Was sind Leichtkraftfahrzeuge?




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Leichtkraftfahrzeuge sind komfortabel und günstig im Unterhalt

Leichtkraftfahrzeuge sind kleine Autos, die ein Leergewicht von maximal 350 Kg haben dürfen. Derartige Fahrzeuge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gedrosselt. Da fragt sich natürlich jeder, warum es überhaupt solche kleinen Autos gibt? Die Antwort ist ganz simpel. Leichtkraftfahrzeuge dürfen ohne einen Pkw-Führerschein gefahren werden. Dadurch sind sie besonders interessant für Menschen, die einen älteren Klasse 4 Führerschein besitzen. Falls dieser vor 1989 ausgestellt wurde, dürfen Leichtkraftfahrzeuge damit gefahren werden. Jüngere Verkehrsteilnehmer müssen allerdings die neue Führerscheinklasse S erwerben. Das Mindestalter zum Erwerb eines Klasse S Führerscheins beträgt 16 Jahre. Leichtkraftfahrzeuge brauchen keine Zulassung und auch keine Hauptuntersuchung. Da sie auch nicht zur Abgasuntersuchung müssen, können sie auch in sogenannten Umweltzonen benutzt werden. Es wird lediglich ein Versicherungskennzeichen, wie man es von Mofas kennt, benötigt.


Die Technik der Leichtkraftfahrzeuge ist mitunter sehr modern. Die meisten Fahrzeuge werden von einem Zweizylinder-Dieselmotor angetrieben. Einige haben sogar eine moderne Pumpe-Düse-Einspritzung. Der Kraftstoffverbrauch liegt je nach Modell zwischen 3 und 4 Liter Dieselkraftstoff auf 100 km. Die Kraftübertragung erfolgt stufenlos über eine sogenannte Variomatik. Das ist ein Keilriemenantrieb, bei dem abhängig von der Motordrehzahl, das Übersetzungsverhältnis variiert. Dieses Prinzip ist das Gleiche, wie bei Motorrollern. Die Bremsanlage besteht in der Regel aus vier hydraulisch betätigten Scheibenbremsen mit Bremskraftverteiler.
Sowohl bei der Ausstattung als auch beim Komfort können sich Leichtkraftfahrzeuge durchaus mit anderen Autos messen. Zur Serienausstattung gehören eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber, getönte Scheiben, Stereoanlage mit MP3, Leichtmetallfelgen, Rückfahrsensoren und noch vieles mehr. Der Laderaum ist auch gar nicht so klein. Eine Waschmaschine findet darin problemlos Platz. Die Sicherheit des Fahrers und des Beifahrers kommt bei den Leichtkraftfahrzeugen ebenfalls nicht zu kurz. Die meisten Modelle sind mit Gurtstraffern und Airbags ausgestattet.


Festzuhalten bleibt, dass Leichtkraftfahrzeuge durchaus eine Alternative zum Zweitwagen sein können. Die Unterhaltskosten sind aufgrund des geringen Kraftstoffverbrauchs und der günstigen Versicherung sehr niedrig. Der Anschaffungspreis ist zwar sehr hoch, doch dafür sind Leichtkraftfahrzeuge sehr langlebig. Das gesamte Chassis ist nämlich aus Aluminium gefertigt und die Karosserie ist aus Kunststoff. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass das Gefährt durchrosten kann.