2. Kapitel, Schwiegermütter, Schrecken der Straße, Intrigen, Neid und Hass




Platz #79 in Über Mich, #8293 insgesamt
4
Durchschnitt: 4 (5 Bewertungen)

Meine Begegnung mit einer neuen Spezies

2. Kapitel, Schwiegermütter, Schrecken der Straße, Intrigen, Neid und Hass

Ich muss mich zunächst einmal entschuldigen, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt.

Also, ich bin weiblich, heiße Mathilda, bin 36 Jahre jung und eine Mischung aus Angelina Jolie, Jennifer Lopez, Ava Gardner und Lara Croft nur etwas dicker, ich habe den Po von J.Lo, die Ohren von der Jolie und meine Augenbrauen zupfe ich wie Ava, mit weniger Busen und natürlich erfolgloser, bzw. komplett erfolgfrei.

Ich bin so abenteuerlustig und scheue kaum eine Sportart wie Lara Croft und bin manchmal eine Diva wie Ava Gardner. Das kann ich alles meinen Launen anpassen und wenn ich mich dann dementsprechend kleide, schlüpfe ich automatisch in eine andere Rolle.
Aber ich liebe auch Stilbruch, das ist eher mein Stil, ich trage zu verwaschenen Jeans mit grauem T-Shirt meine rose'-farbene D&G-Swarovski-Uhr. Ich liebe dass, weil alles was Aalglatt erscheint ist mir zu gewöhnlich und langweilig.

Ich habe auch Freundinnen, ja, sogar ich habe Freundinnen! Und zwar sind das Anne und Claudia. Mit ihnen habe ich schon viel erlebt und ich bin froh das sie noch so gut drauf sind wie damals.

Aber von den beiden habe ich erst in einem anderem Kapitel zu erzählen, in diesem geht es um meine Ehe und meine Schwiegermutter, in dieser Zeit hatte ich keine Freundinnen, dafür hatte schon nach und nach mein Ehemann gesorgt.

Nun zum Thema Schwiegermutter, mein erster Kontakt mit dieser Spezies war schon recht nachhaltig mit bitterem Geschmack, sie sah mich das erste mal und prompt kam ihr schon die Galle hoch ( zu dieser Zeit war ich 25 Jahre alt, hatte lange blonde Haare und musste beruflich immer schwarz tragen was mir seht gut stand) . Bereits in diesem Moment hatte ich bei ihr verloren, das konnte ich spüren und somit fing die Hetzerei an.

Also diese Frau war so grauenhaft... wenn es mehrere davon gibt, werde ich in Zukunft Drachenfutter auf den Markt bringen denn dafür besteht noch eine große Marktlücke, ich hätte finanziell ausgesorgt und könnte ein Imperium aufbauen.

Frau K., meine Schwiegermutter hatte mal Verkäuferin gelernt, dann lernte sie ihren Mann, einen Fliesenleger kennen. Der schaffte es sich selbstständig zu machen und baute sich eine mittelgroße Firma auf. Ich weiß nicht warum aber Frau K. hielt sich immer für was besseres, sie hatte ein Problem damit dass ich aus einfachen Verhältnissen kam und ohne Vater aufwuchs. Sie machte mir und auch später meinem Mann, das Leben zur Hölle. An alles was ich sagte oder ich den Kindern aus erster Ehe meines Mannes erlaubte hatte sie was zu motzen. Ich habe schon ziemlich am Anfang unserer Beziehung beschlossen nicht mehr das Haus meiner Schwiegereltern zu betreten und wartete oft im Auto, da konnte ich sie bis zur Straße raus kreischen hören, weil ich meinem Stiefsohn erlaubt hatte dass sein Freund bei uns auch übernachten kann. Die Frau war so was von krank, sie kaufte ihrem Mann in einem Dezember einen Armani-Anzug für ca. 1000,- DM, das weiß ich auch nur weil die Verkäuferin bei uns zuhause angerufen hatte und sagte:“ Hallo Frau K., es ist mir unangenehm sie zu belästigen aber mein Chef macht mir langsam Schwierigkeiten weil der Anzug ihres Mannes noch nicht bezahlt ist und wir haben schon März“. Natürlich sagte ich sie hätte die falsche Frau K.am Telefon und gab ihr die Nummer der Firma. Anschließend sagte meine Schwiegermutter knallhart, das wäre alles nicht wahr.
Ein Jahr später hatte sie dann auch ihre Gerichtsverhandlung wegen dem Anzug und ich war froh das mein Mann dass mitbekam und somit wusste er was seine Mutter für einen Dachschaden hatte.

Einmal mussten wir zum Jugendamt dieses kleinen Dörfchens, meine Schwiegermutter wollte meinem Mann das Sorgerecht für den ältesten Sohn wegnehmen, dabei ging es nur um das Kindergeld, der Sohn lebte nicht bei uns sondern bei seinen Großeltern, dem Schwiegermutterschreck.

