Marion Schmidt

Vorsorgeuntersuchung

Vergrößerung der Prostata

Eine Vergrößerung der Prostata ist mit die am häufigsten diagnostizierte Erkrankung bei Männern in der zweiten Lebenshälfte. Ab dem 50. Lebensjahr ist jeder zweite davon betroffen, bei Männern über 80 Jahren schon 90 %. Wichtig ist zu erwähnen, dass trotz dieser Zahlen die wenigsten zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
Zu den Beschwerden bei einer Vergrößerung der Prostata zählen:
- häufiges Wasserlassen, besonders Nachts
- Wasserlassen ist trotzdem nur verzögert möglich
- der Harnstrahl ist schwach oder sogar unterbrochen
- die Blasenentleerung dauert länger als früher
- Urin tröpfelt nach
- Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
Die Prostata besteht aus Bindegewebe, Muskulatur und Drüsenkanälchen. Die Prostata umschließt als ringartiges Gebilde die Harnröhre. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt ein langsames Wachstum des Drüsengewebes der Prostata. Dies ist ein normaler Alterungsprozess, der wahrscheinlich durch hormonelle Veränderung ausgelöst wird. Eine Prostatavergrößerung wird erst bemerkt, wenn Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Ab einem bestimmten Krankheitsstadium ist eine vollständige Blasenentleerung gar nicht mehr möglich. Es bleibt immer Resturin in der Blase, der durch die vorhandenen Bakterien Entzündungen im Bereich Blase, Prostata und Nieren hervor rufen kann.
Für jeden Mann ab dem 45. Lebensjahr sollte die Vorsorgeuntersuchung der Prostata selbstverständlich sein. Denn auch bei diese Erkrankung gilt: je früher sie erkannt und behandelt wird, desto besser. Nur ein Arzt kann feststellen, ob eine Prostatavergrößerung gutartig oder bösartig ist. Das tückische am Prostatakrebs ist, dass die Drüsenvergrößerung meistens in denen, der Harnröhre fernen Drüsenteilen, entwickelt. Beschwerden treten daher sehr spät auf.
Vermeiden Sie bei einer Prostatavergrößerung langes Sitzen. Unterdrücken Sie auch den Harndrang nicht, um ein Überdehnen der Harnblase zu vermeiden. Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen, möglichst mit wenig Fett.