Unbewusste Beeinflussung in der Werbung




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Seit vielen Jahren wird die Frage diskutiert, ob es möglich ist, Menschen mit Werbung zu beeinflussen und zu manipulieren, ohne dass diese es bewusst wahrnehmen. Bis heute ist man noch zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Die vorherrschende Meinung tendiert aber dazu, dass dies zwar möglich ist, die Wirksamkeit und Effektivität aber weit geringer ist als bei 'bewusster' Werbung.

In den späten 50-er Jahren startete die Marketingfirma von Coca Cola einen Versuch. Während eines Kinofilms wurden dem Publikum optische Botschaften in den Film projiziert. Diese Botschaften waren allerdings nur für den Bruchteil einer Sekunde sichtbar, zu kurz um es vom Gehirn bewusst aufzunehmen. Untersucht wurde die Wirkung auf das Unterbewusstsein. Die Botschaft sollte zum Trinken von Coca Cola animieren und am Ende des Filmes stieg der Verkauf des alkoholfreien Getränks tatsächlich um 20% an. Was sagt uns das? Nicht viel, ein Versuch ist nicht viel mehr wert als kein Versuch. Seit damals wurden allerdings zahlreiche Experimente durchgeführt. Die Ergebnisse sind nicht sehr eindeutig und noch heute umstritten. Mittlerweile steht allerdings fest: Unbewusste Werbung dürfte zwar funktionieren, die Auswirkungen und der Effekt scheinen aber weit weniger zu sein als bei konventioneller, bewusst wahrnehmbarer Werbung.

Im Großen und Ganzen würden Unternehmen aber auch zu viel riskieren, wenn sie sich auf diese Werbepraktiken einlassen würden. Die Öffentlichkeit wäre sicher nicht über diese Praktiken erfreut sollte dies ans Tageslicht kommen. Die Reputation des Unternehmens wäre stark angeschlagen. Unternehmen die Produkte produzieren, deren Bewerbung immer schwieriger wird, wie zum Beispiel Alkohol, könnten aber in diesen Werbemethoden gefallen finden.