Russland im War on Drugs: Verbrennt den Schlafmohn
Die Natopolitik in Afghanistan bezüglich der Drogen

In der Vergangenheit wurden die Natotruppen auch dazu eingesetzt, um gegen die Schlafmohnfelder und gegen den Opiumhandel im War on Drugs vor zu gehen. Diese Taktik hatte aber nicht den erhofften Erfolg. Es wurde ungemindert Schlafmohn angebaut und wenn den Bauern die Existenz zerstört wurde, dann sind diese sehr oft zu den Taliban über gelaufen um sich von diesen ausbilden zu lassen, um dann gegen die Natotruppen zu kämpfen. Deswegen haben die Natogeneräle ihre Taktik überdacht und lassen die Mohnfelder und Opiumhändler nun in Frieden. Sie versuchen die Freundschaft der Bauern und der lokalen Machthaber zu gewinnen. Diese lokalen Machthaber sind meistens deswegen so mächtig, da sie am Opium verdienen und damit ihre Privattruppen finanzieren können. Genau diese lokalen Machthaber sucht die Nato als Verbündet und kann ihnen dann nicht gleichzeitig den Schlafmohn und das Opium verbrennen.
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Foto: Martin Kummer/pixelio.de
Noch ein Grund, weswegen Russen sterben
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Russlands Heroinproblem stammt aus Afghanistan
Russland ist einer der Hauptabnehmer das afghanischen Opiums oder eher Heroins. Sehr oft wird das Opium bereits in Afghanistan zu Heroin verarbeitet um die Gewinnspannen zu erhöhen. Offizielle Angaben sprechen in Russland von 500.000 Heroinabhängigen. Schätzungen beziffern jedoch 2,5 Millionen Junks. Jedes Jahr sterben an dieser Droge zwischen 30.000 und 40.000 Menschen. Russland ist ein Land mit schwindender Bevölkerung und ist bereits jetzt auf Einwanderer und Gastarbeiter angewiesen. Deswegen sieht dieses Land sich nun durch die Heroinabhängigkeit und die damit verbundenen Todesfälle direkt gefährdet. Russland befürchtet, dass es sich entvölkert. Zudem erklären die Russen, dass jedes Jahr fünfzigmal mehr Menschen am Heroin sterben als am Krieg in Afghanistan; gemeint ist damit, dass es sinnvoll wäre die Situation dort zu verschärfen und härter durch zu greifen. Diese Rechnung beinhaltet, dass es sinnvoller ist einige Soldaten in den Tod zu schicken um damit das Leben der Bevölkerung im eigenen Land zu schützen.
Es ist Viktor Ivanow, der oberste Streiter Putins und Mewedjews gegen die Drogen, der nun in Brüssel und auch in Berlin eine neue Taktik im Kampf gegen den Schlafmohn vorstellt. Die Nato solle sich nun mit Russland verbünden um gemeinsam die Schlafmohnfelder zu vernichten. Dadurch währe die Produktion vom Opium und das daraus resultierende Heroinproblem verhindert und Russland könne sich von der Heroinsucht erholen. Immerhin sind seit 1990 zu 2010 20-mal mehr Menschen Heroinabhängig. (Das kann auch mit daran liegen, dass zuvor nur Opium konsumiert wurde.)Inzwischen verzeichnet im Schnitt jede zehnte Familie in Russland einen Heroinabhängigen. Die Familien sind in Russland nicht große, dafür hat die Planwirtschaft gesorgt.
Die Russen stellen sich das mit dem War on Drugs so vor: Der UN-Sicherheitsrat habe das Drogenproblem in Afghanistan zum Problem für die internationale Sicherheit und den internationalen Frieden zu erklären. Zudem sollen die europäischen Länder ihre Polizei gemeinsam ausbilden um so ein einheitliches Konzept im Kampf gegen die Drogen zu haben. Afghanistan soll aufgebaut werden um aus eigener Kraft gegen den Schlafmohn vorgehen zu können. Während all dieser Schritte sollen die Natotruppen intensiv gegen den Schlafmohn Anbau und gegen den Opiumhandel vorgehen. Russland wolle sehr stark mit der Nato im Kampf gegen das Opium zusammen arbeiten.
