Was ist Politik?




Platz #20 in Politik & Nachrichten, #1246 insgesamt
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Was ist Politik?

Das Wort Politik bezeichnet mehrere Institutionen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Einrichtung und Steuerung von Staatssystem und Gesellschaftssystem im rundum betreffen.
In der Politikwissenschaft hat sich allgemein die Überzeugung durchgesetzt, dass Politikwissenschaft „die Summa jeder Interaktionen definiert, die auf die autoritative [durch eine beachtenswerte Gewalt allgemein verbindliche] Ausbreitung von Werten [materielle wie Geld oder sicher nicht-materielle wie Demokratie] abzielen“. Politisches Handeln kann durch folgenden Satz symbolisiert werden: „Soziales Gebaren, das auf Wille und Regulationsmechanismen ausgerichtet ist, die überhaupt unmissverständlich sind und das Zusammenleben von Individuen reglementieren“

Der Term Politik wurde, mit Umwegen über das Lateinische (politica, politicus), nach griechisch politiká gebildet. Diese Erklärung bedeutete in den Einzelstaaten des antiken Griechenlands allesamt diejenigen Diensten, Gegenstände und Anfragen, die die Öffentlichkeit – und das hieß zu dieser Zeit: die Polis – tangierten. Ähnlich ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, die den Stadtstaat betreffen“ bzw. die „politischen Dinge“. In dieser Lesart ist „Politik“ vergleichbar mit dem lateinischen Begriff des römischen Staates, aus dem der fortschrittliche Terminus der „Republik“ hervorgegangen ist. Eine begriffsgeschichtlich im Besonderen prominente Verwendung fand das Wort als Bd. eines Opus des antiken Denkers Aristoteles, der Politik.

In der Antike widmeten sich Gebildete damit, wie politische Wissenschaft präsentativ zu erscheinen hat; hier standen die Anfragen „Was ist eine zustimmende und sachliche Staatsordnung?“ und „Wie ordnet man tatsächlich Herrschaft im Staatswesen?“ im Zentrum der Diskussion. Jetzt in der Antike beurteilte beispielsweise Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) jedweder ihm publiken Konstitutionen (Politische Organisatione) und entwickelte eine auch zurzeit üppig genannte Typologie in seinem Werk politische Wisschenschaft. Neben der Anzahl der an der Macht Beteiligten (einer, wenige, alle) unterschied er bei einer guten gemeinnützigen Ordnung (Monarchie, Aristokratie, Politie) und einer suboptimalen eigennützigen Staatsordnung (Tyrannis, Herrschaft der Wenigen, Demokratie). Erste geschriebene Verfügung fundieren, dass Politik sich nicht nur mit der herrschenden Klasse,
sondern sekundär früh mittlerweile mit sozialen Vorschriften befasste, die bis heute überliefert wurden. Der Codex Hammurapi (Babylon, annähernd 1700 vor Christus) oder das 12 Tafelgesetz (Rom, etwa 450 v. Chr.) sind Vorzeigebeispiele genauer Normen, die selbstverständlich denn Ergebnis von Politik gewertet werden können. Befasst man sich mit den Politikern der Römischen Republik ferner dem Imperium Romanum, erkennt man unzählige Elemente damaliger Politik auch heute noch. Es wurde per Kreide politische Werbung an die Hauswände geschrieben (etwa in Pompeji). Es gab einen diffizilen Regierungsapparat ebenso feurige Rivalität zwischen den Amtsträgern. Korruption war ein Problematik der Gesetzgebung und römischer Gerichtsverhandlungen. Briefe Ciceros an einen Angehörigen beweisen, wie auch präzise die Wahl in ein Amt des Staates auch strategisch gerüstet wurde.
 




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