Trojaburg




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Trojaburgen und ihre Mythen

Trojaburg
Trojaburg Uckersdorf - Schwarzhofen

Es handelt sich bei Trojaburgen (Labyrinthe) um niedere, runde, scheinbar labyrinthartige, tatsächlich aber schlingenförmige nach innen führende Steinreihen oder Linienreihen, die als Kultplätze in ganz Europa, Deutschland, Frankreich bis Rußland (Weißes Meer), Italien (Krug von Tagliatella, Wandzeichnung aus Pompei) und auf den griechischen Inseln, kretische Kultur (Münze des 5. Jhs. von Knossos auf Kreta, Tholos von Epidauros 1500 v. Ztw.) vorkommen.

In Skandinavien (Insel Wier, Wisby auf Gotland, Trelleborg, Trelleborgs Schloß bei Ulmekärr/Tanum, Kärra) findet man besonders häufig Trojaburgen.

Ihre Nähe zu Gräbern und Siedlungen läßt sie auf die Jungsteinzeit hin datieren.

Eine Trojaburg findet man auf einem jungsteinzeitlichen Felsbild von Ekenberg, Norrköping (Östergötland) und auf der Wand eines irischen Grabes der Jungsteinzeit (2000 v. Ztw.).

Im christlichen Glauben sind ebenfalls Trojaburgen zu finden. Im Mosaikpflaster vor dem Hochaltar der Kirche St. Vitale in Ravenna finden wir sie, aber auch im Bodenmosaik der (normannischen) Kirchen Notre Dame de Chartre, der Kathedrale von Sens, der Kathedralen von St. Omer, St. Quentin und St. Bayeux oder von St. Severin in Köln. In Handschriften finden wir sie als die sieben Mauern von Jericho usw.

 

Mythen:

In vielen Mythen sind Trojaburgen die Grundlage.

Z.B. belagerte Odysseus Troja und eroberte es, indem er seine Krieger im "Trojanischen Pferd" versteckte. Dabei soll er (oder Palamedes) auch das Gänsespiel (ein Ableger der Trojaburg als Brettspiel) erfunden haben.


Auch der Raub der Ariadne oder der Griseldis sind Trojaburg-Mythen, sowie der Mino-Taurus.


Bei den Celten finden wir den Raub der Tochter Balars durch den Gott Lugh

Bei den Germanen finden wir die Erweckung der Sigrdrifa, der Menglöð, der Gunnlöð oder der Gerðr, auch die Erweckung des Dornröschens oder des Schneewittchens.

Die Trojaburg Schwarzhofen

Die Trojaburg am Radlerbahnhof Uckersdorf

Den Ort haben sich Würl und seine Helfer nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt. In unmittelbarer Nähe des heutigen Radlerbahnhofs sind in der Vergangenheit zahlreiche frühgeschichtliche Funde von überregionaler Bedeutung gemacht worden - erst 2008 wurde bei Zangenstein ein Hügelgrab aus der Hallstattzeit gefunden.

"In dieser geschichtsträchtigen Umgebung sollen die Besucher Gegenwart und Vergangenheit auf sich wirken lassen", informiert eine Tafel am Rand der Trojaburg.

Die Steine sind nach einem exakten Bauplan auf dem Boden ausgelegt. Das "Anschauungs- und Erlebnisobjekt zu Natur und Kulturgeschichte", hat seine Vorbilder in runden und ovalen Steinsetzungen, die sich aus der Bronzezeit erhalten haben. Die meisten dieser altertümlichen Stätten wurden in skandinavischen Ländern entdeckt.

Weitere Informationen: Pertolzhofen.eu - Sehenswürdigkeiten