Auswandern nach Spanien




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Der Gedanke an das Auswandern nach Spanien beschäftigt, trotz der anhaltenden Krise, immer noch viele Menschen. Sonne, Meer und nette Leute stehen im Vordergrund, doch das alleine reicht nicht.

Auswandern nach Spanien
Auswandern nach Spanien

Schlechtes Wetter mit eisigen Temperaturen und Dauerregen, ein miserabler Job oder die eigene Lebenskrise sind oft Auslöser für den Traum, in ein anderes Land auszuwandern. Die Chance auf ein besseres und vor allen Dingen schöneres Leben verknüpfen viele Menschen mit dem sonnigen Spanien. Aber Auswandern nach Spanien will gut überlegt sein, denn Urlaub und Leben sind zwei Paar Schuhe.

Aufenthaltserlaubnis und Arbeitsgenehmigung
Für das Auswandern nach Spanien benötigen Einwanderer aus Deutschland keine gesonderten Genehmigungen für Aufenthalt und Arbeit, da Spanien zur Eurozone gehört und Mitglied in der Europäischen Union ist. Wer sein Leben zukünftig ausschließlich in Spanien verbringen will, der muss seinen Wohnsitz beim zuständigen Einwohnermeldeamt in Spanien eintragen lassen.

Geld und Sprache in Spanien
In Spanien gilt der Euro als Währung, was den Alltag für deutsche Einwanderer erheblich erleichtert. Die Lebenshaltungskosten zeigen sich in Spanien geringer als in Deutschland, dafür sind die Löhne und Einkommen jedoch auch niedriger. Einfach haben es deutsche Rentner, denn mit einer deutschen Rente kann man den Lebensabend in Spanien enspannt geniessen. Es empfiehlt sich für Auswanderer auch mit Wohnsitz in Spanien ein deutsches Konto zu halten oder zu eröffnen. Damit können Zahlungen für Verträge, die in Deutschland per Lastschrift abgebucht werden, einfach weitergeführt werden. Zudem müssen auch eingehende Zahlungen nicht umgestellt werden.

Mit Englisch und Deutsch als Sprache kommt man nur in den Urlaubsregionen weiter, das Auswandern nach Spanien erfordert fundierte Spanischkenntnisse, sonst wird man mit den Einheimischen nicht warm und hat einige Hürden zu bewältigen.

Arbeit und Jobsuche in Spanien
Der Traum von einer Selbstständigkeit scheitert oft schon an den finanziellen Reserven. Denn die typische Strandbar zieht in Spanien nicht mehr und wenn, dann nur mit einer sensationellen Idee. Bodenständiger und weitaus realistischer ist ein Job in der Tourismusbranche oder im Hotel- und Gaststättengewerbe, denn dort werden Kräfte gesucht. Arbeit ist Arbeit - auch am blauen Meer und bei heißen Temperaturen. Wer hier schon nach kurzer Zeit auf die Touristen neidisch wird, weil sie in der Sonne brutzeln, während man selbst die schmutzigen Gläser abräumt, der sollte die Finger davon lassen. Die Jobsuche sollte schon vom Heimatland aus in Angriff genommen werden. Die spanische Handelskammer oder internationale Jobbörsen sind Anlaufstellen. Bereits im Urlaub an der spanischen Küste kann man sich nach Stellen umsehen und leicht erkennen, wer oder was gesucht wird. In den Städten sind die Chancen auf einen Job größer als im ländlichen Gebiet. Fachkräfte aus dem medizinischen Bereich werden auch in Spanien händeringend gesucht.

Mentalität und Kultur
In Spanien herrschen andere Sitten als in Deutschland. Zwar sind die Spanier gesellig, sie haben aber auch Regeln, von denen sich im Urlaub eher wenig spüren lässt. Im Alltag können unbedachte Handlungen oder ungebührliches Verhalten allerdings schnell zu Problemen führen. Das Studium der spanischen Lebensweise gehört daher neben der Sprache zu den wichtigen Voraussetzungen, um in Spanien zufrieden und harmonisch zu leben. Die Siesta am Mittag ist ein Beispiel dafür. Um tatsächlich in einem fremden Land leben zu können, ist es hilfreich, sich nicht nur auf die Touristenhochburgen zu konzentrieren, sondern auch das Landesinnere und die ländlichen Regionen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bildquelle: Dr. Stephan Barth / pixelio.de