Dem Beamten vom Jugendamt sagte sie, ich wäre zu exotisch für diese Stadt und das hätte keine gute Auswirkung auf die Entwicklung des Jungen. Das muss man sich mal vorstellen. Der Beamte musste selbst lachen.

Mit meinem Schwiegervater kam ich anfangs ganz gut zurecht, bis er verboten bekam mich zu grüßen wenn wir uns auf Familienfeiern begegneten, er traute sich nur noch wenn der Drache nicht dabei war, ist das nicht traurig....das nenne ich einen „richtigen“ Mann....

Die Frau steckte voller Hass, sie bestellte mal eines sonntags die Polizei vor unsere Tür weil mein Mann sie mit einem Tritt in den Hintern raus geworfen hat als sie einen hysterischen Anfall bekam und übel Schimpfwörter gegen mich benutzte und den Hausflur zusammenschrie, sie wollte ihren eigenen Sohn wegen Körperverletzung anzeigen, wegen einen Tritt?! Der war schon lange fällig und noch mehr.

Ihre genauso kleingeistige Tochter hatte ihre Wohnung über uns im Haus, also stiefelte mir Drache Nr. 2 überm Kopf rum aber solange ich sie nicht sehen und hören musste ging es. Jedoch hielt sie nicht viel davon ihren Hund, einen Cocker Spaniel namens Sally, zu baden und diese kleine Hundedame roch wie ein ausgewachsener Puma.
Es war kaum im Hausflur auszuhalten wenn Frauchen mit Hündchen die Wohnung verlassen hatte, somit öffnete ich regelmäßig das Flurfenster und stellte es auf Kippe gegenüber unserer Wohnungstür.
Das passte natürlich nicht dem kleinen Drachen Nr.2, das Fenster wurde jedes mal mit einem lauten Knall zugeschlagen wenn sie daran vorbei ging, dabei wurde meine Deko von der Fensterbank gerissen und die Scherben liegen gelassen, ein anderes mal marschierte der Drache Nr.2 schimpfend an derWohnungstür vorbei, aber immer zu feige direkt etwas zu sagen.

Es ging mir wirklich auf den Keks, das mir Leute verbieten wollten den Hausflur zu lüften.
Ich wusste dass meine Schwägerin morgens ihren Sohn zur Schule brachte, anschließend noch kurz nachhause kam, um dann auf den letzten Drücker zur Arbeit zu fahren.
Ab und zu esse ich Honig auf meinem Toast, das ist aber so selten, dass ich noch ein Glas im Schrank stehen hatte und der Honig schon recht zäh und so richtig schön klebrig war, also passte ich eines morgens den richtigen Zeitpunkt ab. Als sie für 5 Minuten zuhause war um dann schnell zur Arbeit zu fahren, fasste ich den spontanen Entschluss, dass ich dieses mal den Fenstergriff nach dem öffnen mit penibler Genauigkeit und einer ordentlichen Portion Honig einschmierte, den Effekt könnt ihr ja vorstellen, sie hatte keine Zeit mehr sich die Hände zu waschen weil sie sonst zu spät zur Arbeit gekommen wäre....meine Schadenfreude war riesig.

Es passierten noch viele fiese Sachen, Intrigen, Aufhetzereien, und sie schafften es unsere Ehe komplett zu zerstören.

Als mein Schwiegerdrache sich einmal mit meinem Exmann über mich gestritten hatte und er mich in Schutz nahm, sagte sie zu ihm:“ Da muss sie ja gut sein im Bett, wenn du sie so in Schutz nimmst!“
Wie kommt eine Mutter darauf so etwas ihrem Sohn an den Kopf zu knallen. Vielleicht hätte ich ihr einen kleinen privaten Sex-Film aufnehmen sollen damit sie keine Vermutungen mehr aufstellen brauchte.
Gut mein Mann war ein Choleriker, aber er wäre erträglicher gewesen wenn ihm seine Mutter nicht jeden Tag in der Firma in den Ohren gelegen hätte, um ihn gegen mich aufzuhetzten. Am besten hätte ich von Anfang an die Finger von dieser Familie gelassen, aber man ist immer erst später schlauer.

Es war für mich so befreiend als ich den passenden Zeitpunkt hatte, die Ehe zu beenden und aus diesem Haus zu kommen, und aus diese Stadt, einfach weg.
Ich hatte das Gefühl als könne ich das erste mal seit langem wieder richtig atmen. Ich zog in meine Wohnung die wunderschön und erschwinglich war, so hatte ich mein eigenes Reich und die Möglichkeit gleichzeitig nach München zu gehen, um dort eine anspruchsvollere Ausbildung zu machen die meine Kreativität forderte. So tingelte ich immer zwischen München und meinem Zuhause hin und her und die Zeiten wurden wilder.

Damit geht es in meinem nächsten Kapitel weiter, und zwar mit...“ meine wilde Zeit in München“