, ideal ist hier Nassschleifpapier mit einer besonders feinen Körnung. Nachdem die Roststellen komplett entfernt wurden, werden die betroffenen Stellen mit einem in Terpentin getränkten Lappen abgewischt und dann mit einer speziellen Rostversiegelung versehen. Diese ist zB bei Motip Dupli erhältlich.

Ein weiterer Schritt gegen Rost ist, die betroffene Stelle abzuschleifen und danach nachzulackieren. Hierfür ist die exakte Farbbezeichnung des Autolacks erforderlich, die im Fahrzeugschein steht. In einem Fachhandel kann ein Farbspray oder ein Farbstift erworben werden, mit dem die Roststelle überlackiert wird. Für ein möglichst exaktes Ergebnis lohnt sich hier der Gebrauch einer Farbpistole.

Ist die Tür wirklich stark mit Rost befallen, sollte man das ganze Blech entfernen. Dies funktioniert am einfachsten mit einer Flex. Zunächst wird mittels Abklopfen festgestellt, wie groß die Roststelle ist. Dort, wo der Lack abspringt, befindet sich Rost. Wer es sich zutraut, kann das Blech selbst ausbessern, in den meisten Fällen ist es jedoch ratsamer, gleich ein neues zu kaufen. Dieses wird anschließend eingeschweißt, gereinigt und überlackiert.

Wer Rost an seinem Auto entdeckt, sollte also möglichst schnell handeln. Je nach Befall kann, wie oben erläutert, ein einfaches Abschleifen ausreichen oder auch ein kompletter Ersatz notwendig sein.

Autor: Klaus Hubert Spiess