Zecken: Klein und gefährlich




Platz #118 in Tiere, #8436 insgesamt
4.5
Durchschnitt: 4.5 (2 Bewertungen)

Sie sollten nicht nur ihr Tier vor Zecken schützen

Zecken: Klein und gefährlich
Gefährliche Zeitgenossen

Zecken saugen Blut. Nur dann sind sie in der Lage Eier zu legen und sich vermehren zu können. Bei jeder Blutmahlzeit gelangt allerdings der Speichel der Spinnentiere in die Stichwunde. Wenn jetzt in dem Zeckenspeichel gefährliche Krankheitserreger enthalten sind, können diese Stiche nicht nur bei Hunden schwere gesundheitliche Schäden zur Folge haben.

Gefährliche neue Zeckenart

In Deutschland ist der Holzbock schon lange verbreitet. Je nach Region ist er in einer mal gefährlicher als in einer anderen Region. Der Holzbock ist in der Lage, durch seinen Stich Borreliose oder Hirnhautentzündung zu übertragen. Borreliose kann zu schweren Gelenkproblemen und Nierenschädigungen führen. Sowohl Hunde als auch Menschen können an ihr erkranken. Meistens treten die Erkrankungen aber erst viele Jahre später nach dem Zeckenbiss auf.

Noch gefährlicher als der Holzbock ist allerdings die Auwaldzecke. Bis vor kurzem war sie den meisten Menschen eher unbekannt, heute hat sie sich jedoch rasend schnell über Deutschland ausgebreitet. Die Auwaldzecke überträgt Babesiose, auch Hundemalaria genannt, eine noch recht unerforschte Krankheit.

Bei der Babesiose dringen die Krankheitserreger in die roten Blutkörperchen und zerstören sie. Verläuft die Erkrankung akut, so bekommt der Hund als auch der Mensch sehr hohes Fieber, ist komplett teilnamslos und frisst auch nicht mehr. Erst ein paar Tage später kommt es zu Durchfall und Erbrechen, gefolgt vom akuten Nierenversagen.

Da die roten Blutkörperchen ja nicht mehr für den Sauerstofftransport zur Verfügung stehen, leidet das Tier unter Atemnot, erhöhtem Herzschlag, Husten und verliert schließlich das Bewußtsein. Einige Tiere haben einen sehr schleichenden Krankheitsverlauf und bekommen über einen längeren Zeitraum erst einmal nur hohes Fieber und erst dann treten die anderen Symptome auf.

Hunde und Menschen müssen geschützt werden

Ganz egal ob bei einem Hund oder bei einem Menschen: Jede gefundene Zecke muss schnellstmöglich entfernt werden. Dabei ist es ganz wichtig, wie die Zecke entfernt wird. Hilfsflüssigkeiten oder Klebe sollten in jedem Fall nicht verwendet werden. Nehmen Sie stattdessen lieber einen Haken oder eine Zange, mit deren Hilfe Sie die Zecke samt Kopf herausziehen können.

Da Zeckenlarven recht klein sind, werden sie in vielen Fällen oft übersehen. Deswegen sollten Sie bereits jetzt ihren Hund mit wirksamen Medikamenten und sich selber durch eine Impfung vor der kommenden Zeckensaison schützen.

Für Menschen extrem gefährlich

Zecken übertragen zum Teil tödliche Krankheiten

Ein Zeckenbiss wird in den meisten Fällen erst erkannt, wenn es bereits zu spät ist: Die Zecke hat ihr Gift bereits in den Körper injeziert.

Folge können neben tödlichen Erkrankungen auch Beeinträchtigungen der Motorik und des Sprachzentrums sein. Da die Folgen meistens nicht direkt nach einem Zeckenbiss auftreten glauben viele Menschen nicht daran das die Zecke, die sie gebissen hat, sie infiziert haben könnte.

Nur durch eine Impfung können Sie sich absolut sicher sein nicht an einem Zeckenbiss zu erkranken.

Wissenswertes zu Zecken