Wehrdienstverweigerung - Ratgeber und Empfehlungen




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Wehrdienst, Irgendwann muss jeder ran, oder nicht?

Wehrdienstverweigerung - Ratgeber und Empfehlungen
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Irgendwann ist für junge Männer soweit: Die Bundeswehr ruft und der Wehrdienst soll angetreten werden. Doch längst nicht alle jungen Männer sind der Auffassung, diesen Aufruf zum Wehrdienst für ihr Vaterland Folge leisten zu wollen, vielmehr entscheiden sich zahlreiche Männer für die Wehrdienstverweigerung. Die Wehrdienstverweigerung kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen, so haben viele Menschen die Auffassung, dass der Umgang mit Waffen nicht der richtige Weg ist, sie lehnen Gewalt und somit auch den Wehrdienst ab.

Wehrdienstverweigerung muss schriftlich erfolgen

Wehrdienstverweigerung ist heutzutage eigentlich keine große Sache mehr, wer nicht zum Bund möchte, kann auch nicht dazu gezwungen werden, er kann die Wehrdienstverweigerung für sich in Anspruch nehmen. Bei der Wehrdienstverweigerung langt es jedoch nicht einfach nur zu sagen, ich will nicht, es muss hierfür ein Schreiben eingereicht werden. Dieses Schreiben zur Wehrdienstverweigerung muss fristgerecht eingereicht werden, zuständig hierfür ist das Kreiswehrersatzamt. Das Schreiben für die Wehrdienstverweigerung muss nicht unbedingt in förmlicher Form mit allerlei Angaben von Gründen verfasst werden, im Grunde reicht ein kurzes Schreiben, dass die Wehrdienstverweigerung in Anspruch genommen wird und man sich lieber für den Zivildienst entscheidet. Wer möchte kann sich per Internet auch Musterbriefe oder Mustertexte ansehen oder herunter laden.

Lieber etwas für soziale Zwecke tun

Die Zahl der Wehrdienstverweigerung steigt seit den 80 er Jahren ständig, denn immer mehr Männer sehen den Wehrdienst als grausam, fühlen sich nicht selten schlecht und möchten und können dies oft nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Für all diese Fälle kann die Wehrdienstverweigerung in Anspruch genommen werden, doch es gibt hierfür auch Auflagen: Es muss bei der Wehrdienstverweigerung ein Ersatzdienst geleistet werden. Dieser so genannte Ersatzdienst bei der Wehrdienstverweigerung nennt sich auch Zivildienst, hierbei geht es weder um Gewalt, noch um Waffen, sondern eher um soziale Dienste, wo anderen Menschen geholfen werden kann. Bei der Wehrdienstverweigerung und daraus resultierendem Zivildienst kommt man nicht einfach so herum, es sei denn man macht gerade eine Berufsausbildung und beendet diese nicht vor Erreichen des 25. Lebensalters. Nach Erreichen des 25. Lebensjahres wird man nicht mehr zum Zivildienst “ verdonnert”, man kann dann quasi die Wehrdienstverweigerung einfach so ad Acta legen.

Wehrdienst, Zivildienst, oder lieber keines von beidem?

Ob man die Wehrdienstverweigerung in Anspruch nehmen möchte, ist von jedem persönlich abhängig, der eine mag die Bundeswehr und deren Ausbildung, der andere kann sich damit absolut gar nicht identifizieren und lehnt den Dienst rigoros ab. Niemand der die Wehrdienstverweigerung in Anspruch nimmt, muss dafür gerade stehen, es handelt sich hierbei nämlich nicht um eine Ordnungswidrigkeit, dafür sorgt sogar das Grundgesetz. Laut Grundgesetzt darf niemand dazu gezwungen werden, gegen seinen Willen, Dienst an der Waffe zu leisten. Natürlich gibt es wie bei allem auf der Welt auch für die Wehrdienstverweigerung einige praktische Empfehlungen. So hat es sich beispielsweise bewährt den Antrag für die Verweigerung möglichst spät zu stellen, wenn auch besagter Zivildienst nicht ausgeführt werden möchte, wer hierbei zu schnell ist, muss fast immer seinen Zivildienst antreten. Andersrum gibt es aber sehr viele Männer, die sehr gerne den Zivildienst in Anspruch nehmen möchten, hier muss dann natürlich auch dementsprechend schnell gehandelt werden. Wie und wann man handeln sollte und wann man es lieber lassen sollte, wird auf dieser Webseite gut erklärt: http://www.wehrpflicht-nein-danke.de/ Diese Webseite ist allerdings nichts für junge Männer die unbedingt zur Bundeswehr möchten, diese sind hier ganz falsch, denn hier geht es um Ratschläge für die Wehrdienstverweigerung. Fakt ist, dass jeder dem die baldige Wehrpflicht ins Haus steht, sich zunächst einmal gründlich Gedanken machen sollte, ob man zur Bundeswehr will oder nicht, ob Zivildienst geleistet werden soll oder nicht, erst dann können weitere Schritte eingeleitet werden, um den Wehrdienst zu verweigern. Jeder hat das Recht den Wehrdienst zu verweigern, man muss nur wollen.

Literatur zur Wehrdienstverweigerung

Der Wehrdienst: Als Held des Vaterlandes zwischen Kampf und Krampf

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von: Books on Demand Gmbh, Martin Puch
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Handbuch Zivildienst - Alles für den angehenden Zivi: Kriegsdienstverweigerung, Zivildienst, alternative Dienste und 1000 Tipps
Ich dien' nicht!: Wehrdienstverweigerung in der Geschichte

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von: dissertation.de, Christian Th. Müller
Amazon Preis: EUR 43,00 (vom 13. Juni 2010)



Taschenbuch Wehrausbildung

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Der Reibert: Das Handbuch für den deutschen Soldaten. Mit farbigen NATO-Dienstgradabzeichen

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von: E.S. Mittler, Dieter Stockfisch (Hrsg.)
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