Die ganze Welt in einem Land?




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Teil 1 - Südafrika für Anfänger

Die ganze Welt in einem Land?
Mountain Of The Sea – Kapstadt und das Tafelberg-Massiv, vom Blouberg Strand aus gesehen

Völlig zu Recht wirbt Südafrika mit diesem Slogan „die ganze Welt in einem Land“. Und diese ganze Welt ist nur einen Nachtflug von Ihrer Couch entfernt. Zudem ist kaum ein Land dieser Welt so dazu geeignet, auf eigene Faust entdeckt zu werden. Ein günstiges Flugticket nach Kapstadt, am Besten bei South African Airways, ein Mietwagen, eine Zimmerreservierung für die ersten Übernachtungen, und das Abenteuer kann beginnen.

So jedenfalls begann mein erstes Südafrika Abenteuer 2002 und seitdem bin ich diesem Land rettungslos verbunden.

Dass ich bei Trish in Hout Bay meine ersten Eindrücke von Südafrika gewann, mag Zufall gewesen sein. Ich habe einfach gegoogelt und über http://www.wheretostay.co.za im Luisa House ein gleichermassen finanziell wie strategisch günstiges B & B in Hout Bay gefunden.
Hout Bay hat mehrere Vorteile: Es ist strategisch günstig gelegen, weil vom Flughafen über die N 2 gut ausgeschildert in maximal 40 Minuten zu erreichen. Von Hout Bay aus fährt man gen Norden stressfrei über eine atemberaubende Küstenstrasse direkt in die City Bowl von Kapstadt und über eine der schönsten Küstenstrassen dieser Welt, den Chapmans Peak Drive, geht es gen Süden direkt zum Kap der Guten Hoffnung.
Und zum Abendessen gibt es eins der wundervollsten Fischrestaurants dieser Welt, das http://www.marinerswharf.com/. Gönnen Sie sich zum Einstieg in die Wunderwelt Südafrikas ruhig einen Hummer. Besser und günstiger werden Sie ihn auf der ganzen Welt nicht mehr kriegen. Bloß sollten Sie Ihren Tisch im Voraus reservieren. Ihre neugewonnenen südafrikanischen Gastgeber und Freunde werden das gerne für Sie tun.

Für Sir Francis Drake war das Kap der schönste Ort der Welt, und der hat zumindest im 16. Jahrhundert die ganze damalig bekannte Welt gesehen. Wenn Sie für Ihren ersten Urlaub in Südafrika nur 2 Wochen Zeit haben, bleiben Sie am Besten in Kapstadt und Umgebung. Sie werden Tag für Tag ein anderes Naturwunder bestaunen.

Nutzen Sie unbedingt den ersten geeigneten Tag für einen Ausflug auf den Tafelberg. Böige Winde können nämlich selbst an einem wunderschönen Tag die Seilbahn auf den Tafelberg stoppen. Das Kap der Guten Hoffnung dagegen ist selbst an einem stürmischen Tag (der durchaus von wolkenlos blauem Himmel begleitet sein kann) ein wahrhaft atemberaubendes Erlebnis. Nehmen Sie sich für das Kap einen ganzen Tag Zeit und gehen Sie unbedingt den leicht begehbaren Wanderweg vom Cape Point zum Cape of Good Hope und steigen Sie unbedingt auch hinunter zur Diaz Beach. Sie werden nur noch staunen!

Für die City Bowl von Kapstadt sollten Sie sich einen weiteren Tag reservieren. Vom Castle of Good Hope über den Company's Garden und der Long Street rüber zum farbenprächtigen Boo Kap Viertel können Sie alles ganz bequem zu Fuß gehen. Schauen Sie mal, wie ungeniert und stilsicher hier alte viktorianische Häuser neben modernen Hochhäusern stehen und wie spannend und fotogen das aussieht! Und wie bescheiden christliche Kirchen gleichberechtigt neben ebenso bescheidenen Moscheen stehen!

Achten Sie aber darauf, auch in Kapstadt dieselben Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Sie in einer deutschen Großstadt auch treffen würden. Ihren Reichtum (Schmuck und teure Kamera) sollten Sie auch in Südafrika nicht zur Schau tragen und durch abseits gelegene Straßen, in denen es ohnehin nichts zu sehen gibt, sollten Sie auch in Südafrika nicht gehen.
Bei mir hat es sich so eingebürgert, dass ich den Ausflug auf den Tafelberg kombiniere mit einem Ausflug zum Blouberg Strand. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Kapstadt mit dem Devil‘s Peak, Table Mountain und Lion‘s Head im Hintergrund.

Und auf eben diesen Lion‘s Head fahre ich dann zu einem der spektakulärsten Sundowner, den diese Welt zu bieten hat. Seien Sie rechtzeitig dort. Entgegen landläufiger Klischees wird es in Afrika nicht von einem Augenblick zum anderen Nacht und die „Blaue Stunde“ mit einem Sundowner in der Hand (ich empfehle einen südafrikanischen Rotwein) werden Sie nie mehr vergessen!

Besuchen sollten Sie unbedingt die Pinguine von Boulders Beach und wenn Sie sich trauen und genügend Zeit und ein Strandtuch mitbringen, dann können Sie mit den lustigen, aber – vorsicht! – auch scharfschnäbligen Gesellen eine Runde schwimmen.

strandschoenheiten

Haben Sie es eher mit der Botanik, dann sollten Sie auf jeden Fall den Kirstenbosch Botanical Garden besuchen. Am Hang des Tafelberg Massivs gelegen, gilt er als einer der schönsten Botanischen Gärten dieser Welt. Und wenn Sie Glück haben, gibt es ein LIVE Konzert obendrauf. Einfach Trish fragen oder wie immer Ihre neugewonnenen südafrikanischen Freunde heißen.

Verzagen Sie nicht, wenn es in Kapstadt auch mal regnen sollte. Trish hat immer die aktuelle Wetterlage parat und je nach dem empfiehlt sie mir entweder einen Ausflug in die Winelands, ans Cape Agulhas, der tatsächlichen Südspitze Afrikas, ja nach Jahreszeit auch einen Ausflug nach Hermanus zum Wale beobachten oder eine Fahrt die Westküste hoch. Und spätestens da regnet es dann garantiert nicht mehr. Für einen „faulen Regentag“ empfiehlt sich aber auch, die Waterfront und das Two Oceans Aquarium zu besuchen, das – natürlich – absoluten Weltruf hat.

Last but not least sollten Sie den Besuch der Waterfront auch mit einem Besuch von Robben Island verknüpfen. Es empfiehlt sich, das Ticket für die Bootsfahrt bereits im Voraus zu reservieren. Robben Island ist inzwischen Weltkulturerbe der UNESCO und untrennbar mit Nelson Mandela verbunden.

Spätestens jetzt werden Sie entweder nie mehr nach (Süd-) Afrika reisen wollen oder nie mehr von (Süd-) Afrika los kommen. Letzteres, da wette ich mit Ihnen!

Wie es nach Kapstadt zumindest bei mir weiter ging, das verrate ich Ihnen in den nächsten Folgen!

hout_bay

Blick auf Hout Bay, vom Chapman’s Peak Drive aus gesehen

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