Computerspieler – Wahrnehmung und Wandel




Platz #271 in Computer Games, #10899 insgesamt
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Wenn man sich die Entwicklung der Computerspiele in den letzten 10 Jahren anschaut sieht man eine erstaunliche Entwicklung zum Gruppenspiel. Während früher Computerspieler oft als einsame Menschen ohne Freunde dargestellt. Diese, meist jungen, Menschen sitzen den ganzen Tag alleine in ihrem Zimmer und haben nichts anderes getan als Computerspiele zu spielen. Dabei wurden soziale Aspekte vernachlässigt. Ein weiteres Vorurteil ist, dass die Computerspieler meist übergewichtig, männlich und ungepflegt sind. All diese Aspekte haben das Computerspielen und das Auseinandersetzen mit dem Computer in Verruf gebracht. Doch diese Zeit hat sich geändert.
 

Aufstieg der Computerszene

Mitte der 90er Jahre hat sich in Deutschland vermehrt das Internet etabliert. Durch das Internet ist der Computer zu einer neuen Dimension aufgestiegen. Während vor dieser Zeit nur wenige Zeit mit dem Computer verbracht haben hat das Internet den Computer gesellschaftsfähig gemacht. Durch das Internet ist aus dem Computer mehr geworden als ein Gerät mit dem man sich einsam beschäftigt. Das Internet hat die Möglichkeit des vernetzten Spielens über alle Grenzen hinaus gebracht. Dies ist eine enorm wichtige Entwicklung für unsere Gesellschaft. In einer Welt in der alles globaler und internationaler wird ist das Zugang zur Welt durch das Internet ein essentieller Bestandteil der den Menschen neue Dinge zeigen kann und deren Horizonte erweitern kann. Natürlich hat die Spieleindustrie diese Entwicklung mitbekommen. Vor allem im Bereich der Rollenspiele wurde durch das Internet völlig neue Möglichkeit eröffnet. Man war als Computerspieler auf einmal nicht mehr alleine. Man hat teilweise mit tausenden anderen gleichgesinnten dasselbe Ziel verfolgt. Man hat stundenlang gemeinsam versucht die Gegner der Computerspiele zu bezwingen und sich gegenseitig in Duellen zu messen. Diese Möglichkeiten haben zur Entwicklung von Clans geführt. Dabei geht es im Fall von Computerspielen bei einem Clan um einen Zusammenschluss von Spielern. Dieser Zusammenschluss hat meist eine gewisse Struktur und Hierarchie. Genau wie im richtigen Leben in einem Unternehmen gibt es in solch einem Clan meist einen Anführer, mehrere Offiziere und viele Spieler auf niedrigeren Rängen. Dies bestätigt auch die Seite ulow-clan.de. Durch die Hierarchie werden großangelegte Aktionen und Ziele organisiert. Dies mag zwar steif und unlustig klingen, es ist jedoch genau das Gegenteil. Während man seine Zeit in einem Clan verbringt lernt man eine Menge an unterschiedlichen Menschen kennen. Dabei hat man die Möglichkeit auf Menschen zu treffen die man so im normalen Leben nie treffen würde. An welchem Ort arbeiten sonst arbeitslose und Manager an der gemeinsamen Sache? Die breit gefächerten Möglichkeiten und die Gespräche die so eine Clanmitgliedschaft mit sich bringt ist eine echte Bereicherung. Dieses sollte man immer bedenken, wenn man wieder über Computerspieler lästert. Es ist längst nicht mehr das einsame Leben vor dem Bildschirm sondern ein interaktives Zusammenarbeiten um ein Ziel zu erreichen. Wenn man sich für diese Art des Zusammenspiel interessiert sollte man es ausprobieren.