Nicht ohne Grund geächtet
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Die Realität im War on Drugs in Afghanistan
Die Russen malen ein rosarotes Bild vom heroischen Kampf gegen das Heroin zur Sicherung der eigenen Bevölkerung. Dieses Bild ist aber leider realitätsfremd und beinhaltet nicht die Vorgehensweise der internationalen Mafia. Als die Taliban Afghanistan unter Kontrolle hatten, wurde praktisch kein Schlafmohn angebaut, da die Taliban die Mohnbauern einfach getötet haben. Dennoch gab es genügend Opium, es wurde einfach in verschiedenen asiatischen Ländern angebaut und der Weltmarkt war versorgt. (Für die Russen hatte das den Vorteil, dass sie nicht so stark zum Transitland wurden.) Sollten die Bemühungen gelingen den Anbau von Schlafmohn in Afghanistan wirkungsvoll zu mindern, dann wird die internationale Mafia sich umgehend auf alles einstellen und den Schlafmohn wieder woanders anbauen, in Ländern mit maroder Politik, in Ländern, die ihr Hinterland nicht kontrollieren können. Diese Länder gibt es in Asien oder in Afrika, Schlafmohn ist eine widerstandsfähige Pflanze, die überall gedeiht. Die Russen hätten das Problem dann zwar nicht mehr vor der Haustür aber auch die Welt der Mafia ist globalisiert. Die russischen Junks würden wohl kaum entziehen müssen, sie könnten einfach weiter fixen, müssten vielleicht etwas mehr für den Stoff bezahlen.
Es ist nicht so, dass die Leute anfangen Heroin zu nehmen, sobald sie welches kriegen können. Das russische Problem basiert hierbei eher auf der Folge des Kommunismus. Aber auch in Deutschland und der Schweiz, eigentlich auf der ganzen Welt ist das Heroin sehr billig geworden. Dennoch nehmen nicht mehr Menschen diese gefährliche Droge. Einige machen es, die allermeisten nicht. Würden es alle machen wollen, dann wären die Taliban und die Mafia kaum in der Lage den Bedarf zu decken aber genau das machen sie: Der weltweite Bedarf an Heroin wird lediglich gedeckt. Angebaut wird in Afghanistan aber weitaus mehr Schlafmohn. Dieser wird in den Bergen als Opium oder Heroin verarbeitet Tonnenweise eingelagert. Es wird vermutet, dass der Weltmarkt für zwei ganze Jahre aus den Lagern gedeckt werden kann, es ist durchaus möglich, dass die Situation wesentlich schlimmer ist. Die Mafia hat somit genügend Zeit um von einem Drittweltland in ein anders um zu ziehen um dann wieder mehr als den Weltbedarf an Opium zu erzeugen. Die Mafia ist in diesem Punkt so flexibel, dass die internationalen Truppen nicht hinterherkommen werden um den Schlafmohn Anbau unterbinden zu können.
Lieber Shisha als Heroinsucht
Die westliche Taktik im War on Drugs
Der Westen will das Drogenproblem nicht mehr im Westen sondern in den Erzeugerländern bekämpfen. Der Westen hat hier aber die Rechnung ohne die Mafia gemacht. Erfolge, die Regional gemacht werden sind bereits zum selben Zeitpunkt an einem anderen Ort Misserfolge. Die Dritte Welt ist so gigantisch, dass nicht überall Truppen stehen können um die Schlafmohnfelder nieder zu brennen. Außerdem muss angemerkt werden, dass die Mafia im Guerillakrieg kämpft und die westlichen Armeen gegen diese Taktik mehr oder weniger machtlos sind. Wer der Realität in das Gesicht blickt muss einfach erkennen, dass der War on Drugs nicht gewonnen werden kann. Wer wirklich gegen die Mafia kämpfen will muss (nur!) die Süchtigen selber versorgen und kann die Mafia dadurch entmachten. (Deutschland gibt durch eine Entscheidung in 2009 synthetisches Heroin an schwerstabhängige ab um ihr Leben zu verbessern und sie aus der Kriminalität zu ziehen. An diesen Junks verdient die Mafia oder die Taliban nicht mehr!)
Noch einige Texte:
Die Natotruppen lassen den Afghanen ihr Opim
Durch die GEZ genötigt
GEZ Gebühren sind illegal
Zur Unterhaltung:
Kostenlose Browsergames
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