Umzug leicht gemacht –Fünf Tipps wie Sie den Umzug meistern




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Umzug leicht gemacht –Fünf Tipps wie Sie den Umzug meistern

Mindestens zwei Mal im Leben zieht der deutsche Einwohner um. Sei es aus dem Elternhaus oder mit dem Partner zusammen, der Umzug stellt sich oft als stressig heraus. Dabei möchte man einfach nur in die neue Wohnung und den stressigen Part hinter sich lassen. Aber das ist nicht immer einfach, denn vorher müssen einige Dinge noch erledigt werden und auch danach sollte man nichts vergessen.

Auch ohne Fachmann ist ein Umzug Möglich

Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit an, beim Umzug tatkräftig zu helfen. Fachkundige Männer, die das Transportieren der Möbel und Kartons erleichtern. Somit würde man sich quasi den Transport sparen und kann gemütlich in die neue Wohnung fahren. Aber es geht natürlich auch ohne Fachmann. Das Einzige was Sie nun benötigen sind tatkräftige Helfer aus dem Bekannten- und Freundeskreis. dabei reichen schon fünf Personen aus, die dann folgende Aufgaben erledigen:

  • Das Tragen von der Wohnungstür bis in den Hausflur kann von einem weiblichen Part erledigt werden, da die Strecke sehr eben ist und die Kartons im Notfall auch geschoben werden können.
  • Die ersten Treppen meistert der männliche Part, da dieser die Kartons tragen muss und die Treppen wieder hinauf gehen muss. Das geht nicht nur in die Arm, Rücken und Beinmuskulatur, sondern auch in die Ausdauer. Der Gang zum Fitnessstudio wäre am dieses Tag nicht mehr nötig. Gut oder?
  • Die zweite Treppeneinheit wird ebenfalls von einem männlichen Part übernommen, da auch hier dieselben Faktoren sprechen, wie davor
  • Vom Hauseingang bis zum Wagen kann der Transport der Kartons von einem weiblichen Part übernommen werden. Hier können auch Rollbretter zum Einsatz kommen, wenn sich die Strecke als etwas Länger herausstellt, als gedacht. Zudem fällt das Tragen der Kartons weg und das schieben ist deutlich angenehmer und einfacher.
  • Das beladen des Wagens sollte in dem Fall auf jeden Fall von einem männlichen Part übernommen werden, wenn nicht sogar von zwei. Denn egal wie groß der Transporter in dem Fall ist, es benötigt eine gewisse Kraft um die Kartons zu tragen und zu verstauen.

Im Prinzip ist es eine Kette, in denen die Kartons immer weiter gereicht werden und somit langes und anstrengendes Gehen erspart bleiben. Jedoch funktioniert das bei Möbelstücken nicht, da sie einfach zu groß und zu schwer sind. In dem Fall ist der männliche Part gefragt, währenddessen der weibliche Part andere Dinge erledigen kann.

Tipp: Polstermöbel oder Schränke, die nicht auseinander gebaut werden können, werden mit sogenannten Umzugsgurten am besten transportiert. Dadurch verlagert sich das Gewicht gleichmäßig auf die Gurte und das Tragen ist deutlich angenehmer.
 

Ausmisten ist angesagt – Was kann mit und was nicht?

Das Ausmisten ist natürlich immer eine Frage der Person, was sie alles mitnehmen möchte und was nicht. Das sollte auch schon vor dem Transport der Kartons und Möbel passieren. Zwei Tage vor dem großen Umzug sollte man sicher daher die Zeit nehmen und schauen, was mitgenommen werden soll und was nicht. Oft stellt sich dann heraus, dass nach dem Ausmisten zwei Kartons erspart bleiben und somit nichts einfach so im Keller, auf dem Dachboden oder in der „Besenkammer“ landet. dinge die ausgemistet werden sollten, sind vor allem Unterlagen, die keinen Zweck mehr erfüllen. Dabei sollte auf jeden Fall der Schredder in Einsatz kommen, damit wichtige Daten nicht in fremde Hände gelangen.

Auch Kleidungsstücke, die man seit einer gewissen Zeit nicht mehr getragen hat oder einfach zu klein geworden ist oder ähnliches, können an die Altkleidersammlung gespendet werden. Dabei bleiben auch wieder ein bis zwei Kartons leer und der Transport wird leichter.

Umzugskartons vorteilhaft nutzen

Nachdem alles ausgemistet wurde, und Freunde und Bekannte zum Helfen angefragt wurden, kann es nun an das Befüllen der Kartons gehen. Vielen Personen ist es gar nicht bewusst, dass sie von Anfang an einiges falsch machen können. Und damit das Ausbleibt sollten folgende Dinge beachtet werden:

  1. Die Wahl des Kartons – Es fängt schon bei den Umzugskartons an, die entweder zu dünn sind oder falsch gefaltet werden. Für Geschirr und andere schwere und zerbrechliche Dinge sind stabile Kartons aus dem Baumarkt oder Fachmarkt. Dabei bieten viele Fachmärkte gepolsterte Kartons an, die ihren Zweck bei zerbrechlichen Dingen erfüllen.
  2. Gleichmäßig befüllen - Umzugskartons sollten immer vom Gewicht gleich befüllt werden. So sollten Bücher mit leichten Dingen in Kartons sortiert werden. Ein Gewicht von bis zu 15 Kilogramm sollte nicht überschritten werden.
  3. Zerbrechliche Dinge polstern – Das ist besonders bei Geschirr ein sehr großes Thema, was einfach zu lösen ist. Es reichen schon die alten Zeitungen aus, die das Geschirr schützen. Einfach zwei Zeitungsseiten für ein Geschirrstück nehmen und flache Dinge, wie Teller, aufrecht in den Karton legen. Niemals stapeln, da durch eventuellen Aufprall auch gepolstert Schaden entstehen können.
  4. Kartons beschriften – Damit beim Umzug nichts durcheinander komm, sollten die Kartons beschriftet werden. Am besten mit den Räumen z.B. Küche, Schlafzimmer, Büro und so weiter. Bei zerbrechlichen Dingen die Kartons damit kennzeichnen, damit auch die Anderen wissen, was gemeint ist.

Schon beim Falten der Kartons treten einige Probleme auf, die ich selbst auch schon oft erlebt habe. Deswegen bietet Streiff & Helmold mit seinen Umzugskartons auch die passende Videoanleitung dazu:

Vertrag durchgehen und alles parat haben

Die Kartons sind in der neuen Wohnung, die Möbel haben es auch unbeschadet geschafft und die Räume stehen leer. Nun heißt es aber noch lange nicht, dass der Umzug geschafft ist. Sobald die Räume leer sind, sollte der Vertrag nochmal gründlich durchgegangen werden. Ein Punkt, der für viele Missverständnisse sorgt, ist die Übergabe der Wohnung. Mieter stellen sich oft die Frage, ob sie nun die Wände streichen müssen oder die Wohnung einfach nur gepflegt hinterlassen sollen. Seit 2013 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass bunte Wände beim Auszug wieder weiß gestrichen werden müssen, auch wenn es im Vertrag anders geregelt ist. Prinzipiell gilt, wer vorher schon weiße Wände hat, der sollte einen Blick in den Vertrag werfen und nachschauen. Eventuell müssen Schönheitskorrekturen durchgeführt werden, die im Vertrag auch erwähnt werden. Wenn aber der Vertrag sagt, dass die Wohnung gepflegt übergeben werden soll, müssen die Wände nicht erneut gestrichen werden.

Ganz wichtig ist, dass alle Schlüssel vorhanden sind und damit zählen nicht nur der Haus- und Kellerschlüssel sondern auch alle Schlüssel der Türen in der Wohnung, die Ersatzschlüssel und den Briefkastenschlüssel. Sollten welche fehlen, sollten Sie diese schnellst möglichst erstatten bzw. den Vermieter kontaktieren.
 

Die Checkliste nach dem Umzug

Der Umzug ist nun fast geschafft, die Schlüssel wurden übergeben und der neuen Wohnung steht nun nichts mehr im Wege. Jetzt sollten Sie nur noch Änderungen Ihrer Adresse in verschiedenen Verträgen erneuen. Hier eine Checkliste: 

  • Einwohnermeldeamt, um die Adresse auf ihrem Personalausweis zu erneuern
  • Krankenkasse anrufen, damit sie Ihnen eine neue elektronische Krankenkassenkarte geben können. Viele Krankenkassen ändern die Adresse auch innerhalb von wenigen Sekunden vor Ort.
  • Mobilfunk- und DSL –Anbietet über Ihre neue Adresse informieren, damit Sie Rechnungen und Infos weiterhin erhalten.
  • Andere Verträge, wie die im Fitnessstudio sollten ebenfalls informiert werden
  • Der Arbeitgeber sollte ohnehin informiert werden, sowie …
  • … Familie und Freunde natürlich.

Falls Sie sich sicher sein wollen, dass ihre Briefe auch direkt nach der Schlüsselübergabe in ihre neue Wohnung gelangen, können Sie ein sogenanntes Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post beauftragen. So erhalten Sie die Post ganz sicher an Ihre neue Adresse.

Und nun steht der neuen Wohnung nichts mehr im Wege, sodass die Wohnungsgestaltung anfangen kann.




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