Wasser sparen - wie geht das und dient das dem Umweltschutz




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Wasser zu sparen verringert die Kosten

Wassersparen schont den Geldbeutel. Für den Umweltschutz ist der sparsame Umgang mit dem Trinkwasser jedoch weniger nützlich als viele Menschen denken. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein zu geringer Verbrauch die Wasserqualität verschlechtert und die Wasserwerke vieler Städte eine Kanalspülung vornehmen müssen, wenn Haushalte und Betriebe zu wenig Wasser verbrauchen. Freundlicher wäre es, wenn die Kommunen Trinkwasserbrunnen nach französischem Vorbild aufstellen würden.

Wie hoch ist der Wasserverbrauch in Deutschland?
Der durchschnittliche Wasserverbrauch in Deutschland beläuft sich auf gut 120 Liter je Tag und Person. Davon werden lediglich drei Liter zum Trinken und für die Zubereitung von Speisen verwendet, während der durchschnittliche Haushalt bis zu siebzig Liter für die Körperpflege (Duschen, Baden und Händewaschen) benötigt. Alleine vierzig Liter Trinkwasser werden je Tag und Person für die Toilettenspülung benötigt. Des Weiteren fällt der Wasserverbrauch für das Putzen, Geschirrspülen und zum Waschen der Wäsche an. Viele Haushalte benötigen ebenfalls Frischwasser zum Blumengießen und für den Garten. Wasser sparen lässt sich in allen Bereichen, eine einfache Möglichkeit bietet die Installation eines Wassermengenreglers.

Welches Einsparungspotential bietet ein Wassermengenregler?
Ein Durchflussregler verringert den Wasserverbrauch, er ist vor allem in der Dusche und in der Toilette sinnvoll. Ein geringerer Durchfluss führt automatisch dazu, dass Haushalte beim Duschen und bei der Toilettenspülung Wasser sparen. Unter der Dusche ist eine Durchflussmenge von zwölf Litern je Minute ausreichend, bei der Toilette und an den meisten Zapfstellen reichen sechs Liter innerhalb von sechzig Sekunden aus. Die ohne einen Wassermengenregler eingestellte durchschnittliche Wassermenge ist deutlich größer, so dass in Haushalten große Wassermengen verschwendet werden. Der Einbau eines Mengenreglers fällt leicht, so dass jeder Privathaushalt mit geringem technischen und handwerklichem Geschick nach wenigen Handgriffen Wasser sparen kann.

Das Einsparpotential beim Wassersparen
Wenn Haushalte dank des Wassermengenreglers Wasser sparen, vermindert sich selbstverständlich ihre Wasserrechnung. Ein weiteres Einsparpotential besteht in der üblichen Berechnungsform des Abwassers. Die meisten Gemeinden benutzen keine gesonderten Abwasserzähler, sondern verwenden den gemessenen Frischwasserbezug als Grundlage für die Berechnung der Abwassergebühren. Diese sind deutlich höher als der Preis für Trinkwasser, so dass Einsparungen beim Frischwasserbezug zugleich die Höhe des Abwassergebührenbescheides deutlich verringern. Ein Großteil des verwendeten Wassers wird erwärmt. Sobald ein Haushalt die Dusche mit einem Wassermengenregler ausgestattet hat, spart er nicht nur Wasser, sondern auch die zur Wassererwärmung aufgewendete Energie. Somit wirkt sich das genutzte Einsparpotential bei der Wasserversorgung auch positiv auf die Stromrechnung beziehungsweise Gasrechnung aus. Bei der Toilette wird das Wasser natürlich nicht erwärmt, aber gerade dort ist nicht nach jedem Gang die Nutzung des vollen Fassungsvolumens des Spülkastens erforderlich. Eine weitere Möglichkeit beim Wassersparen bieten die klassischen Tipps wie Duschen statt Baden und das Abstellen des Wassers beim Einseifen. Auch der Schwimmbadbesuch kann zum Wassersparen beitragen, wenn nur dort und nicht zusätzlich zu Hause geduscht wird.

Nicht zu Hause Wasser sparen und im Urlaub verschwenden
Deutschland ist kein Wassermangelgebiet. Im gesamten Bundesgebiet ist genügend Grundwasser vorhanden, zudem fallen reichlich Niederschläge. Des Weiteren wird der größte Teil des Wassers aufbereitet und somit gebraucht und nicht verbraucht. Hierbei entsteht natürlich eine Umweltbelastung durch die verwendeten Stoffe, so dass Wasser zu sparen auch in Deutschland dem Mitweltschutz dient. Eine Wasserknappheit tritt gelegentlich lokal in heißen und niederschlagsarmen Wochen auf, sie geht recht bald vorbei und meistens reicht es aus, so weit wie möglich auf die künstliche Benässung von Gärten zu verzichten, um die vorübergehende Knappheit zu verringern. In vielen beliebten Urlaubsorten ist das ganz anders, das gilt nicht nur für Ziele und Afrika und Asien, sondern auch für Ferienorte in Südeuropa. Dass Menschen zu Hause eifrig Wasser sparen und das Trinkwasser während des Urlaubs in einem wasserarmen Land verschwenden, ist kein gutes Verhalten. Auch mit intensivem Wasserverbrauch hergestellte Produkte müssen nicht unbedingt aus einem an Wasserknappheit leidenden Herstellerland stammen.

 

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