Computernerds erobern die Börsen

Eine weitere Sache die das Internet mit sich gebracht hat ist der elektronische Aktienhandel. Seit einigen Jahren ist es auch kleinen Anlegern möglich direkt zu investieren und dabei nur noch sehr niedrige Gebühren dafür zu zahlen. Genau diese Möglichkeiten haben auch intelligente Computerfreaks erkannt. Das Ergebnis ist, dass diese hochintelligenten Menschen ihre Fähigkeiten nutzen um am Computer Programme zu schreiben, welche für sie an den Börsen handeln. Dies mag komisch klingen: Ein Programm das für mich Kauf und Verkaufsorder ausführt ohne das ich dafür etwas tun muss? Doch dies ist Realität. Diese Art des Aktienhandels nennt sich HFT, High Frequency Trading. Innerhalb von Millisekunden werden tausende Orders auf die Börse gehetzt. Kleinste Abweichungen führen dazu, dass die Programmierer tausende oder hunderttausende Euro verdienen können. Das alles wird durch ihre Programmierfähigkeiten ermöglicht. Meist haben sich diese Menschen diese Fähigkeiten während der Zeit ohne Internet angeeignet. Es Begann alles mit einem Computer vor dem man einst alleine saß und seine Zeit verbracht hat. Diejenigen die früher ausgelacht wurden fahren heute oft den Ferrari und denken sich nur, dass diejenigen die sie damals erniedrigt haben die wirklichen Versager sind. Diese Programmierer beherrschen heute 70% des Aktienhandels in den USA. In Europa ist es bisher nicht so sehr verbreitet aber der Einfluss des automatisierten Computerhandelns nimmt stetig an Bedeutung zu. Aus diesem Grund sollte man auch in diesem Punkt sich Gedanken machen, ob die Vorurteile gegenüber Computerliebhabern gerechtfertigt sind. Doch nicht nur diese professionellen Programmierer sind zum Alltag geworden. Die Gesellschaft wird immer mehr durch einen relativ neuen Aspekt des Internets beeinflusst: Soziale Netzwerke.

Soziale Netzwerke – die Zukunft der Kommunikation

Kaum eine Plattform hat in den letzten Jahren so viel Zuwachs gefunden wie soziale Netzwerke. Vor allem der Branchenprimus Facebook hat bereits über 1 Milliarde aktiver Nutzer. Dabei ist das Prinzip relativ einfach: Man legt ein Profil an und lädt ein Bild von sich hoch. Man gibt so viele persönliche Daten wie möglich über sich ein und kann sich so im Internet präsentieren. Man kann neue Freunde hinzufügen und mit ihnen chatten. Facebook ist ähnlich wie ein Chatprogramm mit weiteren Features wie die Möglichkeit ein Album mit Fotos von sich und seinen Erlebnissen hochzuladen. Dies ermöglicht es sich gleichzeitig mit sehr vielen Menschen auseinander zu setzen und sich selbst ein Image im Netz aufzubauen. Viele Menschen, ganz normale und keine Computerjunkies, verbringen jeden Tag stundenlang auf Facebook. Teilweise warten Menschen nur darauf, dass etwas passiert und bei Facebook eine neue Nachricht von einem bekannten aufpoppt. Andere spielen gerne Browsergames auf Facebook. Wer sich für Browsergames interessiert sollte sich bei onlinestrategiespiele.com weiter informieren. Dies zeigt, dass das Internet den Computer Gesellschaftsfähig gemacht hat. Soziale Netzwerke, allen voran Facebook, sorgen dafür, dass das Verständnis für Computer immer weiter getrieben wird die einstigen Vorurteile gegenüber denjenigen die sich schon länger mit dieser Materie auseinandergesetzt haben schwinden. Aus diesem Grund sollte man sich immer selbst zu Beginn mit Dingen auseinandersetzen bevor man ein vorschnelles Urteil fällt. Oft sind es genau die Menschen die erst jemanden auslachen und später selbst vor dem Computer sitzen und ein Problem haben. Diese „Computernerds“ sind es dann die einem helfen das Problem zu beheben. Und genau aus diesem Grund sollte man mehr Respekt und Verständnis für diese alternative Lebensweise aufbringen.
 

 